Schlagwort-Archive: Nottingham

Martin O’Neill


Veröffentlicht am 14. Oktober 2014

Irlands Nationaltrainer einst Lenker und Kopf von Nottingham Forest

Was Felix Magath für Ernst Happel und Branco Zebec, war der 1952 in Kilrea (Nordirland) geborene Martin Hugh Michael O’Neill für Englands Trainergenie Brian Clough. Von 1971 bis 1981 spielte er für Nottingham Forest im Mittelfeld, war Kopf der Mannschaft, stand für Laufbereitschaft, Spielintelligenz, Arbeit und Disziplin. Als Clough 1975 Manager in Nottingham wurde brachen die Dämme der Bescheidenheit und Erfolglosigkeit des Provinzvereins, der Club schwang sich zum Englischen Meister auf, gewann zweimal den Europapokal der Landesmeister. Schlüsselspieler im System von Brian Clough wurde der Nordire Martin O’Neill, auf dem Platz ein ruhiger aber bestimmter Anführer. Martin O’Neill spielte, hierin dem HSV-Jahrzehnt von Felix Magath vergleichbar, 10 Jahre für seinen Club Nottingham Forest. Weiterlesen

Hillsborough-Stadion, Sheffield, 15. April 1989


Veröffentlicht am 15. April 2014

imago04418945m_c

Fast unbemerkt, sich dann eruptiv ins Bewusstsein brechend, nahm die Katastrophe ihren Lauf, offenbarte am Ende des Tages ihre grausigen Ausmaße. Während des FA Cup Halbfinalspiels am 15. April 1989 zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest im Hillsborough-Stadion in Sheffield fanden 96 Menschen den Tod, hunderte Fans wurden schwer verletzt. Der Tod veränderte schlagartig die Chronik des Ereignisses. Technische Unzulänglichkeiten, menschliches Versagen und Panik im Angesicht des Dramas führten zu einer Verkettung tragischer Umstände, in deren Verlauf viele Menschen, in einem für die Liverpooler Fans vorgesehenen Block, erdrückt und totgetrampelt wurden. Die Abläufe sind hundertfach geschildet, das Unfassbare in Worte gekleidet worden. Im Augenblick des Todes gibt es einen Moment des Innehaltens. Auch mit gedenkender Rückschau sollte kein Lärm verbunden sein. 25 Jahre nach der Katastrophe gebührt ehrendes und mahnendes Gedenken einzig den Opfern und Respekt wie Mitgefühl den Angehörigen, ihnen gehört der Augenblick der Stille.

Die Erschütterung, die von diesem Sterben ausging, hält bis heute an. Diese Toten gehören seither zum Leben in Liverpool und auf ewig zur Fußballfamilie der Reds. Im Erinnern an die Opfer liegt ein Stück Menschlichkeit, sie wurden nie vergessen. Noch lange werden ihre Leben vielerorts spürbar sein und nachwirken. Die Sprache wird immer ein unzulängliches Instrument bleiben, wenn es um die Erinnerung an dieses Ereignis geht. Eindrucksvoll und mit großer Würde gedachten der englische Fußball und seine Protagonisten am vergangenen Spieltag der Toten von Hillsborough, knüpften ein Band der Zusammengehörigkeit von Rasen und Tribüne. Vor Anpfiff jeder Partie, tiefes und spürbares Schweigen in einem ergreifenden Moment völliger Ruhe. Eine Gedenkminute von beeindruckender Schlichtheit und stiller Größe. Auch hier mögen die Worte nun enden und mit einem Satz von Elias Canetti der Toten gedenken:

„Den Tod widerstehen, das heißt: sich erinnern.“

Redaktion Magath & Fußball

Fußballort mit Tradition


Veröffentlicht am 4. April 2014

Villa-Kapitän Ron Vlaar im Zweikampfduell mit Chelseas Eden Hazard.

Villa-Kapitän Ron Vlaar im Zweikampfduell mit Chelseas Eden Hazard.

Auch der Aston Villa Football Club aus Birminghams Stadtteil Aston verfügt über eine große Tradition, die Gründung geht zurück auf das Jahr 1874, Spielstätte ist seit 1897 der Villa Park. Das Team läuft traditionell mit weinroten Trikots und blauen Ärmeln, weißen Hosen und blauen Stutzen auf. Aston Villa war immer dabei, wenn im englischen Fußball Weichen gestellt wurden. 1888 Gründungsmitglied der Football League, 1992 auch der Premier League. Der Club ist seit 2006 im Besitz von Eigentümer Randy Lerner, einem amerikanischen Unternehmer. Weiterlesen

Vor Platz zwei


Veröffentlicht am 4. November 2013

Brian Clough beim Wort genommen – Ein Porträt in Zitaten

Der britische Autor Phil Shaw hat vor Jahren ein Buch der besten Fußballzitate veröffentlicht. Ungekrönter König auf den Seiten ist die englische Trainerlegende Brian Clough (geb. 21. März 1935 in Middlesbrough; gest. 20. September 2004 in Derby). Bei Meinungsumfragen unter englischen Fußballfans nach dem besten Manager aller Zeiten, landet Brian Clough bis zum heutigen Tag regelmäßig auf Platz 1, lässt auch Sir Alex Ferguson das Nachsehen. Britische Fans halten seine Erfolge – stets mit kleinen Vereinen (Derby County, Nottingham Forest) erzielt – für die größten Leistungen im englischen Fußball. Zwei englische Meistertitel und zwei Cupsiege bei den Landesmeistern (Champions League) stehen zu Buche. Weiterlesen

Die Sache mit dem Regenschirm


Veröffentlicht am 5. Juli 2013

Steve McClaren wird Assistenztrainer bei Harry Redknapp

imago03284989m_c

Wenn es regnet wirst du nass. Soweit wollte es Steve McClaren nicht kommen lassen und griff – für einen Briten nicht untypisch – zum rettenden Regenschirm. Seit John Steed kennt man die Faszination von Schirmen, das Accessoire gehört zum Lebensgefühl der Insel. Einem englischen Nationaltrainer kann so ein Ding zum Verhängnis werden. So geschehen am 21. November 2007 in Wembley. England verspielte gerade die EM-Qualifikation gegen die Kroaten, währenddessen sich Nationaltrainer McClaren unter einem großen Schirm am Spielfeldrand vergrub. 2:3 verloren, aus der Traum – mal wieder. Immerhin, die Haare blieben trocken. So begann McClarens Leidenszeit und endete die Karriere als Nationaltrainer, die „Daily Mail“ gab den Ton vor: „Trottel mit dem Regenschirm“. Weiterlesen

Tricky trees im Bernabéu


Veröffentlicht am 12. Mai 2013

Matchball vergeben – HSV verliert sein erstes Endspiel um Europas Fußballkrone

Real Madrid vom Platz gefegt und in Leverkusen die Meisterschaft verspielt. Wie grausam kann Fußball sein! Aber es gibt neue Chancen. Einen Matchball hatten die Männer von der Elbe noch. Es war ihr letzter. Madrid der Ort. Nottingham Forrest der Gegner. Die Trainer, stur wie hartnäckig, Perfektionisten, Brüder im Geiste, Gegner am Platz, enorme Achtung voreinander. Wer würde die bessere Strategie ins Endspiel bringen? Brian Clough und Branko Zebec hießen die Antipoden, John McGovern und Felix Magath die Kapitäne. Der Hamburger Sportverein machte sich auf nach Madrid, um den Cup an die Elbe zu holen. Weiterlesen