Schlagwort-Archive: Philosophen

Geistig rege – insgesamt besser!


Veröffentlicht am 14. November 2014

„Es gibt da z.B. das Buch, Schach und Alter, zu dem ich selbst auch ein Kapitel beigesteuert habe. Da konnte ich z.B. anhand von Studien zeigen, dass man, wenn man bis ins Alter hinein Schach spielt, länger geistig rege und frisch bleibt. Und es gibt z.B. keinen bekannten Fall von einem Schachspieler, der an Demenz oder Alzheimer erkrankt wäre. Das ist doch immerhin sehr auffallend. Wobei ich aber glaube, dass jede geistige Tätigkeit, die einen fordert, gut ist. Nicht umsonst haben ja auch die Philosophen teilweise das ewige Leben gepachtet. Das Schachspielen kann also gut sein in dieser Hinsicht, und es ist eben auch unterhaltsam. Noch etwas ist mir in diesem Zusammenhang wichtig, das man heute immer mehr merkt und das ebenfalls durch Studien belegt ist: Ich meine das Schul-Schach. Wenn Kinder bereits in der Grundschule Schach lernen, dann werden ihre Schulleistungen insgesamt besser.“

(Dr. Helmut Pfleger, Großmeister u. Schachkolumnist, Interview Bayerischer Rundfunk, 12. März 2013)

Monty Python mit Philosophen am Ball


Veröffentlicht am 15. Dezember 2013

Diese Partie hat wohl nie stattgefunden

Der Engländer leidet am Fußball, aber er kann auch trefflich drüber lachen. Was den Deutschen Loriot, ist den Briten bis heute die Truppe von Monty Python. Der Preuße und die Engländer fuhren dem Spießer nicht mit kalter Grausamkeit ins Genick sondern schlugen lieber die Trommel der feinen Ironie, getreu dem Tucholsky-Motto „Satire darf alles“. Was dem einen der „Kosakenzipfel“ war den anderen ihr „Brian“. Ein grandioser und unvergessener Sketsch der Komikertruppe Monty Python ist ihr berühmtes „Fußballspiel der Philosophen“*. Im Olympiastadion zu München trafen sich im Jahre 1972 Geistesriesen zum finalen Duell* der Denker. Das deutsche Nationalteam tritt an gegen die griechische Nationalmannschaft. Im Vorfeld der Partie hat es Gerüchte über Spannungen innerhalb der deutschen Mannschaft gegeben, Bundestrainer Martin Luther konnte diese im Vorfeld aber ausräumen. Das deutsche Team läuft in Bestbesetzung mit folgender Startformation auf: Gottfried Leibniz – Immanuel Kant, Georg W. Hegel (Kapitän – worüber Kant empört.), Arthur Schopenhauer, Friedrich Schelling – Franz Beckenbauer, Karl Jaspers – Friedrich Schlegel, Ludwig Wittgenstein, Friedrich Nietzsche, Martin Heidegger. Die Nominierung von Franz Beckenbauer irritiert Experten wie Fans und den Kaiser selbst, Karl Marx muss für ihn auf die Bank. Besonders angespannt scheint Nietzsche, der in den letzten vier Spielen bereits drei Gelbe Karten kassierte. Weiterlesen