Schlagwort-Archive: Rio

Gute Aussichten


Veröffentlicht am 16. Juli 2014

„Arbeiten die Bundesligavereine, Deutscher Fußballbund (DFB) und Deutsche Fußball Liga (DFL) weiter derart professionell zusammen wie in den vergangenen zehn Jahren, kann sich der Triumph von Rio 2018 in Moskau wiederholen. Der deutsche Fußball hatte schon immer großes Potenzial, das beweisen die acht WM-Endspielteilnahmen seit 1954, doch jetzt kommen noch ein paar Talente mehr dazu. Das macht uns nicht unschlagbar, aber zu einer festen Größe im Weltfußball.“

(Felix Magath, Kolumne, Hamburger Abendblatt, 14. Juli 2014)

Fußballgötter?


Veröffentlicht am 5. Juni 2014

Blick auf Cristo Redentor (Rio de Janeiro)

Blick auf Cristo Redentor (Rio de Janeiro)

„Es gibt wichtigere Dinge als Fußball. Aber ist deshalb Fußballleidenschaft verboten? Einem Fußballfan, dessen Held gerade das entscheidende Tor geschossen hat, in Erinnerung zu rufen: „Es gibt wichtigeres als Fußball“ ist geschmacklos und pädagogisch unbegabt. Sind Fußballer unsere wahren Götter? Fußballer – auch die besten – sind nur Menschen. Natürlich sind Fußballspieler Götter unserer Zeit, es gibt einen Fußballgott und viele andere Götter. Man kann ja nur einmal in die Zimmer unserer Kinder sehen: Dort hängen die Ikonen unserer Zeit, die Fußballgötter – neben vielen anderen.  Weiterlesen

Real Madrid vs. ??


Veröffentlicht am 30. April 2014

imago16315369m_c

Madrilenisches Stadtduell oder die Fahne der Premier League im Estádio da Luz zu Lissabon? Real wird nehmen was kommt, man hat den Titelverteidiger eindrucksvoll erlegt, nun will man auch den Triumph. Da wird einer etwas dagegen haben, der Real vor wenigen Tagen noch zu seiner spanischen Lieblingsmannschaft erkoren, er wurde mit ihr immerhin Meister und Pokalsieger, wenn auch der Champions League Sieg mit dem „Weißen Ballett“ nicht gelang: José Mourinho. Nun will der Portugiese in Diensten des FC Chelsea mit den Mannen von der Stamford Bridge endlich seinen dritten Champions League Sieg einfahren. Weiterlesen

Brasilien WM 2014 (IX) – Tiger mit dem Goldfuß


Veröffentlicht am 14. Dezember 2013

Arthur Friedenreich – Tore, Tore, Tore

Guter Recherche ist es zu verdanken, dass selbst Pelé heute noch leicht ins Stocken gerät, wenn von Arthur Friedenreich (rechts) die Rede ist. Auf 1.329 Tore soll dieser einst gekommen sein – hier leistet Südamerikakorrespondent Fritz Hack (links) wertvolle Aufklärungsarbeit.

Guter Recherche ist zu verdanken, dass selbst Pelé heute noch ins Stocken gerät, wenn von Arthur Friedenreich (rechts) die Rede. Der deutsche Journalist Fritz Hack (links) rechnet nach und liefert eine Zahl zum Staunen.

Pelé hebt den Finger – „1.000 Tore, dann möge man ihn ansprechen“. Mitleidig blickt er auf das Auditorium, wie oft soll er es eigentlich noch sagen! Gemeint sind vor allem Maradona und Messi und damit wohl alle Nachbarn aus Argentinien. Bester Spieler aller Zeiten, wie kann man daran zweifeln, Edson Edison Arantes do Nascimento schüttelt milde den Kopf. 1.281 Tore zieren immerhin die Krone auf dem Haupt von „O Rei do Futebol“. Sie werden es noch lernen! Altersmilde und mit sportlich federndem Gang geht der Mann davon, der als erster Profi die Fußballmassen um den ganzen Globus bewegte. Doch bei mancher Veranstaltung rufen ihm Reporter „Friedenreich“ nach, meistens sind es englische Journalisten, die immer etwas frecher und sowieso niemals Respekt vor einem Thron. Brasilianer wissen wer gemeint, Europäer stutzen und grübeln! Ein Runzeln der Stirn wischt dann für Augenblicke das legendäre Pelé-Lächeln weg, um sich sofort wieder einzufinden. Dann gibt’s auch von ihm gnädige Worte, ein „großer Mann“ oder „wunderbarer Spieler“ und Abgang von der Szene. Richtig böse bleibt er nicht, Leistung im Fußball hat er noch immer anerkannt. Diese sowieso – zumal noch ein Landsmann. Weiterlesen

Brasilien WM 2014 (VI) – Spielgerät ist da


Veröffentlicht am 4. Dezember 2013

Ein buntes Kerlchen namens „Brazuca“

imago15189275m_c

Mit großem Pomp, weniger geht heute in der Welt von Schuh-Blatter-Ballherstellern nicht mehr, wurde der neue „Erdenbürger“ nun von der FIFA der Welt präsentiert. „Brazuca“ heißt die Schöpfung. Dieser ist bitte ausdrücklich nicht mit der Panzerfaust „Bazooka“ zu verwechseln und schlägt auch nur in Toren, nicht in Schützengräben ein. Ein buntes kleines Kerlchen tauchte vor unseren Augen auf, der WM-Ball Brasilien 2014 erblickte die Welt, entstiegen den Tiefen der adidas Labore. Farbenfroh wie die Stadt seiner Präsentation – Rio de Janeiro – kommt er daher. Betrachtern kamen sofort Assoziationen mit dem Karneval in den Sinn. So manch Weltstar des Fußballs denkt sicher nicht nur an die Strandschönheiten der Sambametropole, sondern wünscht sich vor allem ein erfolgreiches Tänzchen mit dieser Kugel. Die ist natürlich rund, versteht sich, und ein wissenschaftliches Geschöpf, ein Kunst- und Hochglanzprodukt moderner Ingenieurkunst, getestet und erprobt wie weiland Wernher von Brauns Saturn V. Längst vorbei die Zeit, wo Zeugwarte mit der Pumpe… Weiterlesen

Brasilien WM 2014 (IV) – „Mythos Maracanã“


Veröffentlicht am 11. November 2013

Im „Maracanã“ Stadion findet das Endspiel der WM 2014 statt

Karneval in Rio

Wahrzeichen von Rio de Janeiro, ein historisches Monument inmitten der Millionenmetropole. Fußballer und Fans bekommen glasige Augen, wenn sie den Namen „Maracanã“ hören. Nirgendwo sonst ist die Atmosphäre so einzigartig wie dort. Helden und Legenden des brasilianischen Fußballs sind in der Arena allgegenwärtig. Erbaut wurde es für die WM 1950. 11.000 Arbeiter aus allen Ecken des großen Landes werkten an diesem Symbol der Nation. Der Stolz quoll den Brasilianern aus dem Herzen. „Seit heute hat Brasilien das größte und beste Stadion der Welt, und damit eine wahrhaft einzigartige Bühne, auf der es der Welt seine sportliche Erhabenheit und sein überlegenes Können demonstrieren kann“, titelte Brasiliens größte Sportzeitung in völliger Bescheidenheit.  Weiterlesen

WM – Strategie gefragt


Veröffentlicht am 25. Juni 2013

„Es ist kein Wunder, dass noch keinem europäischen Team ein WM-Titel in Südamerika gelungen ist. Ich glaube, dass die Bedingungen in Brasilien das Tempo der WM-Spiele 2014 bestimmen werden. Man wird nicht viel Pressing sehen. Hohe Luftfeuchtigkeit in einigen Spielorten und lange Reisen über mehrere tausend Kilometer werden den Teams viel Kraft rauben. Wenn man in der Hitze oder im Regen spielt, muss man den Ball sicher in den Fuß spielen können. Deswegen ist Brasilien gefährlich, weil sie daran gewöhnt sind. Siegen wird das Team, das rasch und fehlerfrei von Abwehr auf Angriff und umgekehrt umschalten kann. Man braucht eine Strategie.“

(Gerard Houllier, Mitglied FIFA Technical Study Group, Pressekonferenz Confed-Cup, Juni 2013)