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Poesie, Fußball und Katalonien


Veröffentlicht am 26. Juli 2015

Beharrlich kämpft Pep Guardiola für die Unabhänigkeit Kataloniens

Die Freundschaft mit dem katalanischen Lyriker Miquel Martí i Pol war dem Fußballer Pep Guardiola einst so wichtig wie der Teamgeist des FC Barcelona und sein fußballerischer Ziehvater Johan Cruyff. In freimütiger Selbstbekundung gestand der Bayern-Coach kürzlich die lebenslange Zuneigung zur Poesie des 2003 verstorbenen Freundes. Für Guardiola zeichnen Fußball und literarische Texte einen Anfang und eine Idee gemeinsam, welche man verwirklichen möchte. Wenn der Multimillionär allerdings rührig wie fasziniert über die „Kunst der Armen“ fabuliert bleibt doch ein Stück weit fader Beigeschmack. Die Inspiration der Poesie begleitet Guardiola jedenfalls durch Leben und Beruf. Neben Lyrik und dem Fußball ist Guardiola aber vor allem ein katalanischer Bürger voller National- und Heimatstolz. Noch kann das Netz den Menschen nicht bis in die letzten Winkel ihrer Herzen schauen. In dem von Pep Guardiola könnte man dann durchaus eine Landkarte von Katalonien finden die ihm offenbar Pulsgeber durch sein Leben ist. Egal was Guardiola tut und wo er arbeitet, seine Heimat hat er stets im Visier und er gehört nicht zu den Dachstubengenies die zu allem eine Meinung haben aber dabei gern die vorgehaltene Hand der Flüsterer bevorzugen. Weiterlesen

„Eine demokratisch legitimierte Nationalmannschaft“


Veröffentlicht am 7. Februar 2015

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Volksvertreter immer am Ball – Der Abgeordnete Mark Hauptmann im Interview

Kein geringerer als Fritz Walter spielte im April 1961 in den Reihen einer Bundestagsmannschaft aller Parteien gegen eine Prominentenauswahl, die vom Kölner Original Willy Millowitsch bis zum Weltmeistertrainer Sepp Herberger reichte. Natürlich gab es ein Ergebnis, 5:3 ging die „Walter-Elf“ der Abgeordneten als Sieger vom Platz. Gemeinsam hatten alle Beteiligten noch einen guten Zweck erfüllt, der Benefizcharakter brachte zehntausend Mark für soziale Zwecke in die Kasse. 1964 stand Fritz Walter dann auf der Seite eines Prominententeams, darin der Boxer Bubi Scholz, die Kabarettisten Klaus Havenstein, Sammy Drechsel und Dieter Hildebrandt, ZDF-Reporter Harry Valérien, Fußballweltmeister Werner Liebrich, Olympiasieger Armin Hary sowie Oscar-Preisträger Maximilian Schell. Das Team der Parlamentarier schlug sich tapfer, unterlag am Ende mit Spielern wie Bundesminister Dr. Heck, dem späteren Bundestagspräsidenten und Bundesminister Richard Stücklen sowie Weltmeistertorwart Toni Turek achtbar mit 4:7. Der Erlös auch dieser Partie kam sozialen Einrichtungen zugute. 1967 war es endlich soweit, ein echtes Team wurde geboren, der Abgeordnete Dr. Adolf Müller-Emmert gab den Anstoß zur Gründung der Fußballelf des Deutschen Bundestages, lief auch als dessen Kapitän auf. Deutschland damit Vorreiter, in den Siebziger Jahren erwachte in Europa der „Parlamentsfußball“. Seither gibt es internationale Vergleiche, sogar eine Europameisterschaft. Aktueller Titelträger die österreichischen Parlamentarier. Mit dem 1999 erfolgten Umzug des Deutschen Bundestages von Bonn nach Berlin hat die Leidenschaft für Fußball im Deutschen Parlament nicht nachgelassen. Mit Mark Hauptmann, einem Vertreter einer neuen Parlamentariergeneration und Spieler beim FC Bundestag, sprach die Redaktion Magath & Fußball. Weiterlesen

Old Firm


Veröffentlicht am 1. Februar 2015

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Scottish League Cup: Celtic Glasgow – Glasgow Rangers 2:0 (2:0)

In 54 Ländern auf fünf Kontinenten wurde die Partie ausgestrahlt. Nicht etwa Barca gegen Real stand auf dem Programm. Celtic Glasgow und Glasgow Rangers spielten im neutralen wie ausverkauften Hampden Park (Glasgow) um den Einzug ins Finale des schottischen League Cups. Wie immer ging es – besonders im Vorfeld – in diesem „Old Firm“ um mehr als Fußball. Zu alt und zu groß die Rivalität. Erstmals seit dem Zwangsabstieg der Rangers 2012 kam es wieder zum „Old Firm“. Statistiker und Historiker tun, was sie gerne tun: sie streiten. Die einen behaupten, es sei Nummer 400 gewesen, andere pochen auf die 401. Über ein Jahrhundert verteilt können Zahlen schon mal durcheinander kommen. So oder so, Rangers und Celtic, im Sinne des Wortes zwei Religionen, zwei Welten, eine Stadt. Die letzten drei Jahre ruhte dieses 127 Jahre alte Derby. Die Rangers wurden nach finanzieller Pleite aufgelöst, dann neugegründet und mussten in der vierten Liga neu anfangen. Am Sonntag standen sie nun immerhin schon als Zweitligist im Ligapokal-Halbfinale. Ausgerechnet gegen Celtic! Weiterlesen

Quo vadis, FIFA


Veröffentlicht am 18. November 2014

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Fußballweltverband scheitert spektakulär mit dem Versuch der Aufklärung

Rund um den Erdball engagieren sich Menschen unentgeltlich für den Fußball, spielen in Amateurvereinen, trainieren Kinder, Schüler und Jugendmannschaften, feuern als Fans ihre Clubmannschaften an oder stehen ihren Nationalteams zur Seite. Sie sind das Leben, sie sind der Fußball und das Salz in der Suppe dieses völkerverbindenden Sports, der Milliarden Menschen begeistert. Ob dagegen die FIFA ebenfalls noch den Fußball verkörpert, wird momentan weltweit in Frage gestellt. Der Dachverband des Weltfußballs steht schon lange in argem Misskredit und demontiert sich nun mit dem Theater um den Bericht einer selbst eingesetzten Ethikkommission im Eiltempo. Fußballliebhaber und Fans stehen ohnmächtig wie ratlos vor einem unfassbaren wie undurchsichtigen Schauspiel. Weiterlesen