Schlagwort-Archive: Moment

Felix Magath über…


Veröffentlicht am 29. Dezember 2015

Glück
„Das ist nur ein Moment. Es kommt manchmal unverhofft, manchmal ist es angestrebt. Glück hat etwas Flatterhaftes. Es kommt und geht.“

Gesundheit
„Je älter ich werde, desto bewusster gehe ich damit um. Da geht es mir sicher wie anderen Leuten auch. Gesundheit ist nichts Allgemeines, sondern sehr individuell.“

Glaube
„Nur so viel: Ich glaube an Gott und bin in der evangelischen Kirche.“

(Felix Magath, Interview BZ-Berlin, 13. Dezember 2011)

So ist Fußball


Veröffentlicht am 9. November 2015

„Wenn in der Nachspielzeit zwei Tore fallen und die Partie noch kippt, ins Absurde. Oder wenn an einem Samstag im Mai ein Sonntagsschuss alles entscheidet, die ganze Saison. Das ist der Moment, in dem Reporter „So ist Fußball“ sagen, um zu erklären, was anders nicht zu erklären ist: dass Fußball ein eigener Planet ist, mit seinen eigenen Gesetzen. Eine Spielwelt, in der alles möglich ist, auf dem Platz, aber auch daneben. Beherrscht von Fußballgöttern, bevölkert von fiebrigen Fans, beklatscht von Jubel-Journalisten. Diesen Mitspielern, die alle so tun, als wären die Regeln des Spiels das echte Leben. Ja, so ist Fußball.“

(Der Spiegel, „Absolutes Vertrauen“, Ausgabe 46/2015)

Island auf Wolke sieben


Veröffentlicht am 17. Oktober 2014

„Wir sind im siebten Himmel. Es ist nicht nur erstaunlich – es ist historisch und wir sind sehr stolz. Wir zerkleinerten Holland, ein Team, das wir noch nie besiegen konnten. Lars Lagerbäck ist das Beste, was dem isländischen Fußball passieren konnte. Die Spieler haben großen Respekt vor ihm. Der Trainer hat nicht einen einzigen Fehler gemacht, seit er übernommen und den Verband professionalisiert hat. Spieler wie Ragnar Sigurdsson, Kolbeinn Sigthorsson, Gylfi Sigurdsson und Emil Halle Fredsson sind die „goldene Generation“ unserer Insel. Wir hatten noch nie so viele gute Spieler. Einige halten Island im Moment für das beste Team in Skandinavien.“

(Tomas Thordarson, Tageszeitung Fréttablaðið, Island, 14. Oktober 2014)

Hillsborough-Stadion, Sheffield, 15. April 1989


Veröffentlicht am 15. April 2014

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Fast unbemerkt, sich dann eruptiv ins Bewusstsein brechend, nahm die Katastrophe ihren Lauf, offenbarte am Ende des Tages ihre grausigen Ausmaße. Während des FA Cup Halbfinalspiels am 15. April 1989 zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest im Hillsborough-Stadion in Sheffield fanden 96 Menschen den Tod, hunderte Fans wurden schwer verletzt. Der Tod veränderte schlagartig die Chronik des Ereignisses. Technische Unzulänglichkeiten, menschliches Versagen und Panik im Angesicht des Dramas führten zu einer Verkettung tragischer Umstände, in deren Verlauf viele Menschen, in einem für die Liverpooler Fans vorgesehenen Block, erdrückt und totgetrampelt wurden. Die Abläufe sind hundertfach geschildet, das Unfassbare in Worte gekleidet worden. Im Augenblick des Todes gibt es einen Moment des Innehaltens. Auch mit gedenkender Rückschau sollte kein Lärm verbunden sein. 25 Jahre nach der Katastrophe gebührt ehrendes und mahnendes Gedenken einzig den Opfern und Respekt wie Mitgefühl den Angehörigen, ihnen gehört der Augenblick der Stille.

Die Erschütterung, die von diesem Sterben ausging, hält bis heute an. Diese Toten gehören seither zum Leben in Liverpool und auf ewig zur Fußballfamilie der Reds. Im Erinnern an die Opfer liegt ein Stück Menschlichkeit, sie wurden nie vergessen. Noch lange werden ihre Leben vielerorts spürbar sein und nachwirken. Die Sprache wird immer ein unzulängliches Instrument bleiben, wenn es um die Erinnerung an dieses Ereignis geht. Eindrucksvoll und mit großer Würde gedachten der englische Fußball und seine Protagonisten am vergangenen Spieltag der Toten von Hillsborough, knüpften ein Band der Zusammengehörigkeit von Rasen und Tribüne. Vor Anpfiff jeder Partie, tiefes und spürbares Schweigen in einem ergreifenden Moment völliger Ruhe. Eine Gedenkminute von beeindruckender Schlichtheit und stiller Größe. Auch hier mögen die Worte nun enden und mit einem Satz von Elias Canetti der Toten gedenken:

„Den Tod widerstehen, das heißt: sich erinnern.“

Redaktion Magath & Fußball

Zivilcourage oder vom tätigen Leben


Veröffentlicht am 31. Januar 2014

Die filmische Geschichte von Fußballern, die Vorbilder wurden

„Tapfer sind solche, die Taten vollbringen, an die ihr Mut nicht heranreicht“ hat der Komponist Arnold Schönberg einst gesagt. Wie mutig die Protagonisten des ARTE-Dokumentarfilms von Éric Cantona, Gilles Rof und Gilles Perez „Rebellen am Ball“ sind, wissen wir nicht, aber wir nehmen rückblickend teil an ihrer Tapferkeit. Natürlich kann man sich auf YouTube köstlich an Delikatessen aus der Fußballwelt delektieren und sich an phantastischen Clips berauschen, dabei das eigene Fußballherz höher schlagen lassen. Wer hat nicht seinen Lieblingsclip, der werfe bitte den ersten Stein. Aber auch für die Schärfung von Verstand und Alltagstauglichkeit, den Moment des reflektierten Nachdenkens außerhalb des grünen Rasens, bietet der Fußball einiges, man muss nur hinsehen wollen.  Ein Beispiel in Sachen Zivilcourage und Anstand bietet diese spannungsreiche ARTE-Produktion aus dem Sommer 2012. In der Hauptrolle: Fußballer. Wir erleben pures wie ungeschöntes Leben, haben teil an menschlicher Größe. Fußball, längst ein durchgeplantes Event, welches keine Schatten in der bonbonfarbenen Traumwelt duldet und des Öfteren mit der Lebenswirklichkeit auf diesem Planeten nicht korrespondiert, hier von einer ganz anderen Seite.

Eric Cantona

Eric Cantona

Die im Film vorgestellten Spieler sind keine geborenen Helden oder gar Engel, auf dem Platz konnten Sie austeilen und den eigenen Vorteil schamlos, wie eisern nutzen. Der die Dokumentation tragende Moderator ist beileibe auch kein Unbekannter. Éric Cantona ist eine Legende Weiterlesen

Im Moment besser


Veröffentlicht am 1. November 2013

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„Ist Zlatan Ibrahimović besser als Lionel Messi und Cristiano Ronaldo? Im Moment würde ich sagen, das ist er. Mit 32 weiß man, wie man das Beste aus seinem Talent herausholen kann.“

 

(Arsène Wenger, Interview TF1-Telefoot, 26. Oktober 2013)

Felix Magath zur Situation beim HSV


Veröffentlicht am 17. September 2013

„Als Beobachter ist man aus meiner Sicht ein bisschen verwundert, denn im Mai, nach der letzten Saison, nachdem Thorsten Fink schon anderthalb Jahre beim HSV war, hat weder der Aufsichtsratschef noch der Vorstandschef einen Zweifel daran gelassen, dass Thorsten Fink der richtige Trainer ist. Wenn jetzt jemand auf einmal dann vier Spieltage später gehen muss, dann frage ich mich, warum er Ende Mai noch der Richtige war und jetzt im September auf einmal der Falsche ist, das leuchtet mir nicht ganz ein.“

„Der HSV liegt mir am Herzen. Aber bei diesem HSV sehe ich jetzt nicht, dass eine Person wirklich helfen könnte. Aus meiner Sicht kann es nur Herr Kühne sein. Außer einer besseren sportlichen Entwicklung gehe ich davon aus, dass der HSV auch Geld braucht. Geld fällt nicht vom Himmel, das muss jemand mitbringen. Ich sehe im Moment außer Herrn Kühne niemanden, der bereit wäre, dem HSV zu helfen. Aus Gesprächen mit Herrn Kühne weiß ich, dass er halt gern helfen würde, aber er möchte natürlich sein Geld, was er dann zur Verfügung stellt, auch sinnvoll verwendet sehen.“

„Ich bin in dieser Frage (Trainer) im Grunde noch nicht entschieden, ich könnte mir vorstellen, wieder als Trainer zu arbeiten, bin aber auch schon so lange dabei, dass es vielleicht gar nicht so schlecht wäre, mal etwas anderes zu machen.“

(Felix Magath, Video-Interview auf bild.de, 17. September 2013)