Schlagwort-Archive: Löw

Neue Leute


Veröffentlicht am 23. August 2015

„Vor der Sommerpause hatte Joachim Löw einen Umbruch angekündigt. Weltmeister-Bonus hin oder her, es braucht jetzt neue Leute. Eine EM-Qualifikation sollte keinen Vorwand für ein Festhalten an bewährten Kräften darstellen. Die WM 2018 ist das eigentliche Ziel.“

(Felix Magath, Kolumne, Express-Köln, 23. August 2015)

Titelfluch?


Veröffentlicht am 22. Januar 2015

„Einen Fluch des Titelgewinns gibt es nicht. Der Titel behält seinen Wert. Die Erwartungen der Fans waren ja immer da. Nach 2010, als wir so etwas wie die Weltmeister der Herzen waren, sind sie nochmals gestiegen. Und 2012 bei der EM war die Enttäuschung immens. Sie sehen, die Drucksituation erhöht sich jetzt kaum. Gegen Deutschland spielen alle mit größter Motivation.“

(Joachim Löw, Interview Der Spiegel, Ausgabe 50/2014)

Was bleibt?


Veröffentlicht am 13. Januar 2015

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„Es bleibt das Gefühl, dass wir eine unglaublich starke Einheit waren. Aber es gibt nicht den einen Moment. Genauso wenig gab es den einen Geniestreich, weder taktisch noch personell.“

(Joachim Löw, Interview Der Spiegel, Ausgabe 50/2014)

Besinnungszeit


Veröffentlicht am 19. November 2014

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Jahresabschluss mit Stil – Neuer Weltmeister schlägt alten Weltmeister

In einem sportlichen Vergleich am Rande der Bedeutungslosigkeit bezwang die DFB-Elf im letzten Länderspiel ihres so erfolgreichen WM-Jahres 2014 den amtierenden Europameister und vormaligen Weltmeister. Ein Prestigesieg gegen den Dauerrivalen – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ausgerechnet einer, den sie in Spanien inzwischen so sehr schätzen, machte im Dauerregen von Vigo den Unterschied. Weiterlesen

Keine Revanche


Veröffentlicht am 3. September 2014

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„Es ist eine Art Revanche, ja. Aber wenn wir gewinnen, bringt das auch nichts.“
(Sergio Agüero, kicker Sportmagazin, 1. September 2014)

„Es ist vielleicht so etwas wie ein guter Test vor der EM-Qualifikation, bevor es sozusagen im Alltag wieder richtig zur Sache geht und wir uns dort wieder neu beweisen müssen. Wir wollten einen starken Gegner, das sah unsere Planung vor. Ich glaube, man kann den Leuten das Gefühl des WM-Finales ein bisschen zurückgeben. Aber es hat natürlich nicht diesen Stellenwert. Es gibt keine Revanche für Argentinien, kann es nicht geben, denn der WM-Titel ist wichtiger als alles andere.“
(Joachim Löw, Videointerview ZDFsportonline, 2. September 2014)

„Es ist schon eine Herausforderung, dieses erste Spiel als Trainer – und das gegen den Weltmeister. Das Spiel hat nichts mit dem WM-Finale zu tun. Das Ergebnis können wir nicht wiedergutmachen.“
(Gerardo Martino, Pressekonferenz Düsseldorf, 2. September 2014)

„Ich finde es schade, dass das Spiel jetzt stattfindet. Zum jetzigen Zeitpunkt hat es keine Bedeutung. Dafür sind die Eindrücke aus Brasilien noch zu frisch. […] Vielleicht ist es für die Argentinier eine Motivation, so schnell wieder gegen Deutschland spielen zu können. Sie sind sich immer noch bewusst, dass sie die deutsche Mannschaft hätten besiegen können – ja, vielleicht müssen. Ich war im Stadion und habe es hautnah miterlebt. Die Argentinier werden sich noch jahrelang ärgern, dass sie ihre Chancen nicht genutzt haben. Sie hatten die klareren Möglichkeiten. […] Es ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass Deutschland beim Abseitstor von Higuain Glück hatte. Auch als Manuel Neuer ihn abgeräumt hat, war es Glück, dass es kein Rot gab.“
(Jens Lehmann, Interview Die Welt, 3. September 2014)

„Deutschland war die konstanteste, reifste Mannschaft. Im Finale hat Argentinien seine beste Turnierleistung gezeigt. Und wenn sie am Anfang das Tor machen, dann holen sie vielleicht den Titel. Aber Deutschland war das beste Team der WM, spielte am besten, am intelligentesten, verstand es, seine Pläne umzusetzen. Sie haben gelernt aus den letzten WM-Turnieren.“
(César Luis Menotti, kicker Sportmagazin, 1. September 2014)

Der gerechte Lohn


Veröffentlicht am 19. Juli 2014

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Deutschland ist hochverdienter Weltmeister 2014

1954, 1974, 1990, 2014! Deutschland ist Weltmeister! Endlich, der vierte Stern! Doch wer hätte das noch vor zwei Monaten für möglich gehalten, als eine personell arg gebeutelte DFB-Auswahl am 21. Mai ins Trainingslager im Passeiertal in Südtirol aufbrach? Neuer, Schweinsteiger, Lahm – inzwischen WM-Helden und dem Legendenstatus nah – plagten sich mit mehr oder minder schweren Verletzungen, der Pflichtspielmarathon einer gedrängten Spielzeit hatte seine Spuren hinterlassen. Schnell ward zudem der Stab über Joachim Löw gebrochen, der einmal mehr mit ebenso mutigen wie überraschenden Kaderentscheidungen aufgewartet hatte, die Wünsche der etwa 81 Millionen Bundestrainer in unserem fußballverrückten Land natürlich nicht alle erfüllen konnte und deshalb öffentlich zum Abschuss freigegeben wurde. Kurzum: Die Kritiker und hiesigen Sportmedien rieben sich erwartungsfroh die Hände angesichts der unmittelbar bevorstehenden Zäsur in Fußball-Deutschland. Doch 59 Tage später ist plötzlich alles anders. Eine Generation, der die Siegermentalität auf der größten Bühne des Weltfußballs schon abgesprochen wurde, hat sich auf beeindruckende Weise selbst ein Denkmal gesetzt. Ein echtes Team hat es allen gezeigt. Weiterlesen

Es geht weiter!


Veröffentlicht am 9. Juli 2014

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Zwischen Mineirazo und Maracanã

Sie konnten einem richtig Leid tun, wie sie da standen, mit Tränen in den Augen und eine Erklärung suchten für das doch Unerklärliche. Die stolzen Brasilianer, der Rekordweltmeister, die Seleção, Botschafter des schönen Spiels, vom eigenen Volk und der Welt zum Siegen verdammt, vom enttäuschten Publikum im Estádio Mineirão schlussendlich mit Pfiffen verabschiedet. Selbst bei deutschen Fußballfans hinterließ der Blick auf die Anzeigetafel nach Spielschluss neben überschäumenden, euphorisierenden Freudgefühlen auch Mitleidsempfindungen für die brasilianische Seele. Diese wird nun zweifellos einen Moment brauchen, um sich aus ihrer Schockstarre zu erholen. 1:7! Zu unerwartet die Angriffswucht der DFB-Elf, zu unerwartet auch der Leistungsabfall der eigenen Mannschaft. Halten wir es trotzdem mit Felipão: Das Leben geht weiter! Man darf hoffen, dass seine Titel und Taten für Brasiliens Herzstück trotz des unfassbar großen Schmerz des Augenblicks niemals in Vergessenheit geraten. Denn dieser Mann erst erweckte den Traum eines ganzen Landes von der „Hexa Campeão“ zum Leben.

Während die Nacht von Belo Horizonte nun für die einen nicht das Ende der Welt, so ist sie für die anderen nicht das Ende des Weges. Die deutsche Mannschaft punktete nach zwei verlorenen WM-Halbfinalspielen diesmal auf ganzer Linie. Durch ihren schnörkellos effektiven wie abgeklärten Vortrag auf dem Rasen versetzte sie die Fußballwelt erst in kollektive Sprachlosigkeit, um dann im Anschluss mit ähnlicher Konsequenz alles dafür zu tun, so schnell wie möglich zur Normalität zurückzukehren. Das gefällt vor allem deshalb so gut, weil am Sonntag alles wieder von vorne los geht. Mit einer überbordenden Erwartungshaltung zwar, aber auch mit einem gänzlich anders eingestellten Gegner.

„Das ist die schlimmste Niederlage aller Zeiten. Das Leben geht weiter, auch mein Leben geht weiter. Das Ergebnis fällt auf mich zurück, ich bin der Verantwortliche.“
(Luiz Felipe Scolari)

„Ich danke Gott dafür, eine Weltmeisterschaft im eigenen Land habe spielen zu dürfen. Ein Glückwunsch an das gesamte Land für ein tolles Turnier. Wir standen dicht davor, aber es hat nicht gereicht.“
(Júlio César)

„Wir wollten unserem Volk nur Freude bereiten. Wir möchten uns entschuldigen.“
(David Luiz)

„Wir haben in der ersten Halbzeit schon sehr gut gespielt – aber jetzt geht es weiter. Ein bisschen Demut kann uns jetzt nicht schaden.“
(Joachim Löw)

„Wir erinnern uns noch gut an das Spiel gegen Algerien, da hat man uns permanent runtergeschrieben. Jetzt werden wir in den Himmel gehoben. Beides ist, denke ich, der falsche Ansatz.“
(Thomas Müller)

Vor dem Sturm


Veröffentlicht am 4. Juli 2014

„Wir werden unter die letzten Vier kommen.“
(Joachim Löw, Deutschland)

„Da ist keine Anspannung bei uns, es ist eine Freude.“
(Didier Deschamps, Frankreich)

„Wir haben eine grossartige Mannschaft, die zu Grossem fähig ist.“
(José Pekerman, Kolumbien)

„Weniger Herz und mehr Fußball.“
(Luiz Felipe Scolari, Brasilien)

 

Verbales Donnergrollen


Veröffentlicht am 28. Juni 2014

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„Wir hatten Pelé, wir hatten Ronaldo, wir hatten Romario, Rivaldo und Ronaldinho, aber einen wie Neymar hatten wir noch nie.“
(Luiz-Felipe Scolari, Brasilien)

„Mir ist nicht bange. Wir haben viele junge, gute Spieler. Wir stehen am Ende einer sechsjährigen, sehr erfolgreichen Ära. Es wird jetzt weitergehen – wer auch immer der Trainer sein wird.“
(Vicente del Bosque, Spanien)

„Wenn wir ins Finale wollen, müssen wir jeden Gegner schlagen. Wir fangen deshalb jetzt nicht an, zu rechnen und zu spekulieren, wem wir aus dem Weg gehen wollen.“
(Joachim Löw, Deutschland)

„Balotelli war Teil des Projekts, und es war kein siegreiches Projekt.“
(Cesare Prandelli, Italien)

„Im Fußball gibt es keinen Platz für Angst, die gibt es nur im richtigen Leben. Sorgen vielleicht, aber nicht Angst.“
(Óscar Tabárez, Uruguay)

„Die FIFA spricht immer von Fair Play, und dann spielt sie immer mit solchen Tricks. Das ist nicht gut, das ist kein Fair Play. Warum zur Hölle tun sie das?“
(Louis van Gaal, Holland)

„Wenn du etwas zu sagen hast, dann reiß dich zusammen und hab wenigstens die Eier, es den Leuten ins Gesicht zu sagen.“
(Miguel Herrera, Mexiko)

„Ich denke, der größte Sieg ist immer der nächste.“
(Jorge Sampaoli, Chile)

„Es macht mich stolz, die Spieler verdienen diese Beachtung.“
(Jorge Luis Pinto, Costa Rica)

„Wenn du einen Spieler wie Messi hast, gibt es immer eine Abhängigkeit. Wir versuchen, diese zu verkleinern.“
(Alejandro Sabella, Argentinien)

„Wir können Geschichte schreiben, hier in Südamerika, wo schon einige Europäer ausgeschieden sind, Argentinien schlagen.“
(Ottmar Hitzfeld, Schweiz)

„Das US-Team bestreitet ein kritisches WM-Spiel gegen Deutschland, und wir brauchen die volle Unterstützung der Nation, wenn wir in die nächste Runde kommen wollen.“
(Jürgen Klinsmann, USA)

„Der Verband hat mich gebeten, weiterzumachen. Ich bin sehr froh, dass sie mich noch wollen.“
(Roy Hodgson, England)

„Wenn du immer nur in der gleichen Liga spielst, dann wirst du dich nur schwer verbessern. Das hält den russischen Fußball auf.“
(Fabio Capello, Russland)

„Ich wollte uns nach vorne bringen und die Qualifikation für das Achtelfinale schaffen. Ich übernehme die volle Verantwortung.“
(Alberto Zaccheroni, Japan)