Schlagwort-Archive: Qualifikation

Auf nach Frankreich


Veröffentlicht am 13. Oktober 2015

Es ist vollbracht: Erstmals nimmt Wales an einer Europameisterschaft teil. Aaron Ramsey (rechts) bejubelt sein Führungstor im letzten Qualifikationsspiel gegen Andorra.

Es ist vollbracht: Erstmals nimmt Wales an einer Europameisterschaft teil. Aaron Ramsey (rechts) bejubelt sein Führungstor im letzten Qualifikationsspiel gegen Andorra.

Abschluss der EM-Qualifikation

Die deutsche Gruppe nebst Leistung wurde an dieser Stelle schon gewürdigt und beleuchtet, nun ein kurzer Blick auf das Ende der EM-Qualifikation in den anderen Gruppen. Starke Auftritte besonders von Österreich und England. Die Sensation der Qualifikation heißt Albanien. Der große und peinliche Verlierer eindeutig die Niederlande. Beim Betrachten der Konkurrenz darf es schon heute gesagt werden, der Titel in Frankreich 2016 ist für Deutschland durchaus drin. Weiterlesen

Neue Leute


Veröffentlicht am 23. August 2015

„Vor der Sommerpause hatte Joachim Löw einen Umbruch angekündigt. Weltmeister-Bonus hin oder her, es braucht jetzt neue Leute. Eine EM-Qualifikation sollte keinen Vorwand für ein Festhalten an bewährten Kräften darstellen. Die WM 2018 ist das eigentliche Ziel.“

(Felix Magath, Kolumne, Express-Köln, 23. August 2015)

Kleines Land, große Persönlichkeit


Veröffentlicht am 9. August 2015

Carmel Busuttil im getauschten DFB-Trikot nach der 2:3-Niederlage Maltas im Dezember 1984.

Carmel Busuttil im getauschten DFB-Trikot nach der 2:3-Niederlage Maltas im Dezember 1984.

Die Karriere des Carmel Busuttil

Es endete wie es begann, der Gegner hieß Island. In Messina auf Sizilien besiegten Busuttil und seine Mannschaftskameraden am 5. Juni 1982 das Team der Nordländer in einem EM-Qualifikationsspiel mit 2:1. Sein erstes Länderspiel. Das letzte Spiel für seine Nation bestritt er am 25. Mai 2001 im Rahmen der WM-Qualifikation in La Valletta, ein Abschluss der guten Art blieb allerdings verwehrt. Island behielt die Oberhand, Busuttil und sein Team mussten sich mit 1:4 geschlagen geben. Die persönliche Bilanz von Carmel Busuttil zählte am Ende des Tages 111 Länderspiele und 23 Treffer. Busuttil war der erste Malteser, der die 100-Spiele-Marke an Einsätzen für sein Land erreichte. Die großen Sporttitel und das noch größere Geld waren mit dieser Laufbahn dennoch nicht zu machen. Busuttil musste als Nationalspieler seines Heimatlandes Malta auch eine Menge einstecken. 16 Siege konnte er bejubeln, 20 Unentschieden verbuchen und 75 Niederlagen musste er ertragen. Malta ist ein historischer Zauberort und eine geschichtliche Adresse voller Legenden, ein Fußballriese war es nie. Im Gegenteil, bis heute gilt die Insel Malta als leichte Beute und Zwerg des Weltsports Fußball, findet dennoch immer wieder Jungen und Männer, die mit Stolz und Freude am Spiel das Trikot ihres Landes tragen. Ihr großes Vorbild ist Carmel Busuttil. Weiterlesen

Russland ohne Plan


Veröffentlicht am 20. Juni 2015

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Nationalelf von WM-Gastgeber 2018 am Boden

Es gibt angeblich Funktionäre und Nationen, die eine neue WM-Vergabe für 2018 und 2022 nicht kategorisch ausschließen, sogar in der FIFA soll sich der Gedanke ausbreiten. Nichts Genaues weiß man nicht. Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der Vergabeentscheidung stehen schon lange im Raum, die dramatischen Ereignisse innerhalb und außerhalb der FIFA befeuern dieses Feld zusätzlich, lassen keine Ruhe einkehren. Zu sportpolitischen und juristischen Fragen gesellt sich noch der desaströse wie planlose Eindruck, den die Russische Nationalelf auf dem grünen Rasen bietet. Weiterlesen

Schad- und glanzlos in Tiflis


Veröffentlicht am 30. März 2015

Augen zu und durch: Marco Reus war in Georgien ein deutscher Aktivposten.

Augen zu und durch: Marco Reus war in Georgien ein deutscher Aktivposten.

Wales und Nordirland auf gutem Weg in Richtung EM 2016

Für die DFB-Elf war die Länderspiel-Reise nach Tiflis eine von jener ungeliebten Sorte Ausflug, bei der es wenig bis gar nichts zu gewinnen, gleichzeitig aber eine Menge zu verlieren gibt. In der Tat wäre der Aufschrei wohl riesig gewesen, hätte sich der Weltmeister nach der Niederlage in Polen und dem Unentschieden gegen Irland zum Start in die Qualifikationsphase für das EM-Turnier in Frankreich im kommenden Jahr nun beim Fußballzwerg Georgien einen weiteren Ausrutscher erlaubt. Dafür, dass es soweit nicht kam, reichte gegen den aktuell in der Fußball-Weltrangliste auf Platz 126 – knapp hinter Liechtenstein und Moldawien, punktgleich mit Burundi aber immerhin vor Aruba, den Philippinen und Vietnam – geführten und an der Ostseite des Schwarzen Meeres gelegenen Staat im Kaukasus letztlich eine gute Viertelstunde. Weiterlesen

Blick aufs Management


Veröffentlicht am 22. Februar 2015

imago18184298m_c„Bundesliga-Manager gehören in Deutschland zu den unqualifiziertesten Personen im oberen Management. Sie sind meist schlechter qualifiziert als die Trainer. Dass sie teilweise ehemalige Spieler sind, ist mir als Qualifikation zu wenig. Das würde es in der freien Wirtschaft nicht geben.“

(Dirk Zingler, Präsident 1. FC Union Berlin, Fan-Treffen, Mai 2014)

imago12089335m_c„Wir müssen morgen und übermorgen noch mehr den Fokus auf die Qualität der Manager legen. Die Trainer stehen ja immer sehr schnell im Mittelpunkt. Die entscheidenden Fehler passieren im Verein aber vor allem durch die Manager, die diese Vereine führen.“

(Edmund Stoiber, Doppelpass Sport1, 21. Dezember 2014)

Menschliche Qualitäten und Expertise


Veröffentlicht am 13. Dezember 2014

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Man muss kein Neurowissenschaftler sein, um wirksam etwas im Gehirn verändern zu können. Das tut jeder gute Lehrer, jeder gute Fußballtrainer, jeder Experte, dessen Metier es ist, andere zu beeinflussen. Man muss etwas von den Beeinflussungsmethoden und Übungen verstehen, die in dem spezifischen Bereich besonders wirksam sind. Sicher gibt es auch bereichsübergreifende menschliche Qualitäten, die gute Beeinflusser kennzeichnen, aber menschliche Qualitäten reichen nicht aus, um ein erfolgreicher Fußballtrainer zu sein. Es braucht neben menschlichen Qualitäten in allen Beeinflussungsberufen bereichsspezifische Expertise, um erfolgreich zu sein. Würde es einem Fußballtrainer helfen, noch besser zu werden, wenn er möglichst viel vom Gehirn versteht? Wohl kaum. Man hat nichts davon gehört, dass sich die Fußballtrainer am Ende der Dekade des Gehirns mit einem mal alle auf die Hirnforschung stürzen.

(Prof. Dr. Klaus Grawe, „Neuropsychotherapie“, Hogrefe Verlag, 2004)

Besinnungszeit


Veröffentlicht am 19. November 2014

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Jahresabschluss mit Stil – Neuer Weltmeister schlägt alten Weltmeister

In einem sportlichen Vergleich am Rande der Bedeutungslosigkeit bezwang die DFB-Elf im letzten Länderspiel ihres so erfolgreichen WM-Jahres 2014 den amtierenden Europameister und vormaligen Weltmeister. Ein Prestigesieg gegen den Dauerrivalen – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ausgerechnet einer, den sie in Spanien inzwischen so sehr schätzen, machte im Dauerregen von Vigo den Unterschied. Weiterlesen

Made in Germany


Veröffentlicht am 16. November 2014

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Rehhagels Disziplin und Ordnung machte Griechenland einst zum Europameister

Wenn vermeintliche Fußballnationen gepeinigt, dann sind die Färöer-Inseln nicht weit. Einst schlugen sie, es war in der EM-Qualifikation 1990, auf fast heimischem Boden, man spielte im schwedischen Landskrona, die Österreicher mit 1:0. In unserem Nachbarland ist das seither eine quälende Sporterinnerung. Nun machte sich die Nationalmannschaft von der 43.000 Einwohner Insel auf nach Hellas und besiegte, was einst nicht mal dem persischen Großkönig Xerxes gelang, die Griechen auf deren heimischem Boden. Für den Ex-Europameister keine geringere Schmach als für die Wiener Alpenrepublik. Im Resultat kostete diese Niederlage dem italienischen Trainer Claudio Ranieri den Job, den er erst im Sommer diesen Jahres angetreten. Die Probleme des griechischen Fußballs liegen aber in einer eher schwachen Liga und den Verhältnissen im griechischen Fußball, weniger beim Trainer. Die Zeche zahlt aber wie immer dieser, und natürlich allein. Ranieri geht und ein Name ist wieder allgegenwärtig, weil gerade in Untergangstagen immer wieder die trostlose Gegenwart mit Niederlagen gegen Rumänien, Nordirland und die Färoer von der gloriosen Vergangenheit überdeckt wird. Dann hört man es über den Peloponnes schallen, was das doch für Zeiten waren, als der Deutsche noch unseren Fußball lenkte. Weiterlesen