Schlagwort-Archive: Magath

Ende der Zusammenarbeit


Veröffentlicht am 1. Dezember 2017

Felix Magath verlässt Shandong Luneng Taishan. Seine Erklärung im Wortlaut.

Shandong Luneng Taishan und ich sind gemeinsam übereingekommen, unsere Zusammenarbeit nach Abschluss der Chinese Super League Saison 2017 nicht fortzusetzen. Ich fühlte mich in China sehr wohl. Durch die neuen Herausforderungen konnte ich meinen fußballerischen Horizont erweitern. China war eine äußerst intensive Berufs- und Lebenserfahrung für mich. Das Land und die Leute bleiben mir unvergessen. Die Großzügigkeit der Menschen und die tolle Gastfreundschaft behalte ich in ausgezeichneter Erinnerung.

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Chinese Super League, Saisonstatistik 2017


Veröffentlicht am 16. November 2017

CSL Abschlusstabelle 2017

# Verein Sp. S. U. N. Tore +/- Pkt. (2016)
1 Guangzhou Evergrande 30 20 4 6 69:42 27 64 (64)
2 Shanghai SIPG 30 17 7 6 72:39 33 58 (52)
3 Tianjin Quanjian FC (N) 30 15 9 6 46:33 13 54 (-)
4 Hebei China Fortune FC 30 15 7 8 55:38 17 52 (40)
5 Guangzhou R&F 30 15 7 8 59:46 13 52 (40)
6 Shandong Luneng
30 13 10 7 49:33 16 49 (34)
7 Changchun Yatai 30 12 8 10 46:41 5 44 (35)
8 Guizhou Zhicheng (N) 30 12 6 12 39:45 -6 42 (-)
9 Beijing Guoan 30 11 7 12 42:42 0 40 (43)
10 Chongqing Lifan 30 9 9 12 37:40 -3 36 (37)
11 Shanghai Greenland 30 9 8 13 52:55 -3 35 (48)
12 Jiangsu Suning 30 7 11 12 40:45 -5 32 (57)
13 Tianjin Teda 30 8 7 15 30:49 -19 31 (36)
14 Henan Jianye 30 7 9 14 34:46 -12 30 (35)
15 Yanbian FC 30 5 7 18 32:64 -32 22 (37)
16 Liaoning Hongyun 30 4 6 20 30:74 -44 18 (36)

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Chinese Super League, 30. Spieltag


Veröffentlicht am 4. November 2017

         

Shandong Luneng – Hebei China Fortune FC 5:4 (2:0)

1:0 Junmin Hao (15.), 2:0 Papiss Demba Cissé (38.), 2:1 Ezequiel Lavezzi (49.), 2:2 Ezequiel Lavezzi (56., Elfmeter), 3:2 Diego Tardelli (60.), 3:3 Xuesheng Dong (71.), 4:3 Diego Tardelli (72.), 4:4 Ezequiel Lavezzi (90., Elfmeter), 5:4 Diego Tardelli  (94., Elfmeter)

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Vierkampf um Platz drei


Veröffentlicht am 26. Oktober 2017

Felix Magath und Shandong Luneng Taishan vor spannendem Saisonfinale

Auf der Zielgeraden der Saison 2017 ist in der Chinese Super League ein Vierkampf um Platz drei und die damit verbundene Qualifikation für die AFC Champions League entbrannt. Neben der Mannschaft aus Hebei, dem starken Aufsteiger Tianjin Quanjian und Guangzhou R&F zählt durchaus überraschend auch Shandong Luneng Taishan zu den Podiumsanwärtern. Nach Platz 14 in der Vorsaison ist dies freilich alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Schon jetzt jedoch hat das Team stolze zwölf Zähler mehr gesammelt als in der kompletten Spielzeit 2016 und stellt zudem den mit Abstand besten Defensivverbund der Liga. Weil auch Platz vier für die Teilnahme am prestigeträchtigen Kontinentalwettbewerb im nächsten Jahr reichen könnte – Voraussetzung ist der Pokalsieg von Shanghai SIPG über den Stadtrivalen Shenhua –, sind die Aussichten zwei Runden vor Schluss nach wie vor glänzend.

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Chinese Super League, 28. Spieltag


Veröffentlicht am 20. Oktober 2017

         

Shandong Luneng – Liaoning FC 3:1 (2:0)

1:0 Diego Tardelli (15.), 2:0 Papiss Demba Cissé (38., Foulelfmeter), 3:0 Jingdao Jin (61),
3:1 Hao Wang (90.)

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Chinese Super League, 27. Spieltag


Veröffentlicht am 14. Oktober 2017

         

Tianjin Quanjian FC – Shandong Luneng 0:0

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Felix Magath im Cicero (Auszüge)


Veröffentlicht am 29. September 2017

China und Shandong Luneng

„Ich maße mir nicht an, das Land zu kennen. Hier ist alles anders – vor allem die zu Recht gerühmte Gastfreundschaft der Chinesen. Sie beeindruckt mich sehr und erfreut mich täglich immer wieder neu. Mir gefällt es hier, ich finde Land und Leute hochspannend. Shandong Luneng ist ein großer Traditionsverein. Die Trainingsbedingungen sind hier fantastisch.“

„Wer in ein fremdes Land kommt, der muss sich anpassen, um akzeptiert zu werden. Wer sich integrieren will, ist hier herzlich willkommen. Deshalb interessiere ich mich sehr für die kulturellen und gesellschaftlichen Verhältnisse.“

Kindheit

„Ich lebte in Aschaffenburg mit meiner aus Ostpreußen vertriebenen Mutter, meiner Großmutter, einem Onkel, dessen Frau und schließlich auch mit dessen beiden Kindern in einer Zweizimmerwohnung.“

Arbeit, Ehrgeiz und Berufsauffassung

„Ich bin eigentlich immer unzufrieden, mit allem, auch mit mir, denn ich will immer das Maximum. Es gibt sicher viele Wege zum Erfolg, aber ich habe in meiner Zeit als aktiver Spieler beim HSV erfahren, dass man durch Arbeit und Disziplin, auch dadurch, dass man eigene Interessen zurückstellt, bis nach ganz oben kommen kann. Diesen Weg möchte ich meinen Spielern vermitteln.“

„Fußball ist für viele heute nur ein Job. Es sollte aber ein Beruf sein. Und ich möchte, dass die Spieler ihren Beruf erfolgsorientiert ausüben. Ohne Ehrgeiz gibt es keinen Erfolg, nirgends. Ein Sportler ist jemand, der daran arbeitet, besser zu werden. Wer seinen Beruf ernst nimmt und das Maximum erreichen will, darf es sich nicht bequem machen. Ich habe immer großen Wert auf Fitness, Disziplin und Ordnung gelegt. Es geht nicht darum Spieler zu quälen, sondern sie besser zu machen.“

 Wie bei Walt Disney

„Ich beobachte den Trend zum körperlosen Spiel und, damit einhergehend zur Schauspielerei. Weil für die Spieler derart viel Geld ausgegeben werden muss, werden Zweikämpfe als Angriffe auf das Vereinskapital dargestellt. Nach jedem Zweikampf eilen die Betreuer und Therapeuten auf den Platz, der Spieler wälzt sich und bleibt lange liegen, Eis wird in rauen Mengen gesprüht; es fehlten eigentlich nur noch die Geier mit der Bahre aus dem „Fußballspiel der Tiere“ von Walt Disney. Ich plädiere eher für Aufstehen und Weitermachen.“

HSV und Hamburg

„Nur zum HSV habe ich eine dauerhafte emotionale Bindung, auch wenn diese in den letzten Jahren sehr auf die Probe gestellt wurde. Anfangs fühlte ich mich beim HSV wie eine kleine Wurst und wollte wieder weg. Ab dem dritten Jahr erst begann ich mich wohlzufühlen. Heute ist Hamburg für mich die lebenswerteste Stadt überhaupt – auch wenn das die Münchner nicht gerne hören.“

Begrifflichkeiten

„Um im Fußball modern zu erscheinen, ist man momentan geradezu versessen auf statistische Daten und Leistungstests. Man spricht auch gerne von „vertikalen Pässen“ oder dem Ball, der in die „Schnittstelle der gegnerischen Abwehr gespielt“ werden müsse. Das klingt so, als hätten früher die Fußballspieler nicht den Pass in die Tiefe gesucht und absichtlich den Gegenspieler angespielt.“

(Felix Magath im Gespräch mit Alexander Kissler. Das vollständige Gespräch mit Fotos und Impressionen im Cicero 10/2017, Oktober 2017)

Cicero | Ausgabe Nr. 10, Oktober 2017


Veröffentlicht am 29. September 2017

Brandheiß und aktuell kommt der neue Cicero ins Haus. Herausgeber, Redaktion und Gastautoren bieten mit gewohnter Akkuratesse ein hochspannendes Panorama an Themen und beleuchten mit Herzblut und Verve den Istzustand unserer Republik. Die Cicero-Macher nehmen die Ergebnisse der Bundestagswahl unter die Lupe und begnügen sich nicht mit einem Kratzen an der Oberfläche. Cicero nennt die Dinge beim Namen, schafft einen freien Blick und verkleistert dabei nicht die Gedanken seiner Leserschaft. Ein guter Wegweiser zur Klarheit. Auch der Fußball ist im Magazin für politische Kultur angekommen.

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Mein Gespräch mit Felix Magath


Veröffentlicht am 28. September 2017

Es war meine erste Reise nach China überhaupt, und ich hoffe, es war nicht meine letzte. Auf vier sommerliche Tage in Shanghai folgten vier Tage in Jinan, wo ich mich mit Felix Magath auf dem Trainingsgelände und im Hotel mehrfach traf. Auch einem Heimspiel von Shandong Luneng unter Flutlicht konnte ich beiwohnen. Zurückgekehrt bin ich mit vielen Erinnerungen, unzählbaren Eindrücken – und einem ebenso exklusiven wie ausführlichen Interview, das in der Oktober-Ausgabe des CICERO zu lesen sein wird. Ich denke, es ist für Menschen, die wie ich an Fußball, an Kultur, an Wirtschaft interessiert sind, eine aufschlussreiche Lektüre. Neues erfährt man, Bekanntes versteht man besser. Felix Magath habe ich als lebendigen, erstaunlich vielseitig interessierten Gesprächspartner kennengelernt.

In gewisser Weise markiert das Interview übrigens eine Rückkehr zur Wurzel meines Schreibens: „Kisslers Konter“, die wöchentliche Kolumne bei www.cicero.de zum politischen Geschehen, war ursprünglich eine Rubrik in der Stadionzeitschrift des 1. FC Kaiserslautern. Damals war der Betze Erstligist. Aber das ist ein anderes Thema, von dem wir heute lieber schweigen.

Alexander Kissler, Ressortleiter „Salon“ beim Monatsmagazin CICERO