Schlagwort-Archive: Martino

Chile – Argentinien 4:1 i.E. (0:0 n.V.)


Veröffentlicht am 5. Juli 2015

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Gastgeber Chile gewinnt erstmals die Copa América

Im Vorfeld bei Fans wie Medien – nicht unter Spielern – ein unappetitliches Geklimper nebst Diffamierungen auf beiden Seiten. Alte politische Rivalitäten machten vor dem Sport mal wieder nicht halt. Dennoch, es traten zum Endspiel der Copa América 2015 die derzeit besten Teams des Kontinents an, kreuzten im Estadio Nacional in Chiles Hauptstadt Santiago die fußballerischen Klingen. In der Vorfeld-Rhetorik viel vom Generationengold die Rede. Dessen Glanz entfaltet sich im Fußball allerdings nicht immer, ist manchmal mehr Fluch als Segen. Auf der anderen Seite gibt es Siege von historischer Bedeutung. Chile gelang einer. Nun gehört man endlich zu den südamerikanischen Titelträgern. Auch Chile trat mit seiner „Goldenen Generation“ an, bessere Fußballer hatte das Land noch nie. Vor allem hatte man niemals ein besseres Team. Weiterlesen

Copa América 2015


Veröffentlicht am 11. Juni 2015

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Südamerika sucht seinen Titelträger

In Chile startet die 44. Auflage der südamerikanischen Kontinentalmeisterschaft. Zwölf Mannschaften spielen um den Titel. Der erste Wettbewerb fand bereits 1916 statt, als in Europa der erste Weltkrieg tobte und Verderben über Menschen und Völker brachte. In Südamerika kreuzte man die Klingen lieber friedlich beim Fußball. Die Chilenen, in der langen Tradition der Copa bereits zum siebten Mal Gastgeber, haben illustre Teams im Land. Titelverteidiger Uruguay, Venezuela, Paraguay, Peru, Ecuador, Kolumbien, Bolivien, Brasilien, Argentinien und als Gastmannschaften Jamaika und Mexiko komplettieren das Feld. Chile hatte einen starken Auftritt bei der WM und will die Copa auf Heimatboden endlich gewinnen. Das Land aus dem Südwesten des Kontinents nahm an 36 Turnieren teil, konnte sich aber nie in die Siegerliste eintragen. Mexiko überzeugte ebenfalls bei der WM, ist in guter Verfassung. Titelverteidiger Uruguay befindet sich im Umbruch. Traineraltmeister Óscar Tabárez weiß selber nicht, wie weit sein aktuelles Team um Champions League Sieger Luis Suárez ist. Aber die Urus sind eine Turniermannschaft und mit 15 Titeln der kontinentale Rekordhalter. Klare Mitfavoriten natürlich Argentinien und Brasilien, die ihre Starspieler Lionel Messi und Neymar an Bord haben. Die Gauchos kommen mit dem ehemaligen Barça-Trainer Gerardo Martino, der das Team nach der WM 2014 übernahm. Auch Brasilien mit einem neuen Mann an der Seitenlinie. Der temperamentlose Carlos Dunga ist bereits zum zweiten Mal Chef der Seleção und versucht sich daran, den völlig lädierten Ruf des brasilianischen Fußballs wiederherzustellen. Ein starker Mitfavorit für das Turnier ist das von José Pekerman trainierte kolumbianische Team. Die Mannschaft hat ihre spielerische und personelle Stärke aus dem WM-Jahr bewahrt. Das Auftaktspiel bestreiten Chile und Ecuador am 11. Juni 2015 um 20.30 Uhr im Estadio Nacional de Chile in der chilenischen Hauptstadt Santiago. Für Europäer ist es dann bereits 1.30 Uhr in der Nacht des 12. Juni 2015. Das Endspiel am 4. Juli 2015 findet ebenfalls im Estadio Nacional de Chile statt.

Redaktion Magath & Fußball

Meisterstück im Calderón


Veröffentlicht am 18. Mai 2015

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Barca macht den 23. Ligatitel klar

Am 17. Mai 2014 sicherte sich Atlético Madrid mit einem 1:1 in Barcelona die Meisterschaft. Revanchieren konnten sich die Katalanen im Januar 2015 binnen 17 Tagen gleich dreifach: Erst siegte Barca in der Primera División, dann folgten Hin- und Rückspiel im Pokal-Viertelfinale, zwei weitere Siege der Blaugrana und gleichzeitig das Startsignal für eine furiose zweite Saisonhälfte in allen Wettbewerben. Auf den Tag genau ein Jahr nach der Atlético-Party im Camp Nou hielt der Spielplan für alle Barca-Anhänger nun eine besondere Konstellation bereit. Bei vier Zählern Vorsprung auf Real Madrid benötigte der Tabellenführer aus den verbleibenden beiden Spielen noch genau einen Sieg. Seinen ersten Matchball hatte der FC Barcelona am 17. Mai 2015 ausgerechnet im Estadio Vicente Calderón, der Heimstätte des amtierenden Titelträgers. Die Rojiblancos ihrerseits im Zwiespalt: Entweder den Gästen beim Feiern zusehen, oder dem Stadtrivalen mit einem Sieg vielleicht doch noch zur Meisterschaft verhelfen. Beide Szenarien wenig verheißungsvoll, Atlético entschied sich also für den sportlichen Wettkampf, wollte zudem Platz drei und die direkte Champions League Qualifikation unter Dach und Fach bringen. Daraus aber wurde nichts. Barca ließ sich die Chance auf Meistertitel Nummer 23 und einen entspannten Saisonausklang gegen La Coruña am kommenden Samstag nicht entgehen, schlug Atlético auch im vierten Vergleich des laufenden Spieljahres und nahm mit knallenden Sektkorken im Calderón endgültig Rache für 2014. Weiterlesen

Keine Revanche


Veröffentlicht am 3. September 2014

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„Es ist eine Art Revanche, ja. Aber wenn wir gewinnen, bringt das auch nichts.“
(Sergio Agüero, kicker Sportmagazin, 1. September 2014)

„Es ist vielleicht so etwas wie ein guter Test vor der EM-Qualifikation, bevor es sozusagen im Alltag wieder richtig zur Sache geht und wir uns dort wieder neu beweisen müssen. Wir wollten einen starken Gegner, das sah unsere Planung vor. Ich glaube, man kann den Leuten das Gefühl des WM-Finales ein bisschen zurückgeben. Aber es hat natürlich nicht diesen Stellenwert. Es gibt keine Revanche für Argentinien, kann es nicht geben, denn der WM-Titel ist wichtiger als alles andere.“
(Joachim Löw, Videointerview ZDFsportonline, 2. September 2014)

„Es ist schon eine Herausforderung, dieses erste Spiel als Trainer – und das gegen den Weltmeister. Das Spiel hat nichts mit dem WM-Finale zu tun. Das Ergebnis können wir nicht wiedergutmachen.“
(Gerardo Martino, Pressekonferenz Düsseldorf, 2. September 2014)

„Ich finde es schade, dass das Spiel jetzt stattfindet. Zum jetzigen Zeitpunkt hat es keine Bedeutung. Dafür sind die Eindrücke aus Brasilien noch zu frisch. […] Vielleicht ist es für die Argentinier eine Motivation, so schnell wieder gegen Deutschland spielen zu können. Sie sind sich immer noch bewusst, dass sie die deutsche Mannschaft hätten besiegen können – ja, vielleicht müssen. Ich war im Stadion und habe es hautnah miterlebt. Die Argentinier werden sich noch jahrelang ärgern, dass sie ihre Chancen nicht genutzt haben. Sie hatten die klareren Möglichkeiten. […] Es ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass Deutschland beim Abseitstor von Higuain Glück hatte. Auch als Manuel Neuer ihn abgeräumt hat, war es Glück, dass es kein Rot gab.“
(Jens Lehmann, Interview Die Welt, 3. September 2014)

„Deutschland war die konstanteste, reifste Mannschaft. Im Finale hat Argentinien seine beste Turnierleistung gezeigt. Und wenn sie am Anfang das Tor machen, dann holen sie vielleicht den Titel. Aber Deutschland war das beste Team der WM, spielte am besten, am intelligentesten, verstand es, seine Pläne umzusetzen. Sie haben gelernt aus den letzten WM-Turnieren.“
(César Luis Menotti, kicker Sportmagazin, 1. September 2014)

And the Winner is: Atlético Madrid


Veröffentlicht am 17. Mai 2014

Diego Simeone und Tata Martino

Diego Simeone und Tata Martino

Finaltag in der Primera División brachte Entscheidung im spanischen Titelkampf

In einem feuchten Spiel – Berlin zeigte seinen Gästen ein arg nasses Gesicht – ging der Pokalsieg nach München. In einem Spiel unter Gleichwertigen gewannen die Bayern 2:0 gegen den BVB obwohl Dortmund in Minute 64. eigentlich das 1:0 machte, aber wie so oft… Und es regnete und regnete, derweil die Fußballsonne über einer anderen Finalentscheidung strahlte. Spanien hat beim Wetter oft die Nase vorn. Ob dies weiterhin auch für den Fußball gilt wird ein Brasilianischer Sommer zeigen. In Spanien ist der Pokal längst vergeben, man stand vor dem letzten Spieltag, es sollte nochmals spannend werden. Real Trainer Carlo Ancelotti wurde nach dem Champions League Spiel gegen die Bayern wegen seiner aufgegangenen Taktik in den Fußballhimmel gehoben. Von dieser Verklärung profitierte auch das Weiße Ballett, man war wieder da und alle Unbill der Saison vergessen. Bei den Königlichen schlug man sich selbstgewiss auf die Schulter. Das freudige Abklatschen war kaum verhallt, da folgten auf dem Fuße zwei Remis und eine Niederlage in der Primera División, die Meisterschaft war verspielt. Lokalrivale Atlético bekam die Meistertrümpfe endgültig in die Hand, begann aber seinerseits zittrig zu werden, geplante Punkte blieben liegen. Das madrilenische Zittern auf der Zielgeraden brachte die schon geschlagene Truppe des FC Barcelona wieder ins Rennen und in die Nähe eines Matchballs. Es lief tatsächlich auf ein Meisterschaftsendspiel im Camp Nou hinaus, Heimvorteil Barca. Nur ein Sieg musste her und der Titel würde nach Katalonien gehen. Weiterlesen

Was ist los bei Barca?


Veröffentlicht am 14. April 2014

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„Die Menschen sollten nicht zornig auf die Mannschaft oder den Trainer sein. In Barcelona entscheidet seit vier Jahren nicht mehr der Trainer. Martino tut, was er kann. Aber es ist sehr schwierig, wenn man etwas beschließen will und die Clubspitze einen nicht gewähren lässt. Die Fehler werden in der Vereinsführung gemacht. Neymar ist ein Opfer des Geldes, seines Vaters und des Clubs. Ein 21-jähriger Junge, der sich verbessern kann, dem es aber auch erlaubt sein muss, einmal ein paar Fehler zu machen. Was mit dem Jungen getan wird, ist ungerecht. Vor ein paar Tagen war Messi noch der Beste der Welt und nun soll er der Schlechteste sein? Er ist ein grandioser Fußballer. Warum sollte er das nun nicht mehr sein? Die Leute brauchen immer jemanden, dem sie die Schuld geben können. Die Behauptung, die Spieler hätten ihren Siegeswillen verloren und die Zeit von Barca sei um, ist Schwachsinn, den die Presse schreibt.“

(Johan Cruyff, Interview Marca, 10. April 2014)

Halbzeit – Primera División


Veröffentlicht am 15. Januar 2014

Spitzentrio dominiert spanische Liga

Diego Costa kann von Dani Alves und Javier Mascherano in dieser Szene zwar noch am erfolgreichen Torabschluss gehindert werden, erzielte in dieser Spielzeit aber schon 19 Ligatreffer für Atlético Madrid.

Diego Costa kann von Dani Alves und Javier Mascherano in dieser Szene zwar noch am erfolgreichen Torabschluss gehindert werden, erzielte in dieser Spielzeit aber schon 19 Ligatreffer für Atlético Madrid.

Der Fanfarenstoß dieser Kampfansage war laut und deutlich vernehmbar. Florentino Pérez hatte Real weiter nach seinem Bilde aufgerüstet, Wunschspieler Gareth Bale und Wunschtrainer Carlo Ancelotti wurden Teil der Königlichen. Die lauten Töne Richtung Katalonien sorgten bei Barça aber nicht für Furcht, weckten dagegen die Geister eines unmittelbaren Nachbarn. Atlético Madrid spielt die beste Saison seit 1996, der letzten Meisterschaft des Clubs. Beim FC Barcelona bleibt man gelassen, zwei Südamerikaner sorgten dafür. Der Brasilianer Neymar liefert sofort Spitzenleistungen und die ruhige aber unbeirrbare Art des Trainers Gerardo Martino bekommt dem Team gut. Weiterlesen

Simeone ist langweilig – Martino macht eine Ansage


Veröffentlicht am 13. Dezember 2013

„Die Liga ist langweilig. Es gibt wenige Möglichkeiten, wenn man nicht Barça oder Real Madrid ist. Real Madrid und Barcelona spielen in einer anderen Liga. Das ist eine langweilige Meisterschaft.“

(Diego Simeone, Trainer Atlético Madrid, Pressekonferenz, 23. November 2013)

„Atlético Madrid ist kein Geheimfavorit, sondern ein echter Titelkandidat in der Champions League“.

(Gerardo Martino, Trainer FC Barcelona, Pressekonferenz, 11. Dezember 2013)