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Der Stille und der Mächtige


Veröffentlicht am 9. Juli 2014

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Argentinien oder Holland: Wer wird Finalgegner der Deutschen?

Macht hin oder her, die Großmeister der Zunft sind geprügelt vom Feld, del Bosque, Tabárez und Scolari längst ruhmlos gescheitert. Der kleine Mann aus Buenos Aires kann dagegen den Einzug ins WM-Endspiel erleben, ob nun als Boss, als Geduldeter oder Ohnmächtiger. Die einen fragen, wer Alejandro Sabella wirklich ist, andere ob es ihn überhaupt gibt. Die Neue Zürcher Zeitung nennt ihn „Schattenmann“, unfeinere Blätter „Marionette“ und deutsche Gazetten vergleichen ihn mit Berti Vogts, nichts davon ist schmeichelhaft gemeint. Tritt er nach vorn, spritzen ihm Spieler Wasser ins Gesicht, tritt er nach hinten, fällt er in die eigene Bank. Fettnäpfe scheinen seine Heimat. Auch soll Messi den Kader und das System bestimmen, nicht der Mann an der Seitenlinie. Nichts Genaues weiß man nicht, Spekulation schießen ins Kraut und perlen an Sabella ab. Er gilt zumindest als sehr fürsorglich gegenüber seinen Spielern und Mitarbeitern.

Ohnmacht fällt einem beim Gegenüber nicht ein. Anfechtungen sind Louis van Gaal fremd, sein sprudelnder Kraftquell ist um den Fußballglobus bekannt. Wenn der „Tulpengeneral“ in seine Kladde blickt oder schreibt, ist Epochales in Dingen Fußball zu erwarten, unter dem tut er es nicht. Sein Diktum ist Gesetz, seine Gestik richtungsweisend, das Ego praller als ein Atomsprengkopf, Erfolg pflastert seinen Weg. Ob Charisma über die Fürsorglichkeit siegt oder umgekehrt, wir werden es erleben. Nach Abpfiff kann es nur einen geben.

Redaktion Magath & Fußball

Verbales Donnergrollen


Veröffentlicht am 28. Juni 2014

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„Wir hatten Pelé, wir hatten Ronaldo, wir hatten Romario, Rivaldo und Ronaldinho, aber einen wie Neymar hatten wir noch nie.“
(Luiz-Felipe Scolari, Brasilien)

„Mir ist nicht bange. Wir haben viele junge, gute Spieler. Wir stehen am Ende einer sechsjährigen, sehr erfolgreichen Ära. Es wird jetzt weitergehen – wer auch immer der Trainer sein wird.“
(Vicente del Bosque, Spanien)

„Wenn wir ins Finale wollen, müssen wir jeden Gegner schlagen. Wir fangen deshalb jetzt nicht an, zu rechnen und zu spekulieren, wem wir aus dem Weg gehen wollen.“
(Joachim Löw, Deutschland)

„Balotelli war Teil des Projekts, und es war kein siegreiches Projekt.“
(Cesare Prandelli, Italien)

„Im Fußball gibt es keinen Platz für Angst, die gibt es nur im richtigen Leben. Sorgen vielleicht, aber nicht Angst.“
(Óscar Tabárez, Uruguay)

„Die FIFA spricht immer von Fair Play, und dann spielt sie immer mit solchen Tricks. Das ist nicht gut, das ist kein Fair Play. Warum zur Hölle tun sie das?“
(Louis van Gaal, Holland)

„Wenn du etwas zu sagen hast, dann reiß dich zusammen und hab wenigstens die Eier, es den Leuten ins Gesicht zu sagen.“
(Miguel Herrera, Mexiko)

„Ich denke, der größte Sieg ist immer der nächste.“
(Jorge Sampaoli, Chile)

„Es macht mich stolz, die Spieler verdienen diese Beachtung.“
(Jorge Luis Pinto, Costa Rica)

„Wenn du einen Spieler wie Messi hast, gibt es immer eine Abhängigkeit. Wir versuchen, diese zu verkleinern.“
(Alejandro Sabella, Argentinien)

„Wir können Geschichte schreiben, hier in Südamerika, wo schon einige Europäer ausgeschieden sind, Argentinien schlagen.“
(Ottmar Hitzfeld, Schweiz)

„Das US-Team bestreitet ein kritisches WM-Spiel gegen Deutschland, und wir brauchen die volle Unterstützung der Nation, wenn wir in die nächste Runde kommen wollen.“
(Jürgen Klinsmann, USA)

„Der Verband hat mich gebeten, weiterzumachen. Ich bin sehr froh, dass sie mich noch wollen.“
(Roy Hodgson, England)

„Wenn du immer nur in der gleichen Liga spielst, dann wirst du dich nur schwer verbessern. Das hält den russischen Fußball auf.“
(Fabio Capello, Russland)

„Ich wollte uns nach vorne bringen und die Qualifikation für das Achtelfinale schaffen. Ich übernehme die volle Verantwortung.“
(Alberto Zaccheroni, Japan)

Zwei Weltmeister in Augenschein


Veröffentlicht am 22. Juni 2014

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Deutschland und Argentinien an ihrem zweiten Spieltag

Deutschland und Ghana boten ein aufregendes Fußballspiel. Das Ergebnis dieser Partie sorgt für eine Art Endspielcharakter am letzten Spieltag der Gruppe G, dort warten dann die US-Boys auf die Löw-Truppe. Am Achtelfinaleinzug Deutschlands sollte niemand zweifeln. Der WM-Titel mag mit der Leistung gegen Ghana nicht automatisch auf der Hand liegen, dieses 2:2 ist kein Titelgarant aber auch nicht das Ende aller Tage. Die Ordnung löste sich etwas auf, der Abwehrkonstrukt funktionierte nicht optimal, es gab individuelle Fehler, die Raumaufteilung war schlecht, man ließ phasenweise taktische Cleverness vermissen, auch im Aufbauspiel steckte der Fehlerteufel. Man kann dies kritisieren oder sich an einem aufregenden Fußballspiel erfreuen. Weiterlesen

Countdown


Veröffentlicht am 11. Juni 2014

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„Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehn!“
(Goethe, Faust)

Was dem Geheimrat aus Weimar zum Thema Fußball einfiele, wissen wir nicht, diese schöne Nebensache kam für ihn zu spät, er dichtete lieber den Frauen hinterher oder durchwanderte Italien und Thüringen. Auch schöne Hobbys. Nicht zu spät kommt der Beginn der Weltmeisterschaft, die Vorphase und ihre täglichen Wasserstandsmeldungen dauern eine gefühlte Ewigkeit und sind auch für den größten Fußballfan kaum noch erträglich. Bald wird nun Fußball gespielt. Nachfolgende Teams werden uns hoffentlich bestens unterhalten. Weiterlesen