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Football and Crime


Veröffentlicht am 8. November 2015

Philip Kerrs Fußballthriller spielt in London.

Philip Kerrs Fußballthriller spielt in London.

Ein spannender Fußballkimi ist auf dem Markt

Auf den Außenstehenden wirkt die kollektive Hysterie des Fußballs stets etwas sonderbar. Die Fußballgemeinde dagegen ist enthusiasmiert und hält alles für völlig normal. Zwischen diesen Polen liegt der Stoff für gute Geschichten. Von einer interessanten Variante soll hier erzählt werden. Assistenztrainer Scott Manson ist beim Fußballclub London City unter Vertrag, einem der wichtigsten Vereine in der Premier League. Dort arbeitet er unter dem portugiesischen Startrainer und Manager João Gonzales Zarco, der größte Trainerzampano auf dem globalen Fußballmarkt. Es ist Weihnachten, schwierige Transfers müssen geregelt werden und der Boxing Day steht vor der Tür. Wir tauchen mit Wucht in den Alltag des englischen Fußballs und einer Welt, die den Ball für den Mittelpunkt der Erde hält. Trainiert wird bei London City in Hangman’s Wood, das hypermoderne Stadion am Silvertown Dock nennen die Londoner Crown of Thorns. Der vierzigjährige Scott Manson bewundert seinen eloquenten wie reizbaren Chef Zarco und hasst Weihnachten. Für beides hat er allerdings wenig Zeit. Erst erhängt sich ein langjähriger Freund, mitten im Crown of Thorns wird dann auch noch der große Zarco tot aufgefunden. Mord liegt in der Luft. Der ukrainische Oligarch Viktor Sokolnikow, seines Zeichens Milliardär und fußballverrückter Besitzer des Clubs London City, weiß um die Spürnase seines Co-Trainers und mag keine Polizei. Scott Manson macht er schnell zum Zarco-Nachfolger und verpflichtet ihn zu internen Ermittlungen im Verein. Weiterlesen

Eine Tragödie von vielen


Veröffentlicht am 27. Oktober 2014

Senzo Meyiwa: * 24. September 1987 in Durban, † 26. Oktober 2014 in Vosloorus.

Senzo Meyiwa: * 24. September 1987 in Durban, † 26. Oktober 2014 in Vosloorus.

Verbrechen machen vor der Sportwelt nicht halt

Bewaffnete Raubmörder haben in der Nähe von Johannesburg/Südafrika den 27-jährigen Senzo Meyiwa hingerichtet. Anders kann man den Mord wegen eines Mobiltelefons wohl nicht nennen. Weil Meyiwa sich der gewaltsamen Drohung nicht beugte und die Herausgabe seines Handys verweigerte, wurde er niedergeschossen. Die Verletzungen erwiesen sich als tödlich, auf dem Weg ins Krankenhaus verlor er sein Leben. Die Meldung wäre weder in die Fußballwelt noch zu den Menschen außerhalb Südafrikas vorgedrungen, wenn es sich bei Senzo Meyiwa nicht um den Torwart und Kapitän der Südafrikanischen Fußballnationalmannschaft gehandelt hätte. Er ist Opfer und Zahl in einer unfassbaren Kette von Gewaltverbrechen, die den Alltag in Südafrika bestimmen und die Menschen dort heimsuchen. Laut südafrikanischer Polizeistatistik findet im Land alle drei Minuten ein Einbruch, alle fünf Minuten ein Überfall und etwa alle 30 Minuten ein Mord statt. Eine tägliche Zahl von um die 50 Mordopfer lässt die Menschen in ihrem Grauen abstumpfen. Die Ermordung von Senzo Meyiwa sorgt einen Tag für Schlagzeilen und Aufmerksamkeit, den Fortgang der Gewalt wird sie leider nicht stoppen. Beileid und Mitgefühl gilt der Familie, den Angehörigen und Freunden von Senzo Meyiwa.

Redaktion Magath & Fußball