Schlagwort-Archive: Luis Enrique

Ballett als Hühnerhaufen


Veröffentlicht am 22. November 2015

Marcelos Grätsche kommt zu spät: Iniesta trifft unwiderstehlich in den rechten Torwinkel.

Marcelos Grätsche kommt zu spät: Iniesta trifft unwiderstehlich in den rechten Torwinkel.

Real Madrid bekam eine Lehrvorführung vom FC Barcelona

Barcelonas Andrés Iniesta war im Bernabéu-Stadion der große Macher. Er dirigierte sein Team zum 4:0-Auswärtssieg bei Real Madrid. Die Königlichen bekamen 90 Minuten kein Bein auf die Erde und Iniesta darf dafür als Hauptverantwortlicher genannt werden. Ein Mittelfeldstratege der absoluten Weltklasse, diese schon über viele Jahre, pulverisierte er im kongenialen Zusammenspiel mit Sergio Busquets die gegnerische Ordnung zur blamablen Unordnung eines Hühnerhaufens. Luka Modrić und Toni Kroos wurden zu staunenden Statisten degradiert, die dem Maestro bei der Arbeit zusehen durften. Nebenher besorgte Iniesta noch das 3:0, um dann bei seiner Auswechslung mit Applaus von den heimischen Real-Fans verabschiedet zu werden, die damit ihrem eigenen Team noch eine zusätzliche Ohrfeige verpassten. Wie sein grandioser Ex-Partner Xavi wird auch Andrés Iniesta wohl nie Weltfußballer, ein inkompetentes Zeugnis derer, die Jahr um Jahr darüber abzustimmen haben. Weiterlesen

Viel Lob aber keine Punkte


Veröffentlicht am 30. September 2015

Matchwinner: Luis Suárez (hier beackert von Giulio Donati und Karim Bellarabi) war gegen Bayer 04 lange Zeit gar nicht zu sehen, in der Schlussphase aber zur Stelle.

Matchwinner: Luis Suárez (hier beackert von Giulio Donati und Karim Bellarabi) war gegen Bayer 04 lange Zeit gar nicht zu sehen, in der Schlussphase aber zur Stelle.

Starkes Leverkusen gibt Sieg im Camp Nou aus der Hand – Bayern-Gala gegen Zagreb

Zwei Minuten reichten dem FC Barcelona am zweiten Gruppenspieltag der Champions League, um einen völlig verdienten 0:1-Rückstand gegen eine stark aufspielende Bayer-Elf noch in einen glücklichen 2:1-Sieg zu verwandeln. Ohne Lionel Messi – der Argentinier wird den Katalanen nach einer im Ligaspiel gegen Las Palmas erlittenen Knieverletzung wohl sechs bis acht Wochen fehlen – mangelte es dem Titelverteidiger spürbar an Durchschlagskraft und Esprit, lange Zeit drohte nach dem 1:1 in Rom vor zwei Wochen ein Fehlstart. Den Spielverlauf aber einzig und allein am Fehlen des vierfachen Weltfußballers festzumachen, käme der Leverkusener Leistung im Camp Nou nicht gerecht. Lange nämlich war Bayer 04 schlicht und ergreifend die bessere Mannschaft. Die von Abwehrmann Kyriakos Papadopoulos per Kopf erzielte Führung (22.) daher alles andere als unverdient, wenngleich der Grieche von einem Missverständnis zwischen Jérémy Mathieu und Marc-André ter-Stegen profitierte. Zunächst mit hohem Laufaufwand und aggressivem Pressing bis vor den gegnerischen Strafraum, später mit großer Ordnung und taktischer Disziplin im Mittelfeld zog der Bundesliga-Fünfte dem spanischen Tabellenführer den Zahn, ließ Barca nur selten einmal zur Entfaltung kommen. Nach dem Seitenwechsel zunächst ein ähnliches Bild und die Riesenchance für Chicharito, auf 0:2 zu stellen. Der Mexikaner aber geriet in Rücklage, semmelte das Leder in die Wolken und vergab eine mögliche Entscheidung. Unwahrscheinlich, dass sich die Blaugrana an diesem Tag von einem Zwei-Tore-Rückstand erholt hätte. So aber kam es, wie es kommen musste. Weiterlesen

FC Barcelona – FC Sevilla 5:4 n. V. (4:4, 3:1)


Veröffentlicht am 12. August 2015

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Katalanen gewinnen den UEFA-Supercup

Marc-André ter Stegen ist der Pokalmann im Tor des FC Barcelona, deswegen ein kommendes Wiedersehen mit seinem Sprungbrett Borussia Mönchengladbach nicht ausgeschlossen. Seine dortigen Tränen hat längst ein starker Sommer verdampft. Ivan Rakitić, auch er ehemals Bundesligaakteur und heute starker Mitspieler von Lionel Messi, ließ im Vorfeld keine Zweifel aufkommen: „Messi? Wir alle wissen, wer er ist. Er ist der beste Fußballspieler der Geschichte.“ Mit der Meinung ist er wahrlich nicht allein. Allerdings auch keine wirklich neue Meldung aber Tinte für manchen Reporterstift. Die Aussage mag für das Barça-Universum wohl treffend sein, Barcelona ist schließlich eine Art Mittelpunkt des Weltfußballs. Schaut man ausschließlich auf Messis argentinische Nationalmannschaftskarriere, wird der Vergötterte menschlich und man darf beim Blick auf die Fußballgeschichte durchaus andere Sichtweisen vertreten. Rakitić ist nicht nur ein guter Fußballer, er ist darüber hinaus profunder Kenner beider Finalisten, immerhin gewann der ehemalige Magath-Schützling mit Sevilla 2014 die Europa League und ein Jahr später im Trikot des FC Barcelona die Champions League. Nun kreuzte er mit seinem alten Club die Klingen. Beim Blick auf die Aufstellung schien die Favoritenstellung seines heutigen Vereins erdrückend. Der Sieger konnte nur FC Barcelona heißen. Weiterlesen

Campeónes!


Veröffentlicht am 7. Juni 2015

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Barca macht Triple perfekt

Dieses Endspiel hielt, was es versprach. 70.500 Zuschauer im ausverkauften Berliner Olympiastadion erlebten eine über weite Strecken hochklassige Begegnung, die zu den fußballerisch anspruchsvollsten Darbietungen des zurückliegenden Champions League Jahrzehnts gezählt werden darf. Das lag aber nicht nur am gewohnt dominanten und spielerisch schlichtweg brillanten Auftreten der Katalanen, sondern auch am italienischen Double-Sieger, der nun endgültig wieder zur europäischen Spitze gerechnet werden muss. Die Gefühlslage nach 98 hochspannenden Minuten hätte dann aber doch kaum gegensätzlicher sein können. Das nach Treffern von Ivan Rakitić (4.), Luis Suárez (68.) und Neymar (90.+7) sichergestellte 3:1 (1:0) – Álvaro Morata (55.) sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich – versetzte den FC Barcelona in einen kollektiven Siegesrausch. Der vierte Champions League Triumph der Vereinsgeschichte gleichbedeutend mit dem endgültigen Ritterschlag für dieses Spieljahr: zum zweiten Mal nach 2008/09 holte man das europäische Triple. Mehr geht nun wirklich nicht. Felicidades, Barça! Weiterlesen

Juve vs. Barca – Das große Finale


Veröffentlicht am 6. Juni 2015

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Wer gewinnt und warum?

Berlin erwartet ein Endspiel mit klingenden Namen. Exzellente Fußballer und bunte Stars füllen die Reihen des FC Barcelona wie die von Juventus Turin. Beide Vereine und deren Geschichte gehören längst zu den Ikonen des Weltfußballs. Eine Champions League Saison kann wahrlich schlechter enden. Das Potenzial reicht aus, um eine würdige, bei gutem Verlauf sogar grandiose Fußballinszenierung abzuliefern. Die Bühne des Berliner Olympiastadions ist für ein Fußballfest gerichtet. Wetterfrösche künden von einem Sommertag, der sich laut Prognosen kurz vor dem Spiel in einem heftigen Gewitter entlädt, welches mit Anstoß aber sein Grollen eingestellt haben soll und der Partie eine frische Brise vorausschickt. Dann liegt es endlich bei den Teams. Der FC Barcelona sicher in einer öffentlichen Favoritenrolle. Juventus Turin in der Wohlfühlposition eines Außenseiters mit Chancen. Oft halten Endspiele nicht, was große Namen versprechen, aber es gibt immer Ausnahmen. Hoffen wir auf einen Sieg des Fußballs. Möge der Bessere gewinnen und nicht Fehlentscheidungen den sportlichen Tag trüben. Magath & Fußball wirft einen Blick auf die möglichen Siegchancen beider Teams. So oder so, es riecht nach Triple. Zwei Teams – zwei Meinungen. Weiterlesen

Meisterstück im Calderón


Veröffentlicht am 18. Mai 2015

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Barca macht den 23. Ligatitel klar

Am 17. Mai 2014 sicherte sich Atlético Madrid mit einem 1:1 in Barcelona die Meisterschaft. Revanchieren konnten sich die Katalanen im Januar 2015 binnen 17 Tagen gleich dreifach: Erst siegte Barca in der Primera División, dann folgten Hin- und Rückspiel im Pokal-Viertelfinale, zwei weitere Siege der Blaugrana und gleichzeitig das Startsignal für eine furiose zweite Saisonhälfte in allen Wettbewerben. Auf den Tag genau ein Jahr nach der Atlético-Party im Camp Nou hielt der Spielplan für alle Barca-Anhänger nun eine besondere Konstellation bereit. Bei vier Zählern Vorsprung auf Real Madrid benötigte der Tabellenführer aus den verbleibenden beiden Spielen noch genau einen Sieg. Seinen ersten Matchball hatte der FC Barcelona am 17. Mai 2015 ausgerechnet im Estadio Vicente Calderón, der Heimstätte des amtierenden Titelträgers. Die Rojiblancos ihrerseits im Zwiespalt: Entweder den Gästen beim Feiern zusehen, oder dem Stadtrivalen mit einem Sieg vielleicht doch noch zur Meisterschaft verhelfen. Beide Szenarien wenig verheißungsvoll, Atlético entschied sich also für den sportlichen Wettkampf, wollte zudem Platz drei und die direkte Champions League Qualifikation unter Dach und Fach bringen. Daraus aber wurde nichts. Barca ließ sich die Chance auf Meistertitel Nummer 23 und einen entspannten Saisonausklang gegen La Coruña am kommenden Samstag nicht entgehen, schlug Atlético auch im vierten Vergleich des laufenden Spieljahres und nahm mit knallenden Sektkorken im Calderón endgültig Rache für 2014. Weiterlesen

Juve und Barca fahren nach Berlin


Veröffentlicht am 14. Mai 2015

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Real verpasst erste Titelverteidigung – Bayern raus mit Applaus

Das Champions League Endspiel im Berliner Olympiastadion findet ohne Beteiligung einer deutschen Mannschaft statt, gegen einen FC Barcelona in Topform reichte es für die Bayern zwar immerhin zu einem knappen Sieg im Rückspiel, nicht aber zum Finaleinzug. Luis Enrique damit weiter auf Pep Guardiolas Spuren und im ersten Dienstjahr in Katalonien auf Triple-Kurs. In der deutschen Hauptstadt trifft die Blaugrana in dreieinhalb Wochen auf einen Gegner, dem wohl nur die Wenigsten vor Saisonbeginn einen solchen Husarenritt auf internationaler Bühne zugetraut hätten. Juventus Turin verhinderte den spanischen Clasico in Berlin, setzte sich in der Summe nicht einmal unverdient gegen Real Madrid durch und wird Barcas Offensivzauber – so viel ist jetzt schon sicher – ein knallhartes Abwehrbollwerk entgegenstellen. Weiterlesen

Road to Berlin


Veröffentlicht am 5. Mai 2015

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Wer übersteht die letzte Etappe?

Zum allerersten Mal kehrt Pep Guardiola am Mittwoch zwar als respektierter Freund, aber auch als erbitterter Gegner an den Ort zurück, der ihn einst zu dem werden ließ, der er heute ist. Die Voraussetzungen für den Architekten jenes schwindelerregenden Tiki-Taka Barca-Spiels, das an guten Tagen jede Mannschaft der Welt aussehen lässt wie eine Schülerauswahl, sind im Camp Nou diesmal allerdings bei weitem nicht ideal, denn Guardiolas Bayern plagen große Verletzungssorgen. Während die Katalanen ihren Zögling mit dem Rückenwind von 14 Ligatreffern aus den letzten beiden Partien gegen Getafe und Córdoba empfangen, mussten die Münchner nach dem Pokalaus gegen Dortmund am Wochenende auch eine Niederlage in Leverkusen verdauen. Das Team von Luis Enrique, der in seinem ersten Jahr als Barca-Coach weiterhin nicht weniger als das Triple im Visier hat, sinnt auf Revanche für das Halbfinal-Aus vor zwei Jahren und ist der klare Favorit. Hierzulande etwas im Schatten des Guardiola-Spektakels, dabei aber nicht weniger klangvoll, das zweite Halbfinale zwischen Juventus Turin und Real Madrid – der Ausgang nur schwerlich vorherzusehen. Bei den Königlichen strebt Carlo Ancelotti nicht nur die erste Titelverteidigung der Wettbewerbsgeschichte, sondern die sage und schreibe vierte Champions League Trophäe seiner Trainerkarriere an – nicht zu vergessen seine beiden als Spieler des AC Mailand errungenen Europacups der Landesmeister. Rekordverdächtig in jeder Hinsicht. Real in La Liga zuletzt mit sieben Siegen am Stück, dabei mit 27 Toren ebenso treffsicher wie der große Rivale aus Katalonien. Juve allerdings muss Reals Offensive nicht fürchten, hat in 34 Ligaspielen bislang erst 19 Gegentore geschluckt und betritt die größte Bühne seit der Finalniederlage 2003 in Manchester gegen Ancelottis Milan obendrein als frischgebackener italienischer Meister. Für Massimiliano Allegri birgt dieses Duell sicherlich auch so etwas wie eine europäische Reifeprüfung. Spannende Tage in den elitären Fußballhochburgen des Kontinents, manch vollmundiger Trainer-Gigant längst außen vor. Guardiola oder Luis Enrique? Ancelotti oder Allegri? Wer übersteht auf der Road to Berlin auch die letzte Etappe? Weiterlesen

Selbst ist der Mann


Veröffentlicht am 2. Mai 2015

„Ich bin nicht hier, um auf das zu schauen, was unsere Konkurrenten so tun. Wir sind auf das nötige Sammeln unserer eigenen Punkte fokussiert. Wenn wir alle unsere Begegnungen gewinnen ist es völlig egal, was die anderen tun.“

(Luis Enrique, Trainer FC Barcelona, Daily Mail, 1. Mai 2015)