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Fußball und Verwandtschaft


Veröffentlicht am 5. August 2015

Michael Maertens - Schauspieler

Michael Maertens – Schauspieler

Zu wem halten Sie als Hamburger?: „St.Pauli! Aber die angeheirateten Verwandten sind alle Bayern-München-Fans, deshalb bin ich inzwischen auch aus anbiedernden Gründen ebenfalls einer. Jetzt habe ich beides: die tragische Beziehung zu Hamburg, mit einer Niederlage nach der anderen, und den Triumph der Münchner.“

(Burgschauspieler Michael Maertens, Interview „Die Presse“ Wien, 19. Dezember 2013)

Was ist los bei Barca?


Veröffentlicht am 14. April 2014

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„Die Menschen sollten nicht zornig auf die Mannschaft oder den Trainer sein. In Barcelona entscheidet seit vier Jahren nicht mehr der Trainer. Martino tut, was er kann. Aber es ist sehr schwierig, wenn man etwas beschließen will und die Clubspitze einen nicht gewähren lässt. Die Fehler werden in der Vereinsführung gemacht. Neymar ist ein Opfer des Geldes, seines Vaters und des Clubs. Ein 21-jähriger Junge, der sich verbessern kann, dem es aber auch erlaubt sein muss, einmal ein paar Fehler zu machen. Was mit dem Jungen getan wird, ist ungerecht. Vor ein paar Tagen war Messi noch der Beste der Welt und nun soll er der Schlechteste sein? Er ist ein grandioser Fußballer. Warum sollte er das nun nicht mehr sein? Die Leute brauchen immer jemanden, dem sie die Schuld geben können. Die Behauptung, die Spieler hätten ihren Siegeswillen verloren und die Zeit von Barca sei um, ist Schwachsinn, den die Presse schreibt.“

(Johan Cruyff, Interview Marca, 10. April 2014)

Inspiration und Besessenheit


Veröffentlicht am 4. September 2013

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„Fußball ist ein Mannschaftssport. Ich setzte nicht auf elf Einzelspieler, der eigentliche Leader war das Spiel selbst. Und das ist eine Lehre für die Zukunft: Kein Scheich wird jemals das Zusammenspiel einer Mannschaft kaufen können. Er kann die besten Individualisten und erfolgreichsten Spieler versammeln, aber eine Spielidee kann nur durch Inspiration, Konzentration und Fleiß entwickelt werden. Das Spiel ist nicht käuflich.“

„Ich gab alles und forderte auch alles. Nach dem dritten Jahr war ich ausgelaugt. Die italienische Fußballszene sah in mir einen Umstürzler. Ich musste gegen alles kämpfen, auch gegen weite Teile der Presse. Das war ein großer Druck. Ich habe 16 Stunden am Tag gearbeitet und nur an Fußball gedacht. Wie ein Besessener. Ich war überzeugt, dass man immer noch mehr und alles besser machen konnte.“

(Arrigo Sacchi, Ex-Trainer AC Mailand und Italien, Interview 11Freunde, 24. Februar 2013)