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Bewusstsein für Verantwortung


Veröffentlicht am 21. August 2015

„Im modernen Fußball kann der Promistatus eines Spielers die Macht des Trainers beschädigen. Als ich selbst noch aktiv war, hätte man es niemals gewagt, auch nur das leiseste Wort gegen einen Trainer fallen zu lassen. Damit hätte man Kopf und Kragen riskiert. Später erlebte ich häufig, dass Spieler von der Öffentlichkeit und sogar von ihrem Club Unterstützung erhielten. Ein Spieler wird seinem Ärger jedem gegenüber Luft machen, der es hören will. Ein Trainer kann und darf das nicht tun, weil er weit mehr Verantwortung trägt.“

(Alex Ferguson, Meine Autobiographie, Edel Books, 2014)

FC Barcelona – FC Sevilla 5:4 n. V. (4:4, 3:1)


Veröffentlicht am 12. August 2015

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Katalanen gewinnen den UEFA-Supercup

Marc-André ter Stegen ist der Pokalmann im Tor des FC Barcelona, deswegen ein kommendes Wiedersehen mit seinem Sprungbrett Borussia Mönchengladbach nicht ausgeschlossen. Seine dortigen Tränen hat längst ein starker Sommer verdampft. Ivan Rakitić, auch er ehemals Bundesligaakteur und heute starker Mitspieler von Lionel Messi, ließ im Vorfeld keine Zweifel aufkommen: „Messi? Wir alle wissen, wer er ist. Er ist der beste Fußballspieler der Geschichte.“ Mit der Meinung ist er wahrlich nicht allein. Allerdings auch keine wirklich neue Meldung aber Tinte für manchen Reporterstift. Die Aussage mag für das Barça-Universum wohl treffend sein, Barcelona ist schließlich eine Art Mittelpunkt des Weltfußballs. Schaut man ausschließlich auf Messis argentinische Nationalmannschaftskarriere, wird der Vergötterte menschlich und man darf beim Blick auf die Fußballgeschichte durchaus andere Sichtweisen vertreten. Rakitić ist nicht nur ein guter Fußballer, er ist darüber hinaus profunder Kenner beider Finalisten, immerhin gewann der ehemalige Magath-Schützling mit Sevilla 2014 die Europa League und ein Jahr später im Trikot des FC Barcelona die Champions League. Nun kreuzte er mit seinem alten Club die Klingen. Beim Blick auf die Aufstellung schien die Favoritenstellung seines heutigen Vereins erdrückend. Der Sieger konnte nur FC Barcelona heißen. Weiterlesen

Im Wald ist es doch viel schöner


Veröffentlicht am 10. Dezember 2013

Felix Magath ist ein Freund ausgedehnter Waldläufe, das ist bekannt. Regelmäßig, wo immer es seine Zeit erlaubt, geht er in freier Natur an die eigenen Belastungsgrenzen. Der gebürtige Aschaffenburger entstammt überdies einer Region, die für ihre natürliche Vielfalt berühmt ist. Im Interview mit dem Magazin „Der Spessart“ spricht der Meistercoach nicht nur über den Waldlauf als effektive Trainingsmethode, sondern erklärt darüber hinaus, warum es Sinn machen kann, im Wald hin und wieder auf Abwegen unterwegs zu sein. Nachfolgend einige Auszüge dieses interessanten Gesprächs.

„Die Spieler der heutigen Generation empfinden ein sinnvolles Lauftraining schnell als Angriff auf Ihre Bequemlichkeit. Dabei ist Laufen nun einmal die Basis unseres Sports. FM_Spessart_1Als Spieler und als Trainer habe ich mittlerweile doch eine gewisse Erfahrung. Und ich weiß: Lauftraining in der Vorbereitung kann das Verletzungsrisiko erheblich mindern. Und meine Waldläufe in der Saison waren ohnehin nicht so hart – es ging hier vor allem um die Regeneration.“

„Im Wald ist es doch viel schöner. Man bewegt sich an der frischen Luft, betrachtet ein paar Bäume, hört vielleicht einen Vogel singen. Ich habe auch immer darauf geachtet, dass die Spieler beim Laufen keine Kopfhörer getragen und Musik gehört haben. So nimmt man die Natur um sich ganz anders wahr. Das hilft, um den Kopf frei zu bekommen.“

„Ich bin manchmal mit den Spielern auch einfach querfeldein gelaufen. Um auf unebenem Gelände den Fuß richtig aufzusetzen, muss man sich konzentrieren, das ist eine gute Übung.“

(Felix Magath, Interview in Der Spessart, Ausgabe 2, Dezember 2013)