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Marseillaise in Wembley


Veröffentlicht am 17. November 2015

Beim Playoff-Rückspiel zwischen Irland und Bosnien-Herzegowina wurde in Dublin mit einer Schweigeminute den Pariser Terroropfern gedacht.

Beim Playoff-Rückspiel zwischen Irland und Bosnien-Herzegowina wurde in Dublin mit einer Schweigeminute den Pariser Terroropfern gedacht.

Tage des Unbehagens bestimmen auch die Fußballbranche

Die Iren haben es geschafft, mit einem 2:0-Sieg über Bosnien-Herzegowina gelang ihnen die Qualifikation zur EM 2016 in Frankreich. Wer an die Auftritte irischer Fans bei Großturnieren denkt, der muss sich darüber freuen. Fans von der grünen Insel sind immer ein Stimmungshighlight der tollen und friedlichen Art. Gute Stimmung wird das Turnier gebrauchen können, keiner weiß heute wie es im Sommer 2016 um dieses bestellt sein wird. Frankreichs Fußballidol Just Fontaine, einst Torschützenkönig der WM 1958, sieht skeptisch auf das Turnier im nächsten Jahr. Die französische Sicherheitslage veranlasst den agilen Rentner zum bitteren Rat an seine Landsleute, man möge bitte das Turnier an eine andere Nation abgeben. Auch solche Stimmen gibt es dieser Tage. Sie sind zu verstehen. Weiterlesen

Englische Selbsteinsicht


Veröffentlicht am 18. September 2015

„Mehr als je zuvor hat man den Eindruck, dass die aufgepumpte Premier League Blase vom großen Geld und Last-Minute-Transfers von überteuerten Spielern dazu bestimmt ist, harmlos zu platzen sobald sie in Kontakt mit der harten Realität des Fußballs auf dem Kontinent gerät.“

(Paul Wilson, Observer-Sportkolumnist, Gastbeitrag im Guardian, 13. September 2015)

Anders geht’s auch


Veröffentlicht am 13. Juli 2015

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Swansea City in Sachen Kartenpreise an der Seite der Fans

Britische Fußballfans ächzen unter dem fortschreitenden Wahnsinn der Preisgigantonomie in Sachen Eintrittskarten und Ticketpreise. Die Clubs kratzte dies bisher nicht oder wenig. Einzig der walisische Premier League Verein Swansea City zeigte Flagge und traf eine historische Entscheidung. The Swans wollen den eigenen Fans mit 500.000 Euro aktiv helfen. Der Jubel bei den Anhängern groß. Die beispiellose Aktion unter dem Motto „True to 22“ möchte mit dieser Subvention in Höhe von einer halben Million Euro dafür Sorge tragen, dass kein Fan des Vereins aus Wales mehr als 22 Pfund (Umgerechnet: 31 Euro) für eine Karte bei Auswärtsspielen bezahlen muss. Eine vom Verein in Auftrag gegebene Studie hatte darauf hingewiesen, dass die Swansea-Fans mit im Durchschnitt 217 Meilen (Umgerechnet: 350 km) pro Saisonspiel den weitesten Reiseweg zu Auswärtsspielen in der Premier League haben. Die Ticketpreise im englischen Spitzenfußball sind für viel Fans kaum noch zu leisten, die steigenden Reisekosten durch Preiserhöhungen bei der Bahn und bei Flügen erschweren es Anhängern immer öfter, ihren Teams auf weiten Wegen noch treu zu folgen. Das neue System für die Saison 2015/16 sieht vor: Erwachsene zahlen für ihr Ticket maximal 22 Pfund, Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 15 Pfund. Der Rest wird aus dem vom Verein verfügbar gemachten Subventionstopf gezahlt. Eine tolle Errungenschaft, müsste ein Erwachsener doch im Emirates Stadium von Arsenal bei einem Besuch mindestens 50 Pfund für sein Auswärtsticket zahlen. Swanseas Vizepräsident Leigh Dineen dazu: „Wir glauben, dass unsere ‚True to 22‘ Initiative das Verhältnis zwischen Club und Fans auf eine neue Ebene gehoben hat. Für die Verringerung der Ticketpreise bei Auswärtsspielen haben wir alle hart gearbeitet.“ Den Spitzenligen in ganz Europa könnte so ein Ansatz gut tun, mehr Swansea-Philosophie im Fußball die Fanherzen auch auf dem Kontinent erfreuen. Allerdings, bisherige Nachahmer in Premier League und in ganz Fußballeuropa: gleich Null.

Redaktion Magath & Fußball

Aus dem Sattel geworfen


Veröffentlicht am 25. Juni 2014

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Italien geschlagen, England ohne Sieg, Uruguay mit Biss, Costa Rica heldenhaft

Wie es bei Shakespeare heißt, wenn zwei auf einem Pferd reiten, muss der eine hinten aufsitzen. Im Falle des Finales in Gruppe D zwischen Italien und Uruguay fiel einer vom Gaul, das Heimatland des weltberühmten Barden aus Stratford-upon-Avon schaffte es nicht mal zum finalen Ritt und die staunenswerten Männer aus Costa Rica hatten den Showdown nicht nötig, waren längst am Ziel. Ihnen gebührt Anerkennung und Respekt für eine großartige Leistung, drei Ex-Weltmeister konnten das Team von Jorge Luis Pinto nicht bezwingen und scheiterten an dieser als Mannschaft auftretenden Einheit. Italien tritt wie das Mutterland des Fußballs geschlagen die Heimreise an. In der Folge des italienischen WM-Aus verlässt mit Cesare Prandelli ein Gentleman und Mensch vorerst die große Trainerbühne, ein Charakter der in der Trainergilde fehlen wird und diesem Berufsstand Ehre machte. Englands Roy Hodgson wird im Amt bleiben, so kündigten der englische Verband und der Trainer es bereits an. Apropos England. Tabellenletzter und ein mickriges Pünktchen, die Three Lions fahren erneut geschlagen und gedemütigt zurück in die Heimat. Uruguay dagegen eine Runde weiter, leider auf einer Siegesstraße mit fahlem Glanz. Stürmer Luis Suárez wird die Schlagzeilen bestimmen, weniger wegen seiner Torjägerqualität, sondern eher wegen seiner dentalen Schübe. Weiterlesen