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Riesiges Experiment


Veröffentlicht am 7. Dezember 2015

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„Früher haben die Praktiker den Sport bestimmt. Inzwischen scheint sich das Anforderungsprofil verlagert zu haben, hin zu den Theoretikern und denen, die von diesen Ausgangspunkten das Spiel verstehen: Position, Ball, Druck auf den Ballführenden, Verschieben und so weiter. Ausgelöst wurde das durch die Veränderung der Jugendarbeit nach dem schwachen Abschneiden bei der WM 1998 und der EM 2000. Das hat mittlerweile dazu geführt, dass die Jugendabteilungen in den Bundesligavereinen sehr stark geworden sind. Sie bekommen mehr Geld und besser ausgebildete Trainer. […] So haben sich innerhalb eines Vereins die Machtverhältnisse verschoben. Weil der Profitrainer fast immer von außen kommt, die Jugendtrainer aber den Verein von innen kennen. Deshalb werden immer mehr Jugendtrainer zu Profitrainern gemacht. Das ist für die Vereinsmanager wirtschaftlich günstiger und gibt ihnen die Möglichkeit, stärkeren Einfluss auf sportliche Entscheidungen zu nehmen. Das Ganze ist ein riesiges Experiment. Ob es gutgeht oder nicht, weiß ich nicht.“

(Felix Magath, Interview FAZ-Sonntagszeitung, 6. Dezember 2015)

Alex Ferguson über:


Veröffentlicht am 14. Oktober 2015

José Mourinho
„Für José ist es wahrscheinlich das erste Mal in so einer Situation. Fünftletzter in der Tabelle, unglaublich. Aber große Manager finden Lösungen. Er wird eine Lösung finden. Es kann aber einige Wochen dauern. Was ich immer an ihm bewunderte war wie seine Teams bereit sind, für ihn zu spielen. Er muss das Team jetzt wieder auf den richtigen Weg bringen und ich glaube, er wird es tun.“

Jürgen Klopp
„Ich kenne Jürgen sehr gut von unseren Treffen mit den Elite-Trainern in Genf. Er ist eine gute Wahl, ich bewundere ihn. Eine starke Persönlichkeit. Er ist sehr hartnäckig, zielstrebig. Seine Karriere in Dortmund war ein schillernder Aufstieg an die Spitze. Ich denke, er wird sich sehr gut machen. Und ich sage das nicht gerne. Schließlich geht es um Liverpool.“

Transferkomitee FC Liverpool
„Wenn du deinem Manager nicht vertraust, warum hast du ihn dann verpflichtet? Er ist der Mann, der entscheiden sollte, welche Spieler er haben will. Für welche Position er sie haben will, welchen Charakter sie haben sollen. Der Manager weiß mehr als jeder andere. Die Moneyball-Idee, der ständige Blick auf Statistiken ohne die Gedanken des Trainers zu berücksichtigen – in meinen Augen ist das falsch. Warum jemandem einen Job geben, wenn er ihn nicht ausführen kann?“

(Sir Alex Ferguson, Interview ESPN, 9. Oktober 2015)

Chile – Argentinien 4:1 i.E. (0:0 n.V.)


Veröffentlicht am 5. Juli 2015

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Gastgeber Chile gewinnt erstmals die Copa América

Im Vorfeld bei Fans wie Medien – nicht unter Spielern – ein unappetitliches Geklimper nebst Diffamierungen auf beiden Seiten. Alte politische Rivalitäten machten vor dem Sport mal wieder nicht halt. Dennoch, es traten zum Endspiel der Copa América 2015 die derzeit besten Teams des Kontinents an, kreuzten im Estadio Nacional in Chiles Hauptstadt Santiago die fußballerischen Klingen. In der Vorfeld-Rhetorik viel vom Generationengold die Rede. Dessen Glanz entfaltet sich im Fußball allerdings nicht immer, ist manchmal mehr Fluch als Segen. Auf der anderen Seite gibt es Siege von historischer Bedeutung. Chile gelang einer. Nun gehört man endlich zu den südamerikanischen Titelträgern. Auch Chile trat mit seiner „Goldenen Generation“ an, bessere Fußballer hatte das Land noch nie. Vor allem hatte man niemals ein besseres Team. Weiterlesen

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Veröffentlicht am 30. November 2014

Happy Birthday, Schachweltmeister!

Happy Birthday, Schachweltmeister!

Schachweltmeister Magnus Carlsen feiert Geburtstag

Friedrich Schiller legte seinem Don Carlos den berühmten Satz in den Mund „Dreiundzwanzig Jahre, und nichts für die Unsterblichkeit getan“. Keine Ahnung wie es Norweger mit dem deutschen Romantiker und Dichterfürsten halten, aber ihr nationales Idol Magnus Carlsen hat am Tag seines 24. Geburtstages das Soll eines Dreiundzwanzigjährigen weit übererfüllt. Längst ist er dem traurigen Don Carlos weit voraus, hat schon alles für die Unsterblichkeit mögliche in seinem Fach getan. Und etwas unterschiedet Magnus Carlsen noch vom ehemaligen spanischen Infanten, er ist auf eine angenehme Weise normal und bodenständig geblieben. Sehr zum Unwillen manch sensationslüsterner Medien gibt er nicht den Entertainer oder liefert Storys, sondern geht klug und sachlich mit seinem Leben und dem Erfolg um. Diese junge Lebensleistung ist staunenswert und trägt viele glanzvolle Facetten sportlicher Größe in sich. Weiterlesen