Schlagwort-Archive: Niederlage

Wesentlicher Unterschied


Veröffentlicht am 22. Dezember 2015

„Ich sehe keinen Verfolger, der den BVB noch von Platz zwei verdrängen könnte, trotz der Niederlage in Köln. […] Schalke steuert auf eine weitere verschenkte Saison zu.“

(Felix Magath, Kolumne tz-München, 21. Dezember 2015)

Olympischer Geist entwichen


Veröffentlicht am 30. November 2015

imago21958149m_c

Hamburger Bürger mehrheitlich gegen Olympia

Auch demokratische Entscheidungen lassen Verlierer zurück. Bei allen gewichtigen Gründen der Neinsager, in Hamburg wurde auch ein Stück Zukunft und eine Chance per Wahlurne verspielt. Offensichtlich gibt es in deutschen Vorzeigestädten, wie München und Hamburg, keine mehrheitliche Bereitschaft für die Austragung Olympischer Spiele. Was an der Isar in Sachen Winterspiele passierte, wiederholte sich nun in Hamburg in Sachen Sommerspiele. Die Hamburger gaben beim Olympia-Referendum ein vernehmliches Nein zu Protokoll. Dieses Nein kam von der Mehrheit. Das Ja blieb auf der Strecke. Viele engagierte und fleißige Hamburgerinnen und Hamburger haben sich auf der Befürworterseite für Olympia ins Zeug gelegt. Es gelang ihnen trotz persönlichem Einsatz nicht, den Olympischen Geist unter ihre Mitbürger zu tragen. Den Machern und Helfern ist in ihrer Niederlage zu danken und ihrer Arbeit für Olympia Respekt zu zollen. Sie haben ein gutes Zeichen für Hamburg gesetzt und der Stadt eine Menge internationaler Achtung und Beachtung verschafft. Diesen unlöschbaren Verdienst sollten die nun triumphierenden Olympiagegner bitte nicht vergessen. Weiterlesen

Happy 66th Birthday, Arsène Wenger!


Veröffentlicht am 22. Oktober 2015

imago21527943m_c

Feingeist und Manager – Arsène Wenger begeht seinen Geburtstag

Die Haare deutlich grauer, die Furchen im Gesicht tiefer, das Wort Altmeister macht längst die Runde. Im Fußball-Business ein Zeichen von Kämpfen, Beständigkeit und Respekt. In den letzten Jahren kamen im Saisontakt sportliche Nachrufe von dumm bis pathetisch hinzu. Der Jubilar hat sie allesamt überdauert. Was schert einen Berg das Picken der Krähen. An seinem Geburtstag ist dieser Jubilar zu preisen für die Vollständigkeit einer außergewöhnlichen Karriere und nicht für eine Momentaufnahme. Die obligaten Nörgler am Elsässer sollen hier kein Gehör finden, die Tatsache seiner Erfolge dagegen nochmals in Erinnerung gebracht werden. Als der Franzose 1996 neuer Manager bei Arsenal wurde, waren seine Empfehlungen ein französischer und ein japanischer Meistertitel, nichts was in Englands Fußballburgen für besondere Aufregung sorgte. Die britische Trainerzunft und das Fußballvolk der Insel staunten, ähnlich seinen Spielern, über den Mann aus Straßburg, der mehrsprachig über Fußball referierte, als stehe er im Hörsaal der Sorbonne. Der am 22. Oktober 1949 geborene Arsène Wenger lieferte der Öffentlichkeit von Beginn an das Bild eines Gentlemans und Fußballexperten par excellence. Die Anerkennung der gesamten Fußball-Branche war schnell erarbeitet, immerhin brachte er die Gunners 1998, 2002 und 2004 auf den englischen Meisterthron. Der Triumph 2004 hatte als phänomenales Beiwerk noch eine ganze Saison ohne Niederlage zu bieten.

In die Wenger-Jahre bei Arsenal fällt auch der Bau des Emirates Stadium, das seit seiner Eröffnung 2006 eine der imposantesten Fußballbühnen Europas ist. In 19 Dienstjahren als Trainer wurde der prestigeträchtige FA Cup sechsmal gewonnen, konnte ein Champions League Finale erreicht werden. Darin mussten Wenger und Arsenal sich allerdings dem FC Barcelona mit 1:2 beugen. Eine Bilanz, die sich absolut sehen lassen kann. Als Oligarchen und Scheichs auf den Fußballmarkt der Insel drängten und Clubs durch die Kraft des Geldes im Eiltempo groß machten, blieb Wenger seiner Linie treu, hielt weiter zu seinen Prinzipien vom Fußball. Allerdings musste er die Gesetzmäßigkeiten des Transfermarktes stärker anerkennen, als er dies vor den Zeiten des großen Geldes bereit war zu tun.  Das Terrain wurde schwieriger, die Titel rar, doch unter die ersten vier Tabellenplätze hievte Wenger sein Team stets. Die dadurch bedingte Regelmäßigkeit stetiger Champions League Teilnahme ist längst eine Selbstverständlichkeit im Londoner Stadtteil Holloway. Wie Alex Ferguson oder Felix Magath hasst es Arsène Wenger, zu verlieren. Der umgängliche und gebildete Gentleman mit dem Gespür für guten Fußball kann im Angesicht einer Niederlage schnell zur Furie am Spielfeldrand werden. Auch das gehört zur vielschichtigen Persönlichkeit des Arsène Wenger, dem heute weit über den Arsenal-Horizont hinaus Kollegen, Sportler und Fans auf der ganzen Welt zu seinem Geburtstag die besten Wünsche übermitteln. Herausgeber, Redaktion und Leser von Magath & Fußball schließen sich dem gerne an und gratulieren herzlich.

Redaktion Magath & Fußball

Mit Geld zum Erfolg


Veröffentlicht am 7. August 2015

imago18351468m_c

Premier League startet in neue Spielzeit

Alle brauchen etwas. José Mourinho den Titel in der Champions League, Louis van Gaal die Meisterschaft, Manuel Pellegrini Ruhe vor dem Guardiola-Gerücht, Brendan Rodgers den Nachweis, ein Trainer mit Titelformat zu sein, Arsène Wenger eine Saison ohne Einbrüche und Mauricio Pochettino Ruhe vor seinem Boss. Der Rest der Liga braucht die Hoffnung, im gleißenden Scheinwerferlicht der Großklubs nicht in saisonale Vergessenheit zu geraten. Die Premier League platzt vollmundig aus allen Nähten, die materiellen Grundlagen für die neue Saison sind beim Spitzensextett üppig vorhanden. Louis van Gaal brachte es auf den Punkt: „Die Meisterschaft wird auch auf dem Transfermarkt entschieden.“ Keine ganz neue Botschaft, wie auch seine berechtigte Annahme „wenn es schief geht, ist der Trainer weg“ sicher mehr als nur Bauchgefühl. Ob man international eins oder mehrere Teams ins Halbfinale der Champions League bringt, wird am Ende der Saison eine Art Qualitätsurteil über die Aufrüstungspolitik von Europas elitärster Liga sein. Was daheim funktioniert, wurde auf der europäischen Wage zuletzt oft als zu leicht befunden. Das gilt auch für The Special One und sein Team. Weiterlesen

Fußball und Verwandtschaft


Veröffentlicht am 5. August 2015

Michael Maertens - Schauspieler

Michael Maertens – Schauspieler

Zu wem halten Sie als Hamburger?: „St.Pauli! Aber die angeheirateten Verwandten sind alle Bayern-München-Fans, deshalb bin ich inzwischen auch aus anbiedernden Gründen ebenfalls einer. Jetzt habe ich beides: die tragische Beziehung zu Hamburg, mit einer Niederlage nach der anderen, und den Triumph der Münchner.“

(Burgschauspieler Michael Maertens, Interview „Die Presse“ Wien, 19. Dezember 2013)

Unantastbar?


Veröffentlicht am 28. Mai 2015

imago19452366m_c

Die FIFA und Sepp Blatter am moralischen Abgrund

Wenn die Vernunftorientierten in der Weltgemeinschaft des Fußballs Sepp Blatter nun nicht vom Thron stoßen, wann dann? Nichts läuft mehr rund im Fußballuniversum. Die Wiener Zeitung schrieb „das System FIFA ist endgültig in der organisierten Kriminalität angekommen“, die FAZ titelt „Blatter muss abtreten“. Das Handelsblatt stellt lakonisch fest „für viele Fans hat der Fußball-Weltverband FIFA schon lange nichts mehr mit Sport zu tun“. Eine ARD-Dokumentation mit dem Titel „Der verkaufte Fußball“ deckt die Machenschaften von FIFA-Präsident Blatter zur besten Sendezeit auf und verschlägt Fans die Sprache. Völlig losgelöst von ethischen oder moralischen Grundsätzen zieht eine Clique von wenigen Funktionären ihre Kreise, die den Weltverband des Fußballs im Würgegriff hat und eine der schönsten Sportarten der Welt latent beschmutzt. Über allem Geschehen thront ein entrückter FIFA-Präsident Joseph S. Blatter, der je nach Nützlichkeit alles oder nichts weiß und am Ende immer da bleibt wo er stets war, an der Spitze. Dort hat er bis zum heutigen Tag willige Helfer. Einer dieser Adepten verglich ihn sogar mit Mutter Theresa, dem Papst und Winston Churchill. Weiterlesen

Gescheitert ?!


Veröffentlicht am 8. Mai 2015

imago19779706m_c

In Zusammenhang mit dem Fußballtrainer Pep Guardiola liest man seit 24 Stunden oft das Wort „gescheitert“. Ein Spiel in Barcelona und das von seiner Mannschaft erzielte Ergebnis von 0:3 ist Anlass dieser Zeugnisausgabe. Als profunde Zeugen der Leistungseinschätzung werden unter anderem die Welttrainer Stefan Effenberg und Lothar Matthäus zu Rate gezogen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Der Trainerberuf scheint in Deutschland immer öfter der Punchingball für jedermann zu sein, die Träger dieses Berufsstandes latente Zielscheibe einer Heerschar selbstberufener „Experten“. In seinem Scheitern hat der kritisierte Mann, den Medien vor Monaten noch in den Götterstatus schrieben, ganz frisch die Deutsche Meisterschaft gewonnen und seinen Vorjahreserfolg wiederholt. Die Teams der Mitbewerber sahen dabei teilweise erbärmlich aus, das Wort Konkurrenz kommt einem nicht in den Sinn. Pep Guardiola ist 44 Jahre alt, gewann als Trainer drei spanische, zwei deutsche Meisterschaften, zweimal den spanischen und einmal den deutschen Pokal, nebenbei zweimal die Champions League, dreimal die Klub-WM, dreimal den UEFA Supercup, wurde auch zweimal als Weltklubtrainer ausgezeichnet. Wie gesagt, der Mann entspringt dem Jahrgang 1971 und arbeitet seit 8 Jahren als Trainer. Wenn so ein Gescheiterter aussieht, kann man sich vor dem Scheitern nur tief verbeugen. Chapeau.

Redaktion Magath & Fußball

Viel Alltagskost, wenige Kracher


Veröffentlicht am 10. April 2015

Ivica Olić wartet weiter auf sein erstes Tor im HSV-Trikot. Am Samstagabend geht es gegen die alten Wolfsburger Kollegen.

Ivica Olić wartet weiter auf sein erstes Tor im HSV-Trikot. Am Samstagabend geht es gegen die alten Wolfsburger Kollegen.

Europas Ligen arbeiten den Spielplan ab

Bayern kann am Samstag die 70-Punkte-Schwelle erreichen, die Eintracht wird in der Allianz-Arena wohl kein Stolperstein bei diesem Vorhaben. Der HSV kämpf vor ausverkaufter Heimkulisse gegen Wolfsburg ums Überleben. Vielleicht schaffen Fans und Zuschauer, was viele dem Team nicht mehr zutrauen, eine große Vorstellung. In Gladbach will die Borussia gegen den Namensvetter aus Dortmund Champions League Ambitionen untermauern. Wer gegen einen Drittligisten aus dem Pokal fliegt, mag von seinen Fans beklatscht werden, sollte aber vielleicht kleinere Brötchen backen. Der BVB trotz eigener Probleme wohl mit Chancen auf einen Auswärtssieg, wenn Gladbach die blamable Leistung aus der Wochenmitte abruft. Der VfB Stuttgart greift wiederholt nach dem Strohhalm, der heißt Werder Bremen und ist Gast im Daimler-Stadion. Die Stevens Truppe möchte liebend gern die Rote Laterne loswerden und dadurch etwas Fahrt aufnehmen. Sollte Stuttgart punkten, riecht es nach dem letzten Platz für Paderborn. Deren Gäste aus Augsburg sind in der Konstellation und ihrer eigenen, famosen Verfassung für einen Auswärtssieg durchaus gut. Hannover – Hertha, Schalke – Freiburg, Mainz – Leverkusen, Köln – Hoffenheim lauten die restlichen Partien. Weiterlesen

Schock-Ergebnisse


Veröffentlicht am 26. Januar 2015

imago18767584m_c

Debakel für Premier League in der vierten Runde des FA Cup

Die BBC sprach von „shock results“, Chelsea-Manager José Mourinho forderte seine Spieler auf, dringlich zu tun, was er tat, sich kräftig zu schämen. Dieser Appell konnte allerdings auch als Aufforderung an die gesamte Führungselite der Premier League verstanden werden. Hatten doch tatsächlich die Tabellenplätze eins bis drei die Segel streichen müssen und flogen auch andere Favoriten aus der vierten Runde des FA Cup wie billige Kegel von einer überalterten Bowlingbahn. Fußball-England reibt sich die Augen. Die Hälfte der Premier League Clubs ist sang- und klanglos ausgeschieden. Selbst in der legendären wie äußerst geschichtsträchtigen FA Cup Historie kommt einem diese Runde wie eine Nacht der langen Messer vor und hat Seltenheitswert. Favoritensterben im Rudel. Weiterlesen