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Ruhrpott gegen Griechenland


Veröffentlicht am 2. Oktober 2015

Drei Tore für ein Halleluja: Franco Di Santo schoss Schalke zum klaren Heimsieg über Tripolis.

Drei Tore für ein Halleluja: Franco Di Santo schoss den FC Schalke 04 zum klaren Heimsieg über Tripolis.

Schalke besiegt Tripolis, BVB spielt Unentschieden in Saloniki, Augsburg unterliegt Partizan

Acht Mannschaften sind nach dem zweiten Spieltag der Europa League Gruppenphase noch mit einer weißen Weste ausgestattet. Darunter auch der FC Schalke 04, der nach seinem 3:0-Auftaktsieg gegen APOEL Nikosia auch das Heimspiel gegen Asteras Tripolis problemlos für sich entschied. Ein lupenreiner Hattrick von Franco Di Santo vor der Pause (28., 37., 45.) sowie ein Treffer von Klaas-Jan Huntelaar in der Schlussphase (84.) besiegelten den hochverdienten 4:0-Erfolg vor über 42.000 Zuschauern in der heimischen Veltins-Arena. Die überforderten hellenischen Gäste mit diesem Ergebnis sogar noch überaus gut bedient, denn Königsblau ließ einige weitere Hochkaräter ungenutzt. Mit sechs Punkten und 7:0 Toren besitzen die formstarken Schalker nun gemeinsam mit dem SSC Neapel, der sein Auswärtsspiel bei Legia Warschau nach Toren von Dries Mertens und Gonzalo Higuaín mit 2:0 gewann, die beste Bilanz aller 48 im Wettbewerb vertretenen Mannschaften. Borussia Dortmund sah sich unterdessen einem weitaus stärkeren griechischen Kontrahenten gegenüberstehen, erkämpfte sich mit einer Art B-Elf bei PAOK aber immerhin noch ein 1:1. Der FC Augsburg dagegen verlor seine Europa-Premiere im eigenen Stadion, wenn auch sehr unglücklich mit 1:3 gegen Partizan Belgrad. Weiterlesen

Ernst Happel (II) – Holländische Jahre


Veröffentlicht am 13. August 2013

Ein Wiener zieht in die Welt, um den Fußball zu revolutionieren

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In Zeiten, wo Wohnungssuche und Harndrang von Spielern oder die Flughafenankunft eines Trainers Fußballnachrichten darstellen, ist den Apologeten solcher Meldungen schwer zu vermitteln, wie großartig und erfolgreich ein Trainer vom Qualitätsschlag Ernst Happels auch in unserer Zeit wäre. Aura und Charakter, wenn sie mit Kontur, Ecken und Kanten daherkommen, sind angeblich nicht mehr gefragt. Weit gefehlt! Das Außergewöhnliche im Fußball wird nur von außergewöhnlichen Persönlichkeiten geschaffen und ist auch nach Happel oft von seinem Holz. So Luis Aragonés, der Spaniens Nationalmannschaft aus 40-jähriger Agonie erweckte, so Felix Magath, der aus grauen Mäusen erfolgreiche Meisterwölfe machte und so Otto Rehhagel, der einen Fußballzwerg zum europäischen Thronriesen erhob. Durch die Bank eher kluge Beobachter als denn hyperaktive Dampfplauderer. Kollegen nach Happels Geschmack. Der Welt erfolgreichster Fußballtrainer war einem Happel immer näher als jedem Konzepttrainer, wer den Sir auf der Rennbahn trifft, sollte ihn danach fragen. Weiterlesen

Ernst Happel (I) – Frühe Jahre


Veröffentlicht am 19. April 2013

Die Spielerkarriere des Ernst Happel.

Ernst Happel (links) im Zweikampf mit Ladislav Kačáni. Dieses Vorrundenspiel der WM 1954 gegen die Tschechoslowakei entschieden die Österreicher mit 5:0 für sich. (Foto vom 19. Juni 1954)

Ernst Happel (links) im Zweikampf mit Ladislav Kačáni. Dieses Vorrundenspiel der WM 1954 gegen die Tschechoslowakei entschieden die Österreicher mit 5:0 für sich. (Foto vom 19. Juni 1954)

Die Blechbüchse auf dem Tor. Wurde sie nun mit Lackschuhen in Den Haag oder – 20 Jahre später – mit Fußballschuhen in Hamburg von ihrem Thron geschossen? Wer über Ernst Happel schreibt, kommt an der Happel-Biographie von Klaus Dermutz nicht vorbei. Ein Standardwerk über den Wiener „Wödmasta“, maßstabsetzend für Sportberichterstattung und jedes Menschenporträt. Geschichten, Anekdoten und Details weben sich zu einem phantastischen Gesamtfaden. Dem Autor Dermutz ist im Namen aller Fußballfans und „Happelianer“ herzlich zu danken. Mit seiner Neugier und der Hilfestellung von Happel, löste der österreichische Autor vermeintlich auch die Frage nach der berühmten Cola-Dose (Cola-Flasche?) auf der Torlatte. Um dann schnurstracks, im späteren Interview mit Felix Magath, der Schönheit dieser Geschichte selbst fragend zu erliegen. Autorenschicksal. Den Buchtitel „Genie und Grantler“ hätte Happel sicher mit einem wohlwollenden Zug aus seiner starken Belga bedacht. Weiterlesen