Schlagwort-Archive: Porto

Was ist los im Königreich Mourinho?


Veröffentlicht am 15. Oktober 2015

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Fußball-England wundert über den FC Chelsea und blickt auf dessen Trainer

Man muss José Mourinho nicht in Schutz nehmen, seine Erfolge geben dem anschwellenden Zorngesang deutliche Antwort. Als verantwortlicher Cheftrainer oder Manager hat er in seiner Heimat zwei Meistertitel mit dem FC Porto geholt, drei in England mit dem FC Chelsea, zwei in Italien mit Inter Mailand und einen mit Real Madrid in Spanien. Dazu gesellen sich mit Porto und Inter zwei Champions League Siege und einer im UEFA Cup. Mit jedem dieser vier Clubs konnte er auch den heimischen Landespokal und den jeweiligen Supercup gewinnen. 22 Titel darf er sein eigen nennen, für 15 Berufsjahre keine schlechte Bilanz. Er hatte noch nicht das 50. Lebensjahr vollendet, als er bereits 100 Champions League Spiele auf seiner Habenseite verbuchen konnte. Niemals hat ein Trainer in England mehr Punkte eingefahren als er es in der Meistersaison 2004/2005 tat, Chelsea schloss mit 95 Zählern ab. Titel wie Welttrainer und Europas Trainer des Jahres flatterten ihm mehrmals ins Haus. Wer wollte es diesem Mann verdenken, wenn er dem Absender einer dummen Frage die Nutzung von Google ans Herz legt. Hätte es Google schon gegeben, diese Antwort wäre sicher auch im Köcher von Ernst Happel auffindbar gewesen. Wie Happel verachtet Mourinho jene Machart der Berichterstattung, die ohne fachlichen Hintergrund Urteile und Wertungen im Stakkato-Takt liefert. Auf der anderen Seite füttert er genau diese Art Berichterstattung mit Vorliebe und hat diebisches Vergnügen, wenn er zitierfähiges Material streut. Eine eckige Persönlichkeit dieser José Mário dos Santos Félix Mourinho. Stromlinienförmig geht anders, Beliebigkeit ist Mourinhos Sache nicht. Weiterlesen

Viel Lob aber keine Punkte


Veröffentlicht am 30. September 2015

Matchwinner: Luis Suárez (hier beackert von Giulio Donati und Karim Bellarabi) war gegen Bayer 04 lange Zeit gar nicht zu sehen, in der Schlussphase aber zur Stelle.

Matchwinner: Luis Suárez (hier beackert von Giulio Donati und Karim Bellarabi) war gegen Bayer 04 lange Zeit gar nicht zu sehen, in der Schlussphase aber zur Stelle.

Starkes Leverkusen gibt Sieg im Camp Nou aus der Hand – Bayern-Gala gegen Zagreb

Zwei Minuten reichten dem FC Barcelona am zweiten Gruppenspieltag der Champions League, um einen völlig verdienten 0:1-Rückstand gegen eine stark aufspielende Bayer-Elf noch in einen glücklichen 2:1-Sieg zu verwandeln. Ohne Lionel Messi – der Argentinier wird den Katalanen nach einer im Ligaspiel gegen Las Palmas erlittenen Knieverletzung wohl sechs bis acht Wochen fehlen – mangelte es dem Titelverteidiger spürbar an Durchschlagskraft und Esprit, lange Zeit drohte nach dem 1:1 in Rom vor zwei Wochen ein Fehlstart. Den Spielverlauf aber einzig und allein am Fehlen des vierfachen Weltfußballers festzumachen, käme der Leverkusener Leistung im Camp Nou nicht gerecht. Lange nämlich war Bayer 04 schlicht und ergreifend die bessere Mannschaft. Die von Abwehrmann Kyriakos Papadopoulos per Kopf erzielte Führung (22.) daher alles andere als unverdient, wenngleich der Grieche von einem Missverständnis zwischen Jérémy Mathieu und Marc-André ter-Stegen profitierte. Zunächst mit hohem Laufaufwand und aggressivem Pressing bis vor den gegnerischen Strafraum, später mit großer Ordnung und taktischer Disziplin im Mittelfeld zog der Bundesliga-Fünfte dem spanischen Tabellenführer den Zahn, ließ Barca nur selten einmal zur Entfaltung kommen. Nach dem Seitenwechsel zunächst ein ähnliches Bild und die Riesenchance für Chicharito, auf 0:2 zu stellen. Der Mexikaner aber geriet in Rücklage, semmelte das Leder in die Wolken und vergab eine mögliche Entscheidung. Unwahrscheinlich, dass sich die Blaugrana an diesem Tag von einem Zwei-Tore-Rückstand erholt hätte. So aber kam es, wie es kommen musste. Weiterlesen

Nun auch Spanien


Veröffentlicht am 22. August 2015

Aritz Aduriz (Mitte) erzielte in zwei Supercup-Partien gegen den FC Barcelona stolze vier Treffer.

Aritz Aduriz (Mitte) erzielte in zwei Supercup-Partien gegen den FC Barcelona stolze vier Treffer.

Primera División steigt ins Geschehen ein

Während die anderen Großligen längst auf der Wegstrecke, startete die Primera División am gestrigen Abend mit der Auftaktpartie FC Malaga gegen den Europa League Sieger FC Sevilla in die Saison 2015/16. Dieser Start zeigte keine spanische Fußballästhetik und kam eher als verbissenes Kartenfestival daher. Sieben Gelbe Karten und eine Gelb-Rote für Sevillas Steven Nzoni standen am Ende bei einem hitzig umkämpften 0:0 zu Buche. Der erste Spieltag bietet in den Ansetzungen viel Hausmannskost und ein sehr interessantes Duell. Der FC Barcelona muss erneut ins Baskenland zu Athletic Bilbao, wo die stolzen Katalanen in der vergangenen Woche im spanischen Supercup mit einer 0:4-Klatsche deutlich unter die Räder gerieten. Für die einen nur Betriebsunfall, für die anderen Menetekel auf eine bevorstehende Barça-Saison der mäßigen Sorte. Das Spiel bietet jedenfalls Boden für mediale Spekulationen jeder Art und die sprudeln wie immer in solchen Fällen reichlich. Aufgerüstet hat der Champions League Sieger nicht. Die Stammelf in Topform und mit Lust, wenn alles an Deck und gesund, sicher wieder für Meisterschaft und Champions League gleichermaßen ein sehr heißer Anwärter. Die zweite Reihe des FC Barcelona fällt dagegen merklich ab, wird den hohen Barça-Ansprüchen nicht gerecht. Auch La Masia wirft Weltklasse nicht im Jahrestakt aus. Weiterlesen

Bayrische Vorführung


Veröffentlicht am 22. April 2015

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Porto auf Normalmaß gestutzt, Barca problemlos weiter

Es hätte ein spannender Fußballabend werden sollen. Erstmals in dieser Saison standen Pep Guardiola und sein FC Bayern mit dem Rücken zur Wand, wirkten angezählt nach der durchaus überraschenden 1:3-Niederlage in Porto vor Wochenfrist. Viel wurde gerätselt über den Formzustand der Münchner, bei denen der Ausfall der beiden Tempodribbler Arjen Robben und Franck Ribéry gerade in der Champions League doch größere Spuren hinterlassen hatte. Ohne die unwiderstehlichen Antritte des Niederländers und die Schlitzohrigkeit des Franzosen wirkten die Bayern im Drachenstadion ebenso seltsam ideenlos wie notorisch ungefährlich. Es hatte den Anschein, als sei der Rekordmeister durch das Fehlen seiner beiden Fixpunkte auf den Außenbahnen seiner Attraktionen beraubt, das Offensivspiel der Ballbesitzmaschine darbte ganz offensichtlich vor sich hin, Überraschungsmomente Fehlanzeige. Und als wäre das alles noch nicht schlimm genug, leisteten sich die Münchner Defensivspezialisten drei haarsträubende Böcke, die allesamt jeweils einen Gegentreffer nach sich zogen. Demgegenüber hatte der FC Porto im Hinspiel natürlich einen absoluten Sahnetag erwischt, war vorne wie hinten präsenter und kurzum ein hochverdienter Sieger. Zweifel am vierten bajuwarischen Halbfinaleinzug in Serie waren umhin allemal berechtigt. Im Rückspiel in der Allianz Arena genügten jedoch nicht mehr als 26 Minuten, um diese vollständig zu zerstreuen. Wie eine Lawine brach ein bis in die Haarspitzen motivierter FC Bayern über hasenfüßige Portugiesen herein, die so ziemlich alles vermissen ließen, was im Vorfeld bei Mannschaft und Trainer zu überhöhten Lobpreisungen geführt hatte. Schon mit dem Halbzeitpfiff war für den neutralen Fußballbeobachter jedwede Spannung dahin. Weiterlesen

Fehlerkette zur Unzeit


Veröffentlicht am 16. April 2015

Die Schlüsselszene zu Spielbeginn: Manuel Neuer holt Jackson Martínez von den Beinen.

Die Schlüsselszene zu Spielbeginn: Manuel Neuer holt Jackson Martínez von den Beinen.

FC Bayern von Porto überrascht, Paris so gut wie ausgeschieden

Aus deutscher Sicht war es schlichtweg ein Abend zum Vergessen, den in dieser Form wohl niemand auf der Rechnung hatte. Der Rekordmeister war trotz angespannter Personallage als haushoher Favorit nach Porto gereist, wurde in der Anfangsphase von angriffslustigen Drachen und der eigenen sonderbaren weil ungewohnten Schläfrigkeit aber dermaßen überrascht, dass er sich davon während der gesamten Partie nie mehr richtig erholte. Ein Sammelsurium an individuellen Schnitzern im Bayern-Deckungsverbund gepaart mit der Kaltschnäuzigkeit des Gegners führte zu einer unerwarteten 1:3-Niederlage im portugiesischen Norden und beförderte die Münchner an den Rand des Ausscheidens. Weiterlesen

Eine Endspiel-Neuauflage und jede Menge Personalsorgen


Veröffentlicht am 14. April 2015

Im Estadio Vicente Calderón erwartet Real einmal mehr ein heißer Tanz.

Im Estadio Vicente Calderón erwartet Real einmal mehr ein heißer Tanz.

Champions League Viertelfinale läutet heiße Saisonphase ein

Acht Mannschaften sind übrig geblieben – dreimal Spanien, zweimal Frankreich, je einmal Deutschland, Italien und Portugal. Mit Beginn des Viertelfinals in der UEFA Champions League biegt die Saison 2014/2015 endgültig auf die Zielgerade ein, der Traum vom großen Finale am 6. Juni im Berliner Olympiastadion ist bei Clubs und Anhängerschaft gleichermaßen allgegenwärtig. Das millionenschwere Spektakel Königsklasse nähert sich unaufhaltsam seinem Höhepunkt. Für die Spieler ist der Henkelpott gleichbedeutend mit dem ultimativen Ritterschlag, ein Champions League Titel in der Vita strahlt weit über das Karriereende hinaus. Die Vereine indes wähnen sich angesichts schwindelerregender Summen im siebten Himmel. Unglaubliche 10,5 Millionen Euro bringt in diesem Jahr allein der Finalsieg, ab 2016 sind es dann sogar 15 Millionen Euro. Rosige Aussichten für den Fußball-Geldadel des Kontinents, der seine nationalen Vormachtstellungen dank horrender Ausschüttungen auf europäischem Parkett Jahr für Jahr aufs Neue zementiert. Es ähneln sich deshalb auch die jährlichen Prognosen für den internationalen Wettbewerb, hier schließt sich der Kreis. Real Madrid, der FC Bayern München und der FC Barcelona – die üblichen Verdächtigen also – sind, wen mag es verwundern, jeweils mindestens im vierten Jahr nacheinander im Viertelfinale dabei. Wenngleich in der Favoritenrolle, erwarten alle drei Branchenriesen mehr oder minder schwierige Aufgaben. Weiterlesen

CL-Achtelfinale 2015 ist Geschichte


Veröffentlicht am 19. März 2015

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Ohne England geht es weiter – Bundesliga lässt Federn – Frankreich überrascht

Napoleon hat England nicht bezwingen können. Den Fußballclubs Paris Saint Germain und AS Monaco ist dies gelungen. Chelsea und Arsenal waren keine unüberwindbaren Hürden für die Teams aus der Ligue 1. Arsenal blamierte sich vom Ergebnis daheim, konnte im Rückspiel die Demütigung etwas vergessen machen, das Blatt aber nicht mehr wenden. Die Gunners haben wieder einen talentierten Trupp zusammen, aber auch das führt erneut nicht in Richtung Ziel. Arsène Wenger ist Lichtjahre vom Champions League Titel entfernt. Seinem Londoner Nachbarn José Mourinho, dem er in großer Antipathie „verbunden“, fehlt für seinen dritten CL-Titel wohl das richtige Team, so wird es jedenfalls nichts. Chelsea ging blamiert vom heimischen Rasen und hat den Schock noch nicht verdaut. Kluge wie rationale Schlüsse werden daraus wohl nicht gezogen. Weiterlesen

Königsblau königlich


Veröffentlicht am 11. März 2015

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Schalke siegt im Bernabéu und verabschiedet sich mit erhobenem Haupt

In der jüngeren Vergangenheit wurde über den FC Schalke 04 nicht selten mit Hohn und Spott berichtet, auch an dieser Stelle gerne und oft die sportlichen Auftritte vor dem Hintergrund vollmundiger Kampfansagen oder das bisweilen höchst seltsam daherkommende Gebaren der Führungsriege aufs Korn genommen. Was S04 am Dienstagabend aber im Rückspiel des Champions League Achtelfinales beim Titelverteidiger auf den königlichen Rasen brachte, war aller Ehren wert. Zwar fehlte dem königsblauen Husarenstück im Bernabéu letztlich das Happy End. Selbst die größten Gegner und beharrlichsten Kritiker des Revierclubs aber ertappten sich dabei, wie sie sich mit den stark aufspielenden Schalkern unweigerlich bis in die Nachspielzeit solidarisierten, ihnen beide Daumen hielten, durchaus verblüfft ob der unerwartet dominanten wie spielerisch anspruchsvollen Darbietung. Weiterlesen

Alle Viere


Veröffentlicht am 11. Dezember 2014

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Auch der FC Schalke löst das Achtelfinalticket, Bayern rotiert und gewinnt

Es ist vollbracht. Wie im Vorjahr überwintern alle vier deutschen Starter in der Champions League. Ein toller Erfolg für die Bundesliga. Während die Bayern schon seit Wochen als Gruppensieger feststanden, sprangen die Schalker auf den letzten Metern noch auf den Zug gen Achtelfinale, profitierten dabei auch von konzentrierten Blues. Nach einem ziemlich glücklichen Auswärtssieg in Rom ist auch Manchester City eine Runde weiter. In Gruppe F rückte der FC Barcelona gegen Paris die Verhältnisse zurecht. Der FC Porto kam im bedeutungslosen Duell mit Shakhtar Donetsk zu einem Remis, blieb damit in sechs Vorrundenpartien als eines von drei Teams neben Real und Chelsea ungeschlagen. Der Blick auf die Gruppen E bis H. Weiterlesen