Schlagwort-Archive: Pressing

Ritterschlag


Veröffentlicht am 21. April 2015

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„Was Guardiola in seinen vier Trainerjahren beim FC Barcelona erreicht hat, toppt alles, was seine Vorgänger im Camp Nou getan haben. Und da gab es viele großartige: Van Gaal, Rijkaard, Cruyff – um nur einige zu nennen. Guardiola aber hat bestimmte Bereiche – wie das Pressing gegen den Ball – auf ein neues Level gehoben. Barcelonas disziplinierte Spielweise und Arbeitseinstellung sind zu Markenzeichen seiner Mannschaften geworden. Pep erschuf eine Kultur, in der die Spieler wussten: Wenn wir nicht hart arbeiten, werden wir nicht länger für diesen Club spielen dürfen. Glauben Sie mir, das ist alles andere als einfach.“

(Sir Alex Ferguson, Vorwort „Pep Guardiola – Another Way of Winning“, Guillem Balague, 2012)

Was ist unerträglich?


Veröffentlicht am 4. März 2014

„Journalisten, die mit Fachausdrücken um sich werfen – und dann bei der einfachen Frage nach dem Unterschied zwischen Pressing und Gegenpressing versagen.“

(Hans Meyer, Kolumne in „11Freunde“, Ausgabe März 2014)

Gegenmodelle


Veröffentlicht am 6. Oktober 2013

„Bayern und Dortmund schauten zuletzt voneinander ab. Bayern ließ sich vom BVB fürs Pressing Beine machen, Dortmund den Ball laufen. Es deutet sich an, dass sich beide Teams in dieser Saison stilistisch wieder voneinander entfernen, dafür in der Tabelle nähern.“

(Autor Oliver Fritsch, Zeit Online, 13. August 2013)

Ernst Happel (III) – Brüsseler Spitze


Veröffentlicht am 31. August 2013

Happels Jahre in Belgien, wieder eine Erfolgsgeschichte

„Gescheitert“. Welch ein Wort im Universum des Ernst Happel. Lakonisch und klar brachte es Happel auf den Punkt, in Sevilla beim FC gab es keine Lorbeeren. Der Meistertrainer und frisch gebackene Macher des Europapokalsiegers Feyenoord Rotterdam geht zum spanischen Zweitligisten, dem FC Sevilla und will diesen in die erste spanische Liga und dann auch zu Titeln und Triumphen führen. Der Beginn ist schon das Ende. Eine zugesagte Mitarbeiterschaft des Dolmetschers von Max Merkel scheitert an dessen eigenen Trainerambitionen. Dieser Dolmetscher hat in der Vorsaison an der Seite von Merkel seinen Anteil an der Meisterschaft von Atlético Madrid, Merkels größtem Trainer-Triumph. Weiterlesen

Erfolgreiches Zusammenspiel


Veröffentlicht am 30. August 2013

„36 Partien in Folge blieb der HSV zwischen dem 23. Januar 1982 bis 28. Januar 1983 ungeschlagen. Eine Rekordserie, die bis heute Bestand hat. Happel hatte in seiner zweiten Saison sein Pressing weiter perfektioniert, Manager Günter Netzer hielt ihm den Rücken frei, und Präsident Wolfgang Klein war klug genug, sich aus der sportlichen Alltagsarbeit herauszuhalten.“

(Nord-West-Zeitung, 25. Juli 2013)

„I am not happy, but I am content“


Veröffentlicht am 22. August 2013

Die außergewöhnliche Spielerkarriere des Horst Blankenburg

30. Mai 1973: Horst Blankenburg (Bildmitte) hat hier gerade mit Ajax Amsterdam den Europapokal der Landesmeister gewonnen. Im Finale wurde Juventus Turin 1:0 bezwungen. Links von Blankenburg sind Trainer Ștefan Kovács und Mittelfeldmann Gerrie Mühren zu sehen. Rechts Finaltorschütze Johnny Rep und Blankenburgs Abwehrkollege Barry Hulshoff.

30. Mai 1973: Horst Blankenburg (Bildmitte) hat hier gerade mit Ajax Amsterdam den Europapokal der Landesmeister gewonnen. Im Finale wurde Juventus Turin 1:0 bezwungen. Links von Blankenburg sind Trainer Ștefan Kovács und Mittelfeldmann Gerrie Mühren zu sehen. Rechts Finaltorschütze Johnny Rep und Blankenburgs Abwehrkollege Barry Hulshoff.

„Nicht glücklich, aber zufrieden“, die Lebensbilanz, in einem englischen Porträtinterview über Horst Blankenburg, persönlich von ihm geäußert, fällt nüchtern aus. In Deutschland ist er fast vergessen, bei Ajax Amsterdam verehrt man Horst Blankenburg noch heute als Abwehrchef der größten Mannschaft in der Geschichte des Vereins. Johan Cruyff sagte einst über Horst Blankenburg: „Als Libero ist er noch besser als Franz Beckenbauer.“ Hennes Weisweiler sah in ihm den perfekten Fußballspieler, der seiner Idealvorstellung eines Liberos am nächsten kam. In Deutschland half dies alles wenig, Franz Beckenbauer war der Libero seiner Ära. Weiterlesen

Ernst Happel (II) – Holländische Jahre


Veröffentlicht am 13. August 2013

Ein Wiener zieht in die Welt, um den Fußball zu revolutionieren

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In Zeiten, wo Wohnungssuche und Harndrang von Spielern oder die Flughafenankunft eines Trainers Fußballnachrichten darstellen, ist den Apologeten solcher Meldungen schwer zu vermitteln, wie großartig und erfolgreich ein Trainer vom Qualitätsschlag Ernst Happels auch in unserer Zeit wäre. Aura und Charakter, wenn sie mit Kontur, Ecken und Kanten daherkommen, sind angeblich nicht mehr gefragt. Weit gefehlt! Das Außergewöhnliche im Fußball wird nur von außergewöhnlichen Persönlichkeiten geschaffen und ist auch nach Happel oft von seinem Holz. So Luis Aragonés, der Spaniens Nationalmannschaft aus 40-jähriger Agonie erweckte, so Felix Magath, der aus grauen Mäusen erfolgreiche Meisterwölfe machte und so Otto Rehhagel, der einen Fußballzwerg zum europäischen Thronriesen erhob. Durch die Bank eher kluge Beobachter als denn hyperaktive Dampfplauderer. Kollegen nach Happels Geschmack. Der Welt erfolgreichster Fußballtrainer war einem Happel immer näher als jedem Konzepttrainer, wer den Sir auf der Rennbahn trifft, sollte ihn danach fragen. Weiterlesen

WM – Strategie gefragt


Veröffentlicht am 25. Juni 2013

„Es ist kein Wunder, dass noch keinem europäischen Team ein WM-Titel in Südamerika gelungen ist. Ich glaube, dass die Bedingungen in Brasilien das Tempo der WM-Spiele 2014 bestimmen werden. Man wird nicht viel Pressing sehen. Hohe Luftfeuchtigkeit in einigen Spielorten und lange Reisen über mehrere tausend Kilometer werden den Teams viel Kraft rauben. Wenn man in der Hitze oder im Regen spielt, muss man den Ball sicher in den Fuß spielen können. Deswegen ist Brasilien gefährlich, weil sie daran gewöhnt sind. Siegen wird das Team, das rasch und fehlerfrei von Abwehr auf Angriff und umgekehrt umschalten kann. Man braucht eine Strategie.“

(Gerard Houllier, Mitglied FIFA Technical Study Group, Pressekonferenz Confed-Cup, Juni 2013)