Schlagwort-Archive: La Plata

Vielfalt ist Trumpf


Veröffentlicht am 14. Juli 2015

Die Sensation ist perfekt: Guaraní steht erstmals im Halbfinale. Hier bejubelt das Team aus Paraguay den 1:0-Sieg bei Corinthians São Paulo im Achtelfinale.

Die Sensation ist perfekt: Guaraní steht erstmals im Halbfinale. Hier bejubelt das Team aus Paraguay den 1:0-Sieg bei Corinthians São Paulo im Achtelfinale.

Ein Ausblick auf das Halbfinale der Copa Libertadores 2015

Die Copa América ist gerade erst zu Ende gegangen, da leuchtet der südamerikanische Kontinent schon wieder im Zeichen hochklassigen, internationalen Fußballs. Das Halbfinale der Copa Libertadores steht an – und ist als Äquivalent zur europäischen Champions League zweifellos einer der traditionsreichsten und abwechslungsreichsten Vereinswettbewerbe der Fußballwelt. Seit 1960 zählte die ursprünglich unter dem Namen Copa Campeones de América ausgetragene Meisterrunde 25 verschiedene Titelträger. Stolze 23 der bislang ausgespielten 55 Meisterschaften gingen nach Argentinien: der in Avellaneda ansässige Club Atlético Independiente mit der perfekten Bilanz von sieben gewonnenen Endspielen Rekordsieger, dicht gefolgt von den Boca Juniors mit sechs Triumphen. Mit vier gewonnenen Trophäen zählt auch Estudiantes de La Plata zu den erfolgreichsten Adressen in der Geschichte der Copa Libertadores, einzig Club Atlético Peñarol aus der uruguayischen Hauptstadt Montevideo konnte die argentinische Phalanx an der Spitze dieser Rangliste durchbrechen und den Pokal seinerseits bereits fünfmal in Empfang nehmen. Auch 2014 ging „La Copa“ nach Argentinien: Der Papst-Club CA San Lorenzo de Almagro erreichte in Asunción, der Hauptstadt Paraguays, bei Club Nacional zunächst dank eines Treffers in der Nachspielzeit ein 1:1-Unentschieden. Das darauffolgende Rückspiel in Buenos Aires gewann man unter der Leitung des einstigen argentinischen Nationalspielers Edgardo Bauza mit 1:0, San Lorenzo sicherte sich somit den ersten großen Titel seiner Vereinshistorie. Es spricht für die enorme Ausgeglichenheit der südamerikanischen Spielklassen, dass es keine der beiden Mannschaften in diesem Jahr über die Gruppenphase hinaus ins Achtelfinale schaffte. Während der Titelverteidiger automatisch gesetzt war, verpasste Club Nacional gar die Qualifikation für die Gruppenphase. Gleiches ist in Europa undenkbar, wo die besten Plätze an den größten Champions League Fleischtöpfen praktisch im Vorfeld fest vergeben sind. Nicht so bei der Copa Libertadores: Hier sah man in den zurückliegenden vier Jahren sage und schreibe 16 verschiedene Halbfinalisten. Weiterlesen

Brasilianisches Déjà-vu


Veröffentlicht am 28. Juni 2015

Paraguays Viertelfinal-Held: Derlis González.

Paraguays Viertelfinal-Held: Derlis González.

Seleção scheitert wie 2011 im Elfmeterschießen an Paraguay

Bereits vor vier Jahren im argentinischen La Plata begegneten sich Brasilien und Paraguay im Viertelfinale der Copa América. Während der regulären Spielzeit und der anschließenden Verlängerung fielen keine Tore, es ging ins Elfmeterschießen. Justo Villar, schon damals im Tor der Albirroja, musste nach einem kollektiven Blackout der Brasilianer nicht ein einziges Mal hinter sich greifen: Elano, Thiago Silva, André Santos und Fred vergaben allesamt. Paraguay siegte 2:0, weil Marcelo Estigarribia und Cristian Riveros verwandelten. In chilenischen Wirtschaftszentrum Concepción kam es nun zur Neuauflage dieses Duells. Wieder begegneten sich anno 2015 beide Teams in der Runde der letzten Acht – und wieder fand diese Partie aus dem Spiel heraus keinen Sieger. Robinho hatte die ohne ihren gesperrten Superstar Neymar angetretene Seleção zwar schon nach 14 Minuten in Führung gebracht, ein vermeidbares Handspiel im eigenen Strafraum von Thiago Silva eröffnete Derlis González nach 72 Minuten jedoch die große Chance auf den Ausgleich: Vom Punkt aus erzielte der Angreifer vom FC Basel das längst überfällige 1:1, welches bis zum Schlusspfiff Bestand hatte. Anders als 2011 folgte keine Verlängerung, einmal mehr also musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Und einmal mehr verabschiedete sich der Rekordweltmeister frühzeitig aus dem Turnier. Weiterlesen