Schlagwort-Archive: Neuanfang

Auf nach Frankreich


Veröffentlicht am 13. Oktober 2015

Es ist vollbracht: Erstmals nimmt Wales an einer Europameisterschaft teil. Aaron Ramsey (rechts) bejubelt sein Führungstor im letzten Qualifikationsspiel gegen Andorra.

Es ist vollbracht: Erstmals nimmt Wales an einer Europameisterschaft teil. Aaron Ramsey (rechts) bejubelt sein Führungstor im letzten Qualifikationsspiel gegen Andorra.

Abschluss der EM-Qualifikation

Die deutsche Gruppe nebst Leistung wurde an dieser Stelle schon gewürdigt und beleuchtet, nun ein kurzer Blick auf das Ende der EM-Qualifikation in den anderen Gruppen. Starke Auftritte besonders von Österreich und England. Die Sensation der Qualifikation heißt Albanien. Der große und peinliche Verlierer eindeutig die Niederlande. Beim Betrachten der Konkurrenz darf es schon heute gesagt werden, der Titel in Frankreich 2016 ist für Deutschland durchaus drin. Weiterlesen

Oranje farblos


Veröffentlicht am 9. September 2015

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Niederlande als großer Verlierer des Mega-Spieltags der EM-Qualifikation

Deutschlands Nationalmannschaft in Blüte, wenn auch noch mit kleineren Baustellen versehen. Gegen die Sorgen mancher Fußballnationen eher Petitessen. Ein Nachschlag nebst Titelgewinn bei der EM 2016 liegt daher durchaus im Bereich des Möglichen. Es zeichnet sich kein unüberwindbarer Mitbewerber ab, den das DFB-Team wirklich fürchten muss – Titelverteidiger Spanien, Gastgeber Frankreich und bärenstarke Österreicher wohl Stand heute noch am ehesten in der Lage, der deutschen Mannschaft ein Bein zu stellen. Die Jungs von Joachim Löw können sich aber wahrscheinlich nur selbst schlagen, der Weltmeister scheint gerüstet und die Favoritenbürde gut zu tragen. Das Turnier im nächsten Jahr wird letztendlich Antwort geben. Eine Nation war oft an Deutschlands Favoritenseite und bei großen Turnieren stets ein heißer Kandidat für hohe Weihen, die Niederlande. Diese ist nun tief gefallen. 23 Teilnehmer aus 53 Ländern werden in der Qualifikation ermittelt, es war wohl niemals leichter, eine EM-Endrunde zu erreichen. Dennoch scheint diese flache Hürde für unsere holländischen Nachbarn deutlich zu hoch. Was ist geschehen? Weiterlesen

Endlich vorbei


Veröffentlicht am 2. Juni 2015

Sepp Blatter räumt seinen Thron

Überfällig. Sepp Blatter hat seinen Rücktritt als Präsident des Weltverbandes Fifa angekündigt. Das gab er in Zürich bekannt. Vier Tage nach seiner erneuten Wahl zog Blatter damit endlich Konsequenzen. Alle Beteiligten im internationalen Fußball sollten jetzt weniger wie Funktionäre und mehr wie Sportler denken, die Chance auf einen Neuanfang nicht verspielen. Dieser Rücktritt ist noch keine Erneuerung aber ein Anfang. Ein guter Tag für den Fußball.

Redaktion Magath & Fußball

Drei Kandidaten für ein Halleluja


Veröffentlicht am 27. März 2015

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Auftakt zum FIFA-Präsidenten-Wahlkampf in Wien

Wenn am 29. Mai in Zürich über die FIFA-Präsidentschaft bis ins Jahr 2019 befunden wird, steht nicht weniger als die Glaubwürdigkeit des Weltfußballverbands auf dem Spiel. Der umstrittene Amtsinhaber ist dann exakt 79 Jahre und 80 Tage alt, darf sich gleichwohl berechtigte Hoffnungen darauf machen, dass seinen 17 Dienstjahren an der Spitze weitere vier folgen werden. Mindestens. Denn bei der FIFA erscheint anno 2015 offenbar kein Szenario mehr zu verquer, als dass es nicht doch Mittel und Wege für eine Umsetzung geben würde. Schließlich geht es, das brachte kürzlich erst Wolfgang Bosbach im Gespräch mit Magath & Fußball treffend zum Ausdruck, einzig und allein um das Organisieren von Mehrheiten. Und darin ist Joseph Blatter, das muss man eingestehen, ein Meister seiner Klasse. Gut möglich also, dass der Patriarch des Weltfußballs seinen Kritikern und Gegnern auch über das Frühjahr hinaus die lange Nase dreht. Ein fünfter Blatter-Zyklus aber würde nicht nur die Chance einer Weltmeisterschaft auf Grönland oder den Philippinischen Inseln dramatisch in die Höhe schrauben, er würde wohl vor allem den ohnehin schon ramponierten Ruf der FIFA und damit einhergehend die Reputation des Fußballs in der Welt endgültig und nachhaltig beschädigen. Doch wer bitteschön sollte sich dem entgegenstellen? Der UEFA-Kongress in der Wiener Messehalle D lieferte zumindest erste Antworten auf diese entscheidendste aller Fragen. Weiterlesen

Wiedersehen macht Freude


Veröffentlicht am 8. Dezember 2014

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Thomas Schaaf gehört längst nicht zum alten Eisen

Zugegeben, ein bisschen gewöhnungsbedürftig war es schon, als Thomas Schaaf nach einjähriger Dienstpause im Sommer auf die Bundesligabühne zurückkehrte. Thomas Schaaf, dieser Name war in den Köpfen der Fußballfans eigentlich auf immer und ewig mit dem Grün Werder Bremens verbunden. Plötzlich aber waren da die Frankfurter Vereinsfarben, Rot, Weiß und Schwarz, dazu der Eintracht-Adler und überhaupt war es ja noch nicht allzu lange her, dass der neue SVW-Geschäftsführer Thomas Eichin kurz nach seiner Amtsübernahme im Frühjahr 2013 aus freien Stücken einen Neuanfang ausrief. Der bis dato mit meilenweitem Abstand dienstälteste Trainer der Liga wurde mehr oder minder gegangen, man trennte sich „einvernehmlich“, soweit der übliche Sprachgebrauch. Viel war damals spekuliert worden. Ob Schaaf überhaupt noch in die Neuzeit der Konzept-Trainer passe. Ob Schaaf nach 14 Jahren Amtszeit als Cheftrainer noch Reizpunkte setzen könne. Ob seine Methoden noch zeitgemäß seien. Die Antwort traf Werder Bremen nun zwar mit leichter Verzögerung, dafür umso härter: Ein deutlicher 5:2-Sieg Eintracht Frankfurts hinterließ im ersten Aufeinandertreffen Schaafs mit seiner alten Liebe auf beiden Seiten eine Gefühlswelt, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnte. Weiterlesen

Niederlage = Neuanfang?


Veröffentlicht am 23. Juni 2014

„Die Leute sagen, dass man nach einer Niederlage eine Revolution, einen Neuanfang braucht. Wenn man darüber nachdenkt, muss man sich aber auch fragen, ob es wirklich nur die Verantwortung der erfahrenen Spieler ist. Hatten wir nicht auch junge Spieler? Warum attackiert jetzt jeder die Veteranen? Ich finde es nicht fair, nur die Älteren zu beschuldigen. Wir müssen daran denken, dass wir zusammen verloren haben. Nicht nur die Veteranen, nicht nur die jungen Spieler. Wir müssen fair bleiben. […] Ich glaube nicht, dass wir viele Spieler haben, die aufhören müssen. Aber vielleicht sehen Sie das ja anders.“

(Vicente del Bosque, Pressekonferenz in Curitiba, 22. Juni 2014)

Katalanische Eröffnung


Veröffentlicht am 21. Mai 2014

Luis Enrique vor Umbruch in Barcelona

Frischer Wind. Aufbruch – retour in glorreiche Zeiten – heißt sein Auftrag. Luis Enrique soll die Figuren auf dem Barca-Brett wieder in eine Erfolgsaufstellung bringen. Die Ziele „simpel“: Meisterschaft und Champions League Titel gehören ins Camp Nou, wenn möglich am Stück. Was Cruyff und Guardiola gelang ist auch ihm aufgetragen. Barca auf den europäischen Fußballthron, heimische Liga beherrschen, ewigen Rivalen in Schach halten und Emporkömmlinge zurück in die Schranken weisen. So denkt man wohl in Katalonien, ganz so laut spricht es keiner mehr aus. Das Selbstbewusstsein der letzten Jahre hat Kratzer bekommen. Weiterlesen