Schlagwort-Archive: Sánchez

Thierry Henry tippt auf seine Gunners


Veröffentlicht am 31. Oktober 2015

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„Ich denke wirklich, es ist ihr Jahr. Sie holen inzwischen auch gegen große Mannschaften Ergebnisse und bestätigen diese Leistungen in den Spielen danach – das ist der Schlüssel. Es gibt eine gesunde Konkurrenz um die Plätze im Team und genau das braucht man. Wenn Theo Walcott vorne in der Mitte spielt, pusht das Olivier Giroud – und wenn Giroud in der Mitte spielt und Walcott draußen sitzt, pusht das Walcott. Auch Mesut Özil wacht endlich auf. Jeder weiß, dass er ein fantastischer Spieler ist, ein Weltmeister mit großer Technik und Übersicht. In der Vergangenheit hat er das bei Arsenal nicht immer regelmäßig gezeigt, jetzt tut er genau das. Dann gibt es noch Santi Cazorla. Er ist das Hirn der Mannschaft, er diktiert das Spiel. Und natürlich hat man mit Alexis Sánchez einen, der den Unterschied ausmacht. Einen solchen Spieler wie ihn braucht man, um Titel zu gewinnen. Wenn er gut drauf ist, wird es schwer, Arsenal zu schlagen. Darüber hinaus macht es die Abwehr bislang sehr gut. Héctor Bellerín spielt stark, Nacho Monreal zeigt, warum er da ist und Petr Čech macht genau das, was man von ihm erwarten durfte.“

(Thierry Henry, Interview TalkSPORT, 27. Oktober 2015)

Chile – Argentinien 4:1 i.E. (0:0 n.V.)


Veröffentlicht am 5. Juli 2015

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Gastgeber Chile gewinnt erstmals die Copa América

Im Vorfeld bei Fans wie Medien – nicht unter Spielern – ein unappetitliches Geklimper nebst Diffamierungen auf beiden Seiten. Alte politische Rivalitäten machten vor dem Sport mal wieder nicht halt. Dennoch, es traten zum Endspiel der Copa América 2015 die derzeit besten Teams des Kontinents an, kreuzten im Estadio Nacional in Chiles Hauptstadt Santiago die fußballerischen Klingen. In der Vorfeld-Rhetorik viel vom Generationengold die Rede. Dessen Glanz entfaltet sich im Fußball allerdings nicht immer, ist manchmal mehr Fluch als Segen. Auf der anderen Seite gibt es Siege von historischer Bedeutung. Chile gelang einer. Nun gehört man endlich zu den südamerikanischen Titelträgern. Auch Chile trat mit seiner „Goldenen Generation“ an, bessere Fußballer hatte das Land noch nie. Vor allem hatte man niemals ein besseres Team. Weiterlesen

Souveräner Sieg – Gunners verteidigen FA-Cup


Veröffentlicht am 31. Mai 2015

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FC Arsenal siegt in Wembley gegen Aston Villa mit 4:0 (1:0)

Endlich hat er den Sir hinter sich gelassen. Arsène Wenger konnte bisher – auf Augenhöhe mit Alex Ferguson – fünf FA-Cup Siege für sich verbuchen. Gleichauf mit beiden, ein Vergessener. Thomas Mitchell, auch er ein Schotte wie Ferguson, holte mit den Blackburn Rovers zwischen 1884 und 1891 ebenfalls fünf FA-Cup Titel. Diese Jahreszahlen erübrigen jedes Wort über die gewichtige Tradition des Spiels Nummer eins auf der Insel. Arsenal-Manager Wenger mit dem frischen Titel Nummer sechs allerdings nicht alleiniger Rekordhalter. George Ramsay – wieder ein Schotte – war von 1884 bis 1926 Manager bei Aston Villa, kommt ebenfalls auf sechs FA-Cup Titel. Lang ist es her. Die Gunners waren mit elf Siegen bereits Rekordhalter, gleichauf mit Manchester United. Nun also brachte die zwölfte FA-Cup Trophäe den alleinigen Spitzenplatz. Auch die Titelverteidigung ist im legendenumwobenen Wettbewerb etwas Besonderes, nur den Wolverhampton Wanderers, Blackburn Rovers und Tottenham Hotspur war dies bisher gelungen. Ob das gute Geschick im FA-Cup Trost für verpasste Meisterschaften und den ewig unvollendeten Traum vom Champions League Sieg, es lässt sich nicht sagen. Wer den Siegeswillen von Arsène Wenger und das Potenzial seiner Mannschaft kennt, wird den Gunners sicher größeren Ehrgeiz unterstellen. Jahr für Jahr unter die Big Four der schwersten Liga der Welt bleibt eine beachtliche Leistung, der FA-Cup Sieg dabei natürlich eine zusätzliche Bestätigung. Die Anhänger dieses Clubs reichen weit über London und England hinaus, auch ein Verdienst des französischen Trainers, der seit 1996 seinem Job bei Arsenal nachgeht, diesen Verein geprägt hat wie keiner seiner 23 Vorgänger. Weiterlesen

Favorit trifft Außenseiter


Veröffentlicht am 30. Mai 2015

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Arsenal London und Aston Villa bestreiten FA Cup-Finale

In Wembley steigt das Finale im traditionsreichsten Fußballwettkampf der Welt. Erstmals wurde der FA-Cup 1871/72 ausgetragen. Im Finale 2015 stehen sich nun Vorjahressieger Arsenal London und Aston Villa gegenüber. Auch England kennt die Binsenweisheit von den eigenen Gesetzen des Pokals, dennoch wird den Gunners die Favoritenrolle gegen das Team aus Birmingham eingeräumt. Arsène Wenger braucht die Titelverteidigung. Platz drei in der Premier League plus FA Cup in der Vitrine würde die Saison versöhnlich in einem guten Eindruck enden lassen. Zu durchwachsen bis schwach kam sein Team nämlich die letzten Spieltage im Ligabetrieb daher. Sein gegenüber Tim Sherwood übernahm Villa im Februar dieses Jahres und hatte den Auftrag den Abstieg zu verhindern, dies ist ihm mit knapper Not gelungen. Höhepunkt seiner Amtszeit war sicher der Halbfinalsieg im FA Cup gegen den FC Liverpool und der dadurch bedingte Einzug ins Finale. Trumpf im Team von Aston Villa ist der belgische Angreifer Christian Benteke, dessen 13 Saisontore entscheidend für den Klassenerhalt waren. Das Team um Kapitän Fabian Delph sieht Wembley als tollen Saisonnachschlag, will den Gunners den erneuten Pokaltriumph verwehren und mit dem Pott in die West Midlands zurückkehren. Auf der anderen Seite muss Arsène Wenger zwar auf den quirligen Danny Welbeck verzichten, eine Knieverletzung macht dessen Teilnahme unmöglich, kann aber auf seinen besten Stürmer Alexis Sánchez setzen. Der Chilene hat in seiner ersten Arsenal-Saison 16 Ligatreffer für die Gunners erzielt, passt immer besser ins Wenger-System und möchte am Samstag den ersten englischen Titel für sich verbuchen. Wembley ist ausverkauft, die Show kann beginnen.

Redaktion Magath & Fußball

Kein Titel zum Abschied


Veröffentlicht am 20. April 2015

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Arsenal und Aston Villa im FA Cup Finale

Das größte Geschenk zu seinem 35. Geburtstag hätte sich Steven Gerrard am 30. Mai wohl am liebsten selbst gemacht – an ebendiesem Samstag in sechs Wochen steigt im Wembley Stadion das Endspiel um den FA Cup. Das 90.000 Zuschauer fassende Rund im Londoner Stadtbezirk Brent wäre für die Liverpooler Clublegende die perfekte Bühne gewesen, um sich nach 26 äußerst verdienstvollen Jahren mit einer Trophäe in den Händen gebührend von seiner großen Fußballliebe zu verabschieden. Für den FC Liverpool hätte sich eine schwierige Saison mit mehr Tiefen als Höhen auf den letzten Metern doch noch zum Guten wenden sollen, der erste Titel seit dem League Cup-Gewinn 2012 im Finale gegen Cardiff City stand im Raum und war irgendwie auch fest eingeplant. Doch daraus wird nichts. Mit einer überraschenden 1:2-Niederlage gegen Aston Villa – ausgerechnet in jenem Stadion, wo das Drehbuch für den langjährigen Kapitän der Reds eigentlich ein Happy End vorgesehen hatte – fand dieser Traum ein bitteres Ende. Weiterlesen

FA Cup Halbfinale


Veröffentlicht am 19. April 2015

Arsenal vor Titelverteidigung – Reds gescheitert

Das gewünschte FA Cup Traumfinale vieler Fußballfans innerhalb und außerhalb Englands ist geplatzt. Steven Gerrard wird Liverpool am Saisonende ohne Pokal und Titel verlassen. Im Wembley Stadion pulverisierte sich am Sonntag auch der Traum vieler Reds-Fans auf einen Titelabschied ihrer legendären Nr. 8.  Der FC Liverpool musste sich im FA Cup Halbfinale gegen Aston Villa mit 1:2 geschlagen geben. Die Männer von der Anfield Road gingen zwar durch Coutinho mit 1:0 in der 36. Minute in Führung, allerdings glich Aston Villa schon sechs Minuten später durch Benteke aus. In der zweiten Halbzeit dann der Siegtreffer für das Team aus Birmingham, Fabian Delph besorgte diesen in der 54. Minute. Einen Tag zuvor tat sich am gleichen Ort der andere Favorit auf die Endspielteilnahme ebenfalls sehr schwer. Arsenal London brauchte gegen Zweitligist FC Reading eine Verlängerung. In der regulären Spielzeit hatte Alexis Sánchez die Gunners in der 39. Minute in Führung gebracht und Garath McCleary in der 54. Minute für Reading ausgeglichen. Ein unkonzentrierter wie eigensinniger Pawel Pogrebnyak vergab im weiteren Verlauf zwei große Chancen zum Siegtreffer für den Außenseiter. So konnte erneut Alexis Sánchez für das Team von Arsène Wenger zuschlagen, in der 106. Minute den 2:1 Siegtreffer setzen und Arsenal damit die Finalteilnahme sichern. Beide Halbfinals in Wembley waren mit 81.000 Zuschauern ausverkauft. In Wembley steigt traditionell auch das Finale des legendärsten Pokalwettbewerbs der Welt. Vorjahressieger Arsenal hat mit dem Finaleinzug die Chance zur Titelverteidigung.

FA Cup Finale
30. Mai 2015 im Wembley Stadion London
FC Arsenal London – Aston Villa

Redaktion Magath & Fußball

Southampton obenauf


Veröffentlicht am 11. Januar 2015

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Kein Spieltag der Manchester-Clubs, Crystal Palace mit Befreiungsschlag im Abstiegskampf

Längst ist Southampton angekommen in den „Top Four“ der Premier League. Die Saints spätestens nach dem Auswärtssieg bei Manchester United am 21. Spieltag kein Überraschungsteam mehr, sondern heißer Anwärter auf einen Champions League Platz. Der Serbe Dušan Tadić sorgte mit seinem 1:0-Siegtreffer im Old Trafford am frühen Sonntagabend dafür, dass das Team aus der Hafenstadt an der Südküste Englands den selbsternannten Titelanwärter aus Manchester in der Tabelle hinter sich ließ. Mit nunmehr 39 Punkten (zwölf Siege, drei Unentschieden, sechs Niederlagen) klettert der FC Southampton auf Rang drei und man muss das strategische Planungsgeschick der Schweizer Familie Liebherr – nach dem Tod von Markus Liebherr steht Tochter Katharina seit 2010 an der Clubspitze – neidlos anerkennen. Beim Aufbau einer auf den Profifußball zugeschnittenen Vereinsstruktur wurde in Southampton offenkundig vieles richtig gemacht. Weiterlesen

Halbzeit – Primera División


Veröffentlicht am 15. Januar 2014

Spitzentrio dominiert spanische Liga

Diego Costa kann von Dani Alves und Javier Mascherano in dieser Szene zwar noch am erfolgreichen Torabschluss gehindert werden, erzielte in dieser Spielzeit aber schon 19 Ligatreffer für Atlético Madrid.

Diego Costa kann von Dani Alves und Javier Mascherano in dieser Szene zwar noch am erfolgreichen Torabschluss gehindert werden, erzielte in dieser Spielzeit aber schon 19 Ligatreffer für Atlético Madrid.

Der Fanfarenstoß dieser Kampfansage war laut und deutlich vernehmbar. Florentino Pérez hatte Real weiter nach seinem Bilde aufgerüstet, Wunschspieler Gareth Bale und Wunschtrainer Carlo Ancelotti wurden Teil der Königlichen. Die lauten Töne Richtung Katalonien sorgten bei Barça aber nicht für Furcht, weckten dagegen die Geister eines unmittelbaren Nachbarn. Atlético Madrid spielt die beste Saison seit 1996, der letzten Meisterschaft des Clubs. Beim FC Barcelona bleibt man gelassen, zwei Südamerikaner sorgten dafür. Der Brasilianer Neymar liefert sofort Spitzenleistungen und die ruhige aber unbeirrbare Art des Trainers Gerardo Martino bekommt dem Team gut. Weiterlesen

„Cafeteros“ starten durch


Veröffentlicht am 9. Juli 2013

Der Argentinier José Pekerman führt Kolumbien zur WM

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Fußballreisen auf eingefahrenen Gleisen führen zu Trägheit und Fehleinschätzungen, daher lohnt ein Blick über den Zaun und in die Ferne. Mag sich der Favoritenkreis der WM 2014 durch die üblich Verdächtigen rekrutieren, auch woanders regt sich guter Fußball. In Europa ist der einstige EM-Finalist Belgien zu alter Stärke erwacht. Phantastische, über den Kontinent verstreute Spieler haben sich zu einer funktionierenden Mannschaft gefunden. Experten und Fans sind begeistert. Was den Europäern die Belgier, sind den Südamerikanern die Kolumbianer. Auch deren Stunde schlägt und sorgt auf dem WM-Gastgeberkontinent für Furore. Weiterlesen