Schlagwort-Archive: Plätze

Wimbledon auf 64 Feldern


Veröffentlicht am 27. Januar 2015

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Magnus Carlsen gewinnt hochkarätiges Turnier der Weltelite

Das alljährlich stattfindende Schachturnier im holländischen Wijk aan Zee, das vom Stahlkonzern Tata Steel finanziert wird, gilt schon lange als eine Art Wimbledon des Schachsports. Nicht anders die gerade beendete Ausgabe des Jahres 2015. Die Schachwelt sah unterhaltsame und spannende Partien sowie eine sehr jugendliche Schachelite nebst einem bestens aufgelegten Weltmeister. Magnus Carlsen hatte entscheidenden Anteil am erfolgreichen Turnier und holte sich den völlig verdienten Sieg. Weiterlesen

Auf nach Paris


Veröffentlicht am 6. September 2014

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Start der Qualifikation für das EM-Turnier 2016 in Frankreich

Das nächste Großturnier wirft erste Schatten. Der Weg dorthin beginnt für Europas Fußballnationen am Wochenende. Am 10. Juli 2016 – 21:00 Uhr im Stade de France – endet er für zwei von der Sorte mit dem Anpfiff zum Endspiel. Vor Mitternacht ist der Europameister in der Pariser Sommernacht dann gekürt. Frankreich genügt der Gastgeberpflicht, darf sich den öden Qualifikationsweg sparen. Andere müssen Gruppenzeugnis ablegen und sich die Fahrkarte verdienen. 53 Nationen spielen die verbleibenden 23 Plätze in 9 Gruppen aus. Dieses Turnier nicht zu erreichen stellt fast ein Kunststück dar. Die Franzosen haben gute Erfahrungen, als EM- wie WM-Gastgeber holten sie 1984 und 1998 den Titel vor heimischer Kulisse. Im Juli 2016 werden sich diese Glücksmomente für die Équipe Tricolore wohl nicht wiederholen. Einen deutschen EM-Triumph wird niemand verhindern können, anderes wäre eine ziemliche Sensation. Der Weg des Weltmeisters Richtung Frankreich ähnelt einer Kaffeefahrt. Gruppengegner wie Schottland, Irland und Polen sind von ehemaliger Fußballgröße entfernt. Die Zeiten der Law, Dalglish, Bremner, der Keane, Staunton, Bonner, der Lato, Deyna, Boniek sind längst verhalt. Ein Steven Fletscher, ein James McCarthy und ein Robert Lewandowski machen keinen neuen Frühling. Georgien und Gibraltar vervollständigen die Gruppe D als Zählkandidaten. Nach einer spektakulären Weltmeisterschaft mit globalem Massencharakter muss der Fußballalltag von Spielern und Zuschauern erst wieder angenommen werden. Die erste EM-Qualifikationsrunde verspricht kein Feuerwerk, läuft ohne eine spektakuläre Paarung an. Deutschland beginnt seine Schaulauf-Tournee Richtung Paris mit einem Heimspiel in der temperamentsvollsten Fußballstube unseres Landes. Sonntag-Abend gibt sich der Weltmeister im Signal-Iduna-Park zu Dortmund gegen Schottland die Ehre. Der Rahmen stimmt.

Redaktion Magath & Fußball

Kein gewöhnlicher Montag


Veröffentlicht am 16. Juni 2014

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In diesen Tagen, an denen sich aus Fußballleidenschaft eine Fluchtfunktion vor Alltag und Routine entwickelt, wirft das runde Ding wieder seine alte Verzauberungskraft in die Waagschale. Nur wenige Massenspektakel der positiven Art kommen dem gleich. Und wir wehren uns gering, sich davontragen lassen, den Sommer mit der Leidenschaft Fußball einzuläuten, wer gibt sich solcher Art Versuchung nicht gerne hin? Ein Turnier dieser Wucht hat ja immer drei Fixpunkte, den Tag der Eröffnung, das von allen ersehnte Finale und wenn dazwischen endlich die eigene Mannschaft ins volle Geschehen greift. Der Tag ist nun gekommen, die Voraussetzungen sind perfekt. Dazu Felix Magath: „Joachim Löw kann auf den qualitativ besten Kader zählen, mit dem jemals ein Bundestrainer bei einer Weltmeisterschaft antreten durfte. Alle Mannschaftsteile sind inzwischen mit erfahrenen Profis internationaler Klasse besetzt. Das spricht für eine stabile Qualität auf höchstem Niveau.“

Ein milder Sommerabend steht ins Haus. Die Plätze, Straßen und Tische sind bereitet. Das Land ist für ein außergewöhnliches Massenerlebnis gerüstet. Was 2006 heimisches wie gigantisches Sommermärchen, funktionierte bei wiederum gleißender Hitze auch in 2010, vom fernen Südafrika schwappte die Stimmung über einen Kontinent und brach sich in Deutschland die freudige Bahn. Public Viewing das neue Zauberwort. Von Fußballexperten und sachkundigen Zuschauern über eventverliebte Frauen und Männer bis zu stimmungskreischenden Teenagern, alles war auf den Beinen. Jung und Alt klopfte sich die Schulter oder fiel um verfügbare Hälse, eine friedliche Masse flatterte emotional aufgeladen wie vergnügungssüchtig über Straßen, Plätze und Wiesen. Eine Fanfamilie auf Zeit ward geboren. Ein wochenlanger Freudentaumel bestimmte den nationalen Herzschlag, dann kamen die Spanier wie einst die Italiener. Halbfinale hieß die jeweilige Endstation. Nun also auf ein Neues. Elf Deutsche in Brasilien können erneut die Steilvorlage für ein Land im stimmungstechnischen Ausnahmezustand liefern. Es ist angerichtet.

WM | 16. Juni 2014 | 18.00 Uhr MEZ: Deutschland – Portugal  (Arena Fontana Nova, Salvador, Brasilien)

Redaktion Magath & Fußball

Ein gewisser Unterschied


Veröffentlicht am 15. Juli 2013

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„Wir hatten beim Gastspiel von Wolfsburg sage und schreibe 189 Gäste aus Wolfsburg. Und das nervt, weil wir aus Sicherheitsgründen fast 5.000 freie Plätze nicht verkaufen können. Gegen Mönchengladbach hingegen sind wir ausverkauft. Das ist der Unterschied.“

(Heribert Bruchhagen, Interview Die Welt, 1. März 2013)