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Pragmatiker ohne Furcht


Veröffentlicht am 12. Oktober 2015

„Dass Klopp auch ganz anders kann als bei seiner Charme-Offensive für Fans und Medien, werden die Profis rasch lernen. Die Gemütlichkeit hat Grenzen. Das verriet schon der mit gefährlichem Lächeln vorgetragene Satz: „Jeder, der das will, was ich will, kann mein Freund sein. Und es ist nicht schlecht, mein Freund zu sein.“ So gelang Klopp gleich zu Beginn beides, was wichtig war. Im Zeitalter des großen Fußball-Monopolys, der Fifa-Korruption, der eitlen Selbstvermarktung von Spielern und Trainern, in einer Welt, in der sich dieses wunderbar simple Spiel von seinen Wurzeln als kindliches Stück Glück immer weiter zu entfernen scheint, gerade in England, erschien er als jemand, der die Engländer an das Gute im Fußball glauben lässt. Und zweitens schien hinter all der virtuosen Fußball-Romantik auch der gnadenlose Pragmatiker des Spiels durch, als den man ihn in Deutschland kennengelernt hat. „Wenn die anderen besser sind, musst du sie auf dein Level bringen“, sagte er. „Und auf deinem Level kannst du jeden schlagen.“ Klopp, der Anti-Tuchel. Es ist eine Einstellung, die ohne ihn in der Bundesliga zu fehlen beginnt. Niemand, nicht mal mehr seine alte Borussia, traut sich noch, es überhaupt zu versuchen: die Bayern auf sein Niveau herunterzuziehen. Nachfolger Thomas Tuchel zeigte sich vor und nach dem 1:5 in München, als die Dortmunder so chancenlos waren wie niemals unter Klopp, als glühender Bewunderer, ja geradezu als Jünger dessen, was die Bayern und Pep Guardiola tun. Klopp denkt, spricht, handelt anders: Fußball ist nicht das Bewundern, sondern das Bearbeiten des Gegners. Man wird ihn bald vermissen.“

(FAZ Sonntagszeitung, Ausgabe Nr. 41, 11. Oktober 2015)

Premier League mit minderer Qualität?


Veröffentlicht am 5. Oktober 2015

„Wenn Sie sich die Qualität der Spieler anschauen, die nach England kommen, dann denke ich nicht, dass wir hier die besten Spieler Europas oder der Welt haben. Die besten Spieler sind bei Real Madrid, dem FC Barcelona oder Bayern München. Ein Level darunter stehen wahrscheinlich Paris Saint Germain und Juventus. Und darunter ist die Qualität der englischen Klubs anzusiedeln. Ich halte das für keine große Überraschung. Denken Sie über die Qualität der Spieler nach. Glauben Sie, dass irgendein Spieler von unseren Top-Klubs aktuell in Barcelonas Mannschaft spielen würde? Das möchte ich stark bezweifeln. Sie wären auch bei Real Madrid oder Bayern München nicht im Team. Einzig Sergio Agüero ist vielleicht eine Ausnahme.“

(Paul Scholes, Livekommentar BT Sports, 30. September 2015)

Einfach unglaublich


Veröffentlicht am 17. Dezember 2013

„Mit viel Potenzial begonnen und im Alter immer noch so gut mithalten. Einfach unglaublich. Was Giggs erreicht hat, ist außergewöhnlich und zeigt auch seine hohe Spielintelligenz. Er ist für seine Leistungen nie richtig geehrt worden, weil er nie an einer WM oder EM teilgenommen hat. Wenn ich 20 Prozent über dem normalen Level eines jungen Spielers bin, nehme ich davon noch einmal zehn Prozent und bin noch immer besser als der Durchschnitt. Genau das hat Ryan Giggs geschafft.“

(Arsène Wenger, Interview, Arsenal-TV, 28. November 2013)

Garcia Sanz: An Magath gefällt mir seine Ehrlichkeit


Veröffentlicht am 24. Juli 2013

„Der Trainer Felix Magath steht mit seinem Erfolg außer Frage. Er hat Stuttgart nach vorne gebracht, ist doppelter Double-Gewinner, Titelträger mit Wolfsburg, hat Schalke die Vizemeisterschaft beschert – heute noch spielt da die Mannschaft, die er geformt hat. Also, er kann das schon!“

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