Schlagwort-Archive: Laufbahn

Der Mann aus Markranstädt


Veröffentlicht am 25. Januar 2015

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Nur ein Deutscher leitete jemals ein WM-Endspiel

Dieser FIFA-Präsident war noch Fußball und guter Stil, Marketing und Geld dominierten nicht das Spiel und dessen Umfeld. Daher kümmerte sich der Engländer Sir Stanley Rous persönlich um das von den Endspielteilnehmern aufgeworfene Problem der Schiedsrichterbesetzung des bevorstehenden WM-Finales im Aztekenstadion. Das am 21. Juni 1970 in Mexiko-Stadt stattfindende Ereignis brauchte dringlich einen Unparteiischen. Die Italiener wollten keinen Schiedsrichter aus Südamerika akzeptieren, die Brasilianer verweigerten sich gegen die prominenten Schiedsrichter aus den europäischen Spitzenverbänden. Der Spielraum also äußerst gering. Bei Stanley Rous war nicht nur der Weltverband in guten Händen, er verstand auch etwas von den Regeln und Notwendigkeiten. Immerhin war der Mann in seiner Jugend ein erfolgreicher Schiedsrichter, leitete in seiner aktiven Zeit 34 Länderspiele und als Höhepunkt dieser Karriere das FA Cup Endspiel 1934 in Wembley. Weiterlesen

Michael Ballack – Weltklasse!


Veröffentlicht am 3. Juni 2013

Mitnichten unvollendet. Ein Abschiedsspiel mehr als verdient.

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Der Deutschen Hang zur Dramatik machte auch vor Michael Ballack nicht halt. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere, der einzige Weltklassespieler seines Landes, rettete er die Nationalmannschaft oft im Alleingang vor Blamage und Niederlage. Eben ein Kapitän. Viermal Deutscher Meister, einmal Englischer Meister, dreimal DFB-Pokalsieger, dreimal FA-Cupsieger, dreimal Fußballer des Jahres, 55-mal die Kapitänsbinde seines Landes am Arm. So eine Bilanz verdient sich in Deutschland zwischenzeitlich den Titel „Unvollendeter“. Weil dem aber zu wenig Dramatik innewohnt, klebt man noch flott ein „ewig“ davor. Dank sieht anders aus. Nun aber wohl – richtig so – Ende gut, alles gut. Weiterlesen

Der Stratege


Veröffentlicht am 19. April 2013

Branko Zebec: Persönlichkeit und Charisma

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Auch er hätte die Champions League nach Hamburg bringen können. Was für ein Halbfinale! Es war der 23. April 1980. Glanzvoll schlug der Hamburger SV das große Real Madrid im heimischen Volksparkstadion. Mit einem 5:1 schickte man die Madrilenen zurück in Spaniens Hauptstadt. In Reals Heimstätte, dem legendären Estadio Santiago Bernabéu, stand die Krone des europäischen Clubfußballs zum Greifen nah. Im Endspiel siegte aber der kühle wie ergebnisorientierte Pragmatismus der Mannschaft seines Kollegen Brian Clough gegen die drückende Überlegenheit der Männer von Branko Zebec. Weiterlesen