Schlagwort-Archive: München

Literaturhaus München


Veröffentlicht am 4. September 2019

Große Literatur, tolle Autoren und guter Kaffee

Fassade Literaturhaus München (Foto T. Dashuber)

Ich bin gerne im Literaturhaus München. Das dortige Team um die Leiterin Tanja Graf leistet hervorragende Arbeit für das kulturelle Leben unserer Stadt. Ein herausragendes kulturelles Angebot, tolle Autoren und deren Bücher sorgen für literarische Highlights am Fließband. Um so einen Ort der Kultur, der Lesungen und des offenen Gespräches beneiden uns viele Städte auf der ganzen Welt. Flair, guter Kaffee und eine angenehme Atmosphäre tun ihr übriges, laden ein und machen den Aufenthalt zu einer Entspannung und Bereicherung. Wir Münchner wissen, was wir am Literaturhaus haben. Auch den Gästen unserer Stadt kann man den Weg ins Literaturhaus nur empfehlen. Es lohnt. Unbedingt vorbeischauen.

Brasserie im Literaturhaus (Foto T. Dashuber)

Am 20.11.2019 um 20.00 Uhr werde ich selbst an einer Podiumsdiskussion im Literaturhaus München teilnehmen und Gast bei der Buchvorstellung „Gerd Müller. Geschichte eines Fußballgenies“ sein. Ich danke dem engagierten Team des Literaturhauses für die Einladung und freue mich auf den Autor Hans Woller, einen spannenden Abend und eine anregende Diskussion.

Felix Magath

Dein Lauf rettet Leben!


Veröffentlicht am 9. März 2019

Organspende im Fokus – 8. Takeda Organspendelauf im Englischen Garten in München.

Bereits zum achten Mal fällt am Mittwoch, 27. März 2019, um 18 Uhr der Startschuss zu einer ganz besonderen Sportveranstaltung: Im Englischen Garten in München, im Nordosten der bayerischen Landeshauptstadt am Westufer der Isar, treffen sich 1.000 Läuferinnen und Läufer aller Altersklassen zum Takeda Organspendelauf der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Bestzeiten und Podiumsplatzierungen treten an diesem Abend bei allen Teilnehmern zugunsten eines weitaus bedeutenderen Zwecks in den Hintergrund: Zentrales Anliegen des Laufs ist es, das Thema Organspende und Organtransplantation noch weiter in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Mit dabei ist auch Felix Magath, der in seiner Heimatstadt selbst die Laufschuhe schnüren wird.

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Borussen Time


Veröffentlicht am 6. Dezember 2015

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Bayern verliert ein Fußballspiel und Chelsea die Hoffnung

Gladbach, München, Wolfsburg und Dortmund haben dem 15. Spieltag der Bundesliga jeweils eine starke Halbzeit beschert. Punkte konnten daraus nur die beiden Borussen ziehen. Die Fohlen wurden auch für ihre Wettkampfeinstellung im Vorfeld belohnt. Die erste Halbzeit überlebten sie im Borussia Park mit Glück und Keeper Yann Sommer, der zweite Durchlauf war ihr Spiel. Das 3:1 gegen die bajuwarische Übermacht bringt die Gladbacher auf Platz drei. Dieser Umstand ist auch dem 2:1-Auswärtssieg der Namensvettern aus Dortmund zu danken. Diese zeigten den Wolfsburgern, wer die wirkliche Nummer zwei im deutschen Fußball ist. Der BVB in der Volkswagen Arena besser, am Ende aber durch einen diskussionswürdigen Elfmeter beinahe noch um den Sieg gebracht. Ein toller Spielzug bis hin zu Shinji Kagawa konterte den späten Ausgleich der Wölfe in der dritten Minute der Nachspielzeit. Die starke Heimserie der Hausherren von 29 Begegnungen am Stück ohne Niederlage damit beendet. Dortmund ein glücklicher, aber verdienter Sieger – den Reporterverlockungen in Sachen „Bayern-Jäger“ erlag nach Abpfiff dennoch niemand bei den Schwarz-Gelben. Wohltuend. Der Rest eher grau. Leverkusen blamiert sich weiter, wie es kann und richtet sich wohlig im Mittelmaß ein. Hamburgs selbst verordnete Höhenluft ist schon gegen Mainz zu dünn. Schalke feiert einen Sieg über Hannover, als hätte man den FC Barcelona aus dem Stadion gefegt. Im Kampf um die internationalen Fleischtöpfe muss das Borussen-Duo diese Konkurrenten nicht wirklich fürchten. Wie lange der Höhenflug von Hertha anhält, wird zu beobachten sein, das bisherige Erfolgsgebilde scheint euphorisiert wie gleichermaßen fragil. Vieles möglich. Bemerkenswert zieht sich der FC Augsburg langsam am eigenen Schopf aus dem Sumpf und bringt drei wichtige Punkte aus Köln mit in die Heimat. Im Tabellenkeller konnte die Kombination Huub Stevens und Hoffenheim bisher keinen gemeinsamen Dreier einfahren. Sollte dies zur Trennung führen, könnte Huub Stevens seinen Umzugswagen wieder nach Stuttgart lenken, um etwas später von dort aus vielleicht einmal die Station Bremen anzufahren. Weiterlesen

Wohltuend


Veröffentlicht am 3. Dezember 2015

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Borussia Mönchengladbach zeigt Wettkampfgeist

Wenigstens ein Team geht mutig in die Schlacht und sendet nicht schon Tage vor Spielbeginn devote Kapitulationsadressen Richtung Bayern München. Während der Rest der Liga, zahm und furchtsam, die eigene Chancenlosigkeit stets schon vor Anpfiff herausposaunt, um dann grobe Niederlagen mit tiefer Dankbarkeit entgegenzunehmen, sind die Fohlen aus dem Borussia Park auf Krawall gebürstet und wollen es der Guardiola-Truppe am kommenden Spieltag zeigen. Borussia Mönchengladbach will sich nicht kampflos in das Schicksal einer Niederlage fügen und tritt vor dem Spieltag dementsprechend auf. Die Sache kann durchaus schief gehen, der wuchtige Bayern-Express sich auch von der Favre/Schubert-Elf nicht aufhalten lassen. Dennoch gebührt diesen Borussen Respekt, sie erwecken den Eindruck eines tatsächlichen Wettkampfs, den man bei vielen Ligagenossen in Duellen mit den Bayern längst nicht mehr erkennen kann. Die Mitbewerber machen sich die Lederhose bereits voll bevor diese ihnen überhaupt angezogen. Stellvertretend für eine völlig andere Herangehensweise, eine sportliche Wettkampfsicht, soll hier Gladbachs Neuzugang Josip Drmić zitiert werden: „Nie aufgeben – das ist unsere Mentalität. Wenn das Spiel losgeht, steht es auch gegen Bayern 0:0. Und wir sind inzwischen eine Macht.“ Den Gladbachern sei Dank für den Eindruck einer lebendigen Bundesliga.

Redaktion Magath & Fußball

Die Sache mit der Spielidee


Veröffentlicht am 11. November 2015

„Ich habe mein Trainerdiplom nicht mit der Note eins wie Alexander Zorniger bestanden und kann deshalb da doch gar nicht mitreden – bei diesem modernen Stuttgarter Fußball. Es ist ja ein Wahnsinn, wie modern das alles ist. Außerdem habe ich mit meinen Mannschaften nie so gut bei den Bayern gespielt. Hätte man am Samstag die erste Halbzeit streichen können, hätte der VfB ja sogar einen Punkt mitgenommen. Endlich hat also mal ein Trainer eine Spielidee. Hauptsache, man wird hinterher vom Gegner dafür gelobt. Mir ist so eine Spielidee früher nie eingefallen. Man kann natürlich nicht erwarten, dass sich diese Spielidee so schnell umsetzen lässt – aber die zweite Halbzeit war in München ja schon besser als die erste. Bei dieser Spielidee bin ich echt sprachlos. Da stoße ich an meine Grenzen – so realistisch schätze ich mich schon ein. Überhaupt ist es für alle Trainer immer ganz wichtig, sich richtig einzuschätzen.“

(Felix Magath, Stuttgarter Zeitung, 10. November 2015)

1860


Veröffentlicht am 7. November 2015

„In der jetzigen Konstellation drücke ich 1860 München und den Fans die Daumen. Aber ich habe ein bisschen Zweifel, dass das in dieser Saison gut wird. Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt. Die ist bei mir offen und die lasse ich mir auch offen.“

(Felix Magath, Interview Sport1, 6. November 2015)

Selbstaufgabe


Veröffentlicht am 16. Oktober 2015

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Bundesliga verabschiedet die Meisterschaft

Die Zwerge kapitulieren. Den Bayern ist kein Vorwurf zu machen, sie haben sich das hereinbrechende Gesamtlob verdient, erspielt und über Jahre erarbeitet. Das nötige Kleingeld für Mario Götze, Robert Lewandowski, Diego Costa, Arturo Vidal und allem was sonst an Personal nötig selbstverständlich stets zur Hand. En passant haben sie nun auch den Kampfgeist in der Liga des Weltmeisters gebrochen und pulverisiert, eine neue Qualität, so noch nicht dagewesen. Die Kapitulation der ehemaligen Gegner, vielleicht die größte Leistung der Bayern. Die Bundesliga ist von Angst befallen, in einer Art vorauseilendem Gehorsam gehen keine sportlichen Kampfansagen Richtung München, sondern nur noch der kollektive Kotau. Ein Mix aus Huldigungs- und Ergebenheitsadressen erreicht den Tabellenführer im Minutentakt. Vermeintliche Konkurrenten für wenigstens ein Spiel senden Gesten der Selbstaufgabe. Die Übungsleiter schauen aus dem Trainingsanzug wie verirrte Lämmer vor der Schlachtbank, huldigen dem Bayern-Spiel und dessen Trainer schon vor Anpfiff. Staunend, wie Kleinkinder im Spielzeugladen, bedanken sie sich artig, wenigstens dabei sein zu dürfen. Zauberlehrlinge bestaunen Merlin. Wie wirkt dieses Verhalten der Verantwortungsträger eigentlich auf die ihnen anvertrauten Spieler und Mannschaften? Von denen darf doch der Fan und Zuschauer Leistung, Kampf und Einsatz sowie Tore, Siege und Punkte erwarten. Wo ist im Bundesliga-Alltag des Jahres 2015 nur die Courage früherer Herausforderer geblieben? Weiterlesen

Pragmatiker ohne Furcht


Veröffentlicht am 12. Oktober 2015

„Dass Klopp auch ganz anders kann als bei seiner Charme-Offensive für Fans und Medien, werden die Profis rasch lernen. Die Gemütlichkeit hat Grenzen. Das verriet schon der mit gefährlichem Lächeln vorgetragene Satz: „Jeder, der das will, was ich will, kann mein Freund sein. Und es ist nicht schlecht, mein Freund zu sein.“ So gelang Klopp gleich zu Beginn beides, was wichtig war. Im Zeitalter des großen Fußball-Monopolys, der Fifa-Korruption, der eitlen Selbstvermarktung von Spielern und Trainern, in einer Welt, in der sich dieses wunderbar simple Spiel von seinen Wurzeln als kindliches Stück Glück immer weiter zu entfernen scheint, gerade in England, erschien er als jemand, der die Engländer an das Gute im Fußball glauben lässt. Und zweitens schien hinter all der virtuosen Fußball-Romantik auch der gnadenlose Pragmatiker des Spiels durch, als den man ihn in Deutschland kennengelernt hat. „Wenn die anderen besser sind, musst du sie auf dein Level bringen“, sagte er. „Und auf deinem Level kannst du jeden schlagen.“ Klopp, der Anti-Tuchel. Es ist eine Einstellung, die ohne ihn in der Bundesliga zu fehlen beginnt. Niemand, nicht mal mehr seine alte Borussia, traut sich noch, es überhaupt zu versuchen: die Bayern auf sein Niveau herunterzuziehen. Nachfolger Thomas Tuchel zeigte sich vor und nach dem 1:5 in München, als die Dortmunder so chancenlos waren wie niemals unter Klopp, als glühender Bewunderer, ja geradezu als Jünger dessen, was die Bayern und Pep Guardiola tun. Klopp denkt, spricht, handelt anders: Fußball ist nicht das Bewundern, sondern das Bearbeiten des Gegners. Man wird ihn bald vermissen.“

(FAZ Sonntagszeitung, Ausgabe Nr. 41, 11. Oktober 2015)

Premier League mit minderer Qualität?


Veröffentlicht am 5. Oktober 2015

„Wenn Sie sich die Qualität der Spieler anschauen, die nach England kommen, dann denke ich nicht, dass wir hier die besten Spieler Europas oder der Welt haben. Die besten Spieler sind bei Real Madrid, dem FC Barcelona oder Bayern München. Ein Level darunter stehen wahrscheinlich Paris Saint Germain und Juventus. Und darunter ist die Qualität der englischen Klubs anzusiedeln. Ich halte das für keine große Überraschung. Denken Sie über die Qualität der Spieler nach. Glauben Sie, dass irgendein Spieler von unseren Top-Klubs aktuell in Barcelonas Mannschaft spielen würde? Das möchte ich stark bezweifeln. Sie wären auch bei Real Madrid oder Bayern München nicht im Team. Einzig Sergio Agüero ist vielleicht eine Ausnahme.“

(Paul Scholes, Livekommentar BT Sports, 30. September 2015)