Schlagwort-Archive: Pressekonferenz

Road to Berlin


Veröffentlicht am 5. Mai 2015

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Wer übersteht die letzte Etappe?

Zum allerersten Mal kehrt Pep Guardiola am Mittwoch zwar als respektierter Freund, aber auch als erbitterter Gegner an den Ort zurück, der ihn einst zu dem werden ließ, der er heute ist. Die Voraussetzungen für den Architekten jenes schwindelerregenden Tiki-Taka Barca-Spiels, das an guten Tagen jede Mannschaft der Welt aussehen lässt wie eine Schülerauswahl, sind im Camp Nou diesmal allerdings bei weitem nicht ideal, denn Guardiolas Bayern plagen große Verletzungssorgen. Während die Katalanen ihren Zögling mit dem Rückenwind von 14 Ligatreffern aus den letzten beiden Partien gegen Getafe und Córdoba empfangen, mussten die Münchner nach dem Pokalaus gegen Dortmund am Wochenende auch eine Niederlage in Leverkusen verdauen. Das Team von Luis Enrique, der in seinem ersten Jahr als Barca-Coach weiterhin nicht weniger als das Triple im Visier hat, sinnt auf Revanche für das Halbfinal-Aus vor zwei Jahren und ist der klare Favorit. Hierzulande etwas im Schatten des Guardiola-Spektakels, dabei aber nicht weniger klangvoll, das zweite Halbfinale zwischen Juventus Turin und Real Madrid – der Ausgang nur schwerlich vorherzusehen. Bei den Königlichen strebt Carlo Ancelotti nicht nur die erste Titelverteidigung der Wettbewerbsgeschichte, sondern die sage und schreibe vierte Champions League Trophäe seiner Trainerkarriere an – nicht zu vergessen seine beiden als Spieler des AC Mailand errungenen Europacups der Landesmeister. Rekordverdächtig in jeder Hinsicht. Real in La Liga zuletzt mit sieben Siegen am Stück, dabei mit 27 Toren ebenso treffsicher wie der große Rivale aus Katalonien. Juve allerdings muss Reals Offensive nicht fürchten, hat in 34 Ligaspielen bislang erst 19 Gegentore geschluckt und betritt die größte Bühne seit der Finalniederlage 2003 in Manchester gegen Ancelottis Milan obendrein als frischgebackener italienischer Meister. Für Massimiliano Allegri birgt dieses Duell sicherlich auch so etwas wie eine europäische Reifeprüfung. Spannende Tage in den elitären Fußballhochburgen des Kontinents, manch vollmundiger Trainer-Gigant längst außen vor. Guardiola oder Luis Enrique? Ancelotti oder Allegri? Wer übersteht auf der Road to Berlin auch die letzte Etappe? Weiterlesen

Wiedersehen macht Freude


Veröffentlicht am 8. Dezember 2014

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Thomas Schaaf gehört längst nicht zum alten Eisen

Zugegeben, ein bisschen gewöhnungsbedürftig war es schon, als Thomas Schaaf nach einjähriger Dienstpause im Sommer auf die Bundesligabühne zurückkehrte. Thomas Schaaf, dieser Name war in den Köpfen der Fußballfans eigentlich auf immer und ewig mit dem Grün Werder Bremens verbunden. Plötzlich aber waren da die Frankfurter Vereinsfarben, Rot, Weiß und Schwarz, dazu der Eintracht-Adler und überhaupt war es ja noch nicht allzu lange her, dass der neue SVW-Geschäftsführer Thomas Eichin kurz nach seiner Amtsübernahme im Frühjahr 2013 aus freien Stücken einen Neuanfang ausrief. Der bis dato mit meilenweitem Abstand dienstälteste Trainer der Liga wurde mehr oder minder gegangen, man trennte sich „einvernehmlich“, soweit der übliche Sprachgebrauch. Viel war damals spekuliert worden. Ob Schaaf überhaupt noch in die Neuzeit der Konzept-Trainer passe. Ob Schaaf nach 14 Jahren Amtszeit als Cheftrainer noch Reizpunkte setzen könne. Ob seine Methoden noch zeitgemäß seien. Die Antwort traf Werder Bremen nun zwar mit leichter Verzögerung, dafür umso härter: Ein deutlicher 5:2-Sieg Eintracht Frankfurts hinterließ im ersten Aufeinandertreffen Schaafs mit seiner alten Liebe auf beiden Seiten eine Gefühlswelt, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnte. Weiterlesen

Menschlich, allzu menschlich


Veröffentlicht am 17. November 2014

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Halbzeit bei der Schach WM

Unmittelbar vor Beginn der zweiten Halbzeit im WM-Kampf um die Schachkrone zwischen Magnus Carlsen und Viswanathan Anand, die mit Partie sieben beginnt, geistern Worte wie Fehler, Versagen und Schachblindheit vom Austragungsort Sotschi um die Welt. Differenzierter schreibende Zeitgenossen sprechen vom „psychologischen Moment, einem Mysterium“. Carlsen führt nach der Hälfte des Wettkampfes mit 3,5 zu 2,5 Punkten und hat seine beiden Siege in Partie zwei und Partie sechs auch Fehlern seines Gegenübers zu danken. Weiterlesen

Three Stone Overweight


Veröffentlicht am 21. Oktober 2014

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“He’s not fit to play football unfortunately. [Adel Taarabt] He played in a reserve game the other day and I could have run about more than he did, so I can’t pick him. I pick people who want to try, who deserve to be a good football club like QPR, who come in every day and want to work, train and show a good attitude. When he starts doing that, if he ever can do it, maybe he’ll get a game. I can’t protect people who don’t want to run and train, and are about three stone overweight. What am I supposed to keep saying? Keep getting your £60,000, £70,000 a week and don’t train? What’s the game coming to?”

(Harry Redknapp, Press Conference London, QPR vs. Liverpool, 19 October 2014)

Angenehm und intelligent


Veröffentlicht am 16. September 2014

„Ich schätze Arsène Wenger sehr. Wir hatten gerade wieder die Gelegenheit, uns auf dem UEFA Trainer-Kongress zu treffen. Er ist einfach ein sehr angenehmer, weil intelligenter Kollege. Ich bin ganz, ganz weit davon entfernt, mich mit irgendwelchen Trainern auf dieser Welt zu vergleichen und schon gar nicht mit so herausragenden Persönlichkeiten. Ich bin zum Glück noch dramatisch jünger, habe noch ein paar Jahre vor mir, um irgendwann möglicherweise mit schwierigen Situationen so gut umgehen zu können, wie das der Kollege bestimmt kann.“

(Jürgen Klopp über Arsène Wenger, Champions League PK, Dortmund, 15. September 2014)

Wenger & Mourinho


Veröffentlicht am 21. April 2014

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„Arsène Wenger ist ein cooler Typ – außerhalb des Spielgeschehens. Er ist umgänglich, und ich kann mich mit ihm über alles Mögliche unterhalten. Wir können über Wein und andere Dinge des Lebens reden. Bei UEFA-Sitzungen war es ihm stets ein Anliegen, anderen Trainern zu helfen. Aber wenn es an Spieltagen um seine Mannschaft geht, ist er wie ausgewechselt. Ich konnte Arsène immer gut verstehen und mich sogar mit seinem völligen Wandel identifizieren. Etwas davon steckte auch in mir. Wenn wir einen Wesenszug gemeinsam haben, so ist es der, dass wir es absolut hassten zu verlieren.“

„Das erste Mal, dass ich José Mourinho als potentielle Gefahr wahrnahm, geschah anlässlich seiner Pressekonferenz als Trainer von Chelsea im Sommer 2004. ‚I`m the special one‘, verkündete José. ‚Was für ein frecher junger Spund‘ dachte ich, als ich sah, wie er die Presse mit reichlich zitierfähigem Material fütterte. Eine innere Stimme sagte mir: ‚Ein Neuer. Jung. Sinnlos, über ihn zu reden. Sinnlos, sich mit ihm anzulegen. Aber er ist intelligent und selbstbewusst genug, mit der Aufgabe bei Chelsea fertig zu werden.‘ Chelsea entwickelte sich zu einer Mannschaft, die unglaublich schwer zu besiegen war. Nachdem Mourinho angetreten war, gewann ich kein Spiel mehr an der Stamford Bridge.“

(Alex Ferguson, Meine Autobiographie, Verlag Edel, 2014)

Eden Hazard


Veröffentlicht am 3. Februar 2014

Eden Hazard

Eden Hazard

„Eden Hazard hat Fortschritte gemacht. Seine Qualität war immer vorhanden, nun ist auch eine hohe Effektivität hinzugekommen und das richtige Defensivverhalten. Er arbeitet mittlerweile sehr hart für das Team. Er ist nicht der Spieler der nur eine gewisse Zeit auf dem Platz wirkt und dann für 30 Minuten aus dem Spiel verschwindet. Er versucht die gesamte Zeit Einfluss auf unser Spiel zu nehmen und übernimmt dabei auch Verantwortung.“

(José Mourinho, Pressekonferenz, London, 10. Januar 2014)

Trainer und Reporter


Veröffentlicht am 10. November 2013

„Dieses Wort ‚abschenken‘ ist ein furchtbares Wort. Ich verstehe nicht, wie man so etwas überhaupt in den Mund nehmen kann. Wie Sie mir so eine Frage stellen können. Sie kennen mich doch einige Jahre. Habe ich schon mal ein Spiel ‚abgeschenkt‘? Dann nehmen Sie also auch nicht dieses Wort in den Mund.“

(Christian Streich, Pressekonferenz nach Freiburg-Spiel bei GD Estoril, 7. November 2013)

Torlinientechnik


Veröffentlicht am 24. Oktober 2013

„Ich kann nicht verstehen, warum die Bundesliga nicht ein paar Millionen Euro in diese Technik investiert. Deutschland ist ein reiches Land und die Finanzkrise hat sich hier nicht so ausgewirkt. Es dürfte also kein Problem sein. Die Bundesliga sollte diese Torlinientechnik haben. Wenn ich Trainer von Bayer Leverkusen wäre, würde ich ein Wiederholungsspiel fordern. Und wenn ich Trainer von Hoffenheim wäre, würde ich dasselbe tun.“

(José Mourinho, Champions League Pressekonferenz, 21. Oktober 2013)