Schlagwort-Archive: Rätsel

Ballett als Hühnerhaufen


Veröffentlicht am 22. November 2015

Marcelos Grätsche kommt zu spät: Iniesta trifft unwiderstehlich in den rechten Torwinkel.

Marcelos Grätsche kommt zu spät: Iniesta trifft unwiderstehlich in den rechten Torwinkel.

Real Madrid bekam eine Lehrvorführung vom FC Barcelona

Barcelonas Andrés Iniesta war im Bernabéu-Stadion der große Macher. Er dirigierte sein Team zum 4:0-Auswärtssieg bei Real Madrid. Die Königlichen bekamen 90 Minuten kein Bein auf die Erde und Iniesta darf dafür als Hauptverantwortlicher genannt werden. Ein Mittelfeldstratege der absoluten Weltklasse, diese schon über viele Jahre, pulverisierte er im kongenialen Zusammenspiel mit Sergio Busquets die gegnerische Ordnung zur blamablen Unordnung eines Hühnerhaufens. Luka Modrić und Toni Kroos wurden zu staunenden Statisten degradiert, die dem Maestro bei der Arbeit zusehen durften. Nebenher besorgte Iniesta noch das 3:0, um dann bei seiner Auswechslung mit Applaus von den heimischen Real-Fans verabschiedet zu werden, die damit ihrem eigenen Team noch eine zusätzliche Ohrfeige verpassten. Wie sein grandioser Ex-Partner Xavi wird auch Andrés Iniesta wohl nie Weltfußballer, ein inkompetentes Zeugnis derer, die Jahr um Jahr darüber abzustimmen haben. Weiterlesen

Nun auch Spanien


Veröffentlicht am 22. August 2015

Aritz Aduriz (Mitte) erzielte in zwei Supercup-Partien gegen den FC Barcelona stolze vier Treffer.

Aritz Aduriz (Mitte) erzielte in zwei Supercup-Partien gegen den FC Barcelona stolze vier Treffer.

Primera División steigt ins Geschehen ein

Während die anderen Großligen längst auf der Wegstrecke, startete die Primera División am gestrigen Abend mit der Auftaktpartie FC Malaga gegen den Europa League Sieger FC Sevilla in die Saison 2015/16. Dieser Start zeigte keine spanische Fußballästhetik und kam eher als verbissenes Kartenfestival daher. Sieben Gelbe Karten und eine Gelb-Rote für Sevillas Steven Nzoni standen am Ende bei einem hitzig umkämpften 0:0 zu Buche. Der erste Spieltag bietet in den Ansetzungen viel Hausmannskost und ein sehr interessantes Duell. Der FC Barcelona muss erneut ins Baskenland zu Athletic Bilbao, wo die stolzen Katalanen in der vergangenen Woche im spanischen Supercup mit einer 0:4-Klatsche deutlich unter die Räder gerieten. Für die einen nur Betriebsunfall, für die anderen Menetekel auf eine bevorstehende Barça-Saison der mäßigen Sorte. Das Spiel bietet jedenfalls Boden für mediale Spekulationen jeder Art und die sprudeln wie immer in solchen Fällen reichlich. Aufgerüstet hat der Champions League Sieger nicht. Die Stammelf in Topform und mit Lust, wenn alles an Deck und gesund, sicher wieder für Meisterschaft und Champions League gleichermaßen ein sehr heißer Anwärter. Die zweite Reihe des FC Barcelona fällt dagegen merklich ab, wird den hohen Barça-Ansprüchen nicht gerecht. Auch La Masia wirft Weltklasse nicht im Jahrestakt aus. Weiterlesen

Halbfinale winkt


Veröffentlicht am 8. April 2014

Ezequiel Lavezzi (links) brachte PSG im Hinspiel schon nach drei Minuten auf die Siegerstraße.

Ezequiel Lavezzi (links) brachte PSG im Hinspiel schon nach drei Minuten auf die Siegerstraße.

Rückspiele im Viertelfinale – Champions League biegt auf die Zielgerade

Paris Saint-Germain hat für den Aufmerker gesorgt, ein Sieg, zwei Tore Vorsprung und Chelsea ruhmlos zurück nach London. Sicher die Überraschung der Hinspiele, wenn auch keine Sensation. PSG-Trainer Laurent Blanc hat ein Team mit Ambitionen und Eigentümer, die – wie Roman Abramowitsch – alles möglich machen. Am Ende kritisierte José Mourinho die Abwehrleistung seiner Chelsea-Elf nicht, er fand nur Spott und das Defensivverhalten „lächerlich“, was wesentlich schlimmer als sein Zorn. Im Stadion saß Brasiliens Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari, der sich die Augen gerieben haben muss. In Chelseas Mannschaft liefen immer noch Spieler auf, die er in seiner Amtszeit 2008/2009 ausmustern wollte, weil sie ihren Zenit überschritten. Die Macht dieser Spieler – so stark wie in keinem Club der Welt – ließ damals kein frisches Blut für Chelsea zu, brachte vielmehr Scolari um seinen Job. Mourinho ist stark und gefestigt, wird sich zum Saisonende sicher auch von einigen Instanzen trennen, den Neuanfang intensivieren. Mit Zlatan Ibrahimović fehlt PSG die personifizierte breite Brust, man fährt dennoch selbstbewusst an die Stamford Bridge. Laurent Blanc weist immer darauf hin, PSG ist viel mehr als Zlatan Ibrahimović. Ob dem wirklich so ist, man wird es erleben. Die Cavani, Motta oder Thiago Silva haben jedenfalls eine Menge Fußball drauf, sind hungrig auf den Schritt ins Halbfinale, können es auch schaffen. Wie viel Appetit die Chelsea-Stars noch entwickeln, um gegenzuhalten, es wird sich zeigen. Aufgabe wird José Mourinho nicht dulden. Weiterlesen