Schlagwort-Archive: Schach

Zwischenfeld


Veröffentlicht am 31. Januar 2015

„Nach einem anstrengenden Tag möchte man sich nicht mit unverarbeiteten Vorgängen und Gedanken in einen vielleicht etwas unruhigen Schlaf retten. Mit dem Schachspiel kann man dann ein Zwischenfeld einlegen zwischen den Ereignissen des Tages und der Ruhe der Nacht.“

(Richard von Weizsäcker, Die Zeit, Kolumne Helmut Pfleger, 05. Mai 2010)

„Schach kann junge Menschen begeistern“


Veröffentlicht am 21. Januar 2015

Beim futOUR Camp der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung 2014 bringt Michael Thomsen den Jugendlichen die Grundzüge des Schachspiels bei.

Beim futOUR Camp der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung 2014 bringt Michael Thomsen (links) den Jugendlichen die Grundzüge des Schachspiels bei.

Der Barclaycard-Verantwortliche für Soziales Engagement Michael Thomsen im Interview

Michael Thomsen verantwortet seit Mitte 2012 den Bereich der gesellschaftlichen Verantwortung bei Barclaycard in Deutschland. Dabei entwickelt er neue Projekte und Partnerschaften mit sozialen Einrichtungen und realisiert vielfältige gemeinnützige Aktivitäten. Der 44-jährige Hamburger ist Diplom-Sozialpädagoge und war viele Jahre in der Kinder- und Jugendarbeit sowie in kulturellen und sportlichen Einrichtungen in der Hansestadt tätig. Michael Thomsen ist leidenschaftlicher Fan vom FC St. Pauli und war auch Fanbeauftragter des Vereins. Ebenso leitete er als Geschäftsführer den vom TV-Jounalist Reinhold Beckmann ins Leben gerufenen Verein NestWerk e.V.

Im Interview mit Magath & Fußball spricht Michael Thomsen über die Schulschachinitiative Yes2Chess, das breit angelegte CSR-Portfolio von Barclaycard und seinen persönlichen Bezug zum Fußball. Weiterlesen

Stumpfe Waffen


Veröffentlicht am 14. Januar 2015

„Auf absehbare Zeit wird der beste Schachspieler immer mal eine Partie gegen den Computer gewinnen. Darauf kommt es an. Auf diese eine Partie, in der wir Menschen uns durch Kreativität durchsetzen – solange das geht, sind wir noch vorn.“

„Schach sollte überall auf der Welt Schulfach werden. Es fördert die geistige Auseinandersetzung. Es lehrt die Demut in der Niederlage.“

„Das Glück über einen bahnbrechenden Zug geht nie vorbei. Aber ich hatte meine Tiefpunkte. Das hing mit der Motivation zusammen, damit, dass ich alles erreicht, jeden Titel, jedes Großmeisterturnier gewonnen hatte. Ich war satt geworden. Wer jeden Krieg gewinnt, muss seine Waffen nicht mehr schärfen.“

(Gary Kasparow, Interview, Der Spiegel, Ausgabe 47/2002)

24


Veröffentlicht am 30. November 2014

Happy Birthday, Schachweltmeister!

Happy Birthday, Schachweltmeister!

Schachweltmeister Magnus Carlsen feiert Geburtstag

Friedrich Schiller legte seinem Don Carlos den berühmten Satz in den Mund „Dreiundzwanzig Jahre, und nichts für die Unsterblichkeit getan“. Keine Ahnung wie es Norweger mit dem deutschen Romantiker und Dichterfürsten halten, aber ihr nationales Idol Magnus Carlsen hat am Tag seines 24. Geburtstages das Soll eines Dreiundzwanzigjährigen weit übererfüllt. Längst ist er dem traurigen Don Carlos weit voraus, hat schon alles für die Unsterblichkeit mögliche in seinem Fach getan. Und etwas unterschiedet Magnus Carlsen noch vom ehemaligen spanischen Infanten, er ist auf eine angenehme Weise normal und bodenständig geblieben. Sehr zum Unwillen manch sensationslüsterner Medien gibt er nicht den Entertainer oder liefert Storys, sondern geht klug und sachlich mit seinem Leben und dem Erfolg um. Diese junge Lebensleistung ist staunenswert und trägt viele glanzvolle Facetten sportlicher Größe in sich. Weiterlesen

Menschlich, allzu menschlich


Veröffentlicht am 17. November 2014

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Halbzeit bei der Schach WM

Unmittelbar vor Beginn der zweiten Halbzeit im WM-Kampf um die Schachkrone zwischen Magnus Carlsen und Viswanathan Anand, die mit Partie sieben beginnt, geistern Worte wie Fehler, Versagen und Schachblindheit vom Austragungsort Sotschi um die Welt. Differenzierter schreibende Zeitgenossen sprechen vom „psychologischen Moment, einem Mysterium“. Carlsen führt nach der Hälfte des Wettkampfes mit 3,5 zu 2,5 Punkten und hat seine beiden Siege in Partie zwei und Partie sechs auch Fehlern seines Gegenübers zu danken. Weiterlesen

Hype um Martin Ødegaard


Veröffentlicht am 14. November 2014

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15-jähriger Norweger begeistert Landsleute und zieht Großclubs an

Als Schachweltmeister Magnus Carlsen, Norwegens Sportidol und Nationalheld, zum WM-Kampf gegen Viswanathan Anand am Austragungsort Sotschi eintraf, erwarteten ihn naturgemäß die Reporter und Kamerateams schon am Flughafen. Die erste Frage an den 23 Jahre alten Champion galt aber nicht den 64 Feldern, sondern dem grünen Rasen. Der bekennende Fußballfreund und Fan von Real Madrid wurde um seine Meinung zum Landsmann Martin Ødegaard gebeten. Die Königlichen in Person des großen Zinédine Zidane bemühen sich um den aufgehenden Stern am norwegischen Fußballhimmel. Ein seltener Weg der Galaktischen, die lieber fertige Weltstars für exorbitante Summen ins Haus holen und dabei umgehend die globale Werbetrommel anwerfen, eben ganz nach dem Geschmack des allmächtigen Präsidenten Florentino Pérez. In den letzten zehn Jahren sind eigentlich nur Sergio Ramos, Gonzalo Higuaín, Marcelo und Raphaël Varane als Jugendliche verpflichtet worden. Weiterlesen

Geistig rege – insgesamt besser!


Veröffentlicht am 14. November 2014

„Es gibt da z.B. das Buch, Schach und Alter, zu dem ich selbst auch ein Kapitel beigesteuert habe. Da konnte ich z.B. anhand von Studien zeigen, dass man, wenn man bis ins Alter hinein Schach spielt, länger geistig rege und frisch bleibt. Und es gibt z.B. keinen bekannten Fall von einem Schachspieler, der an Demenz oder Alzheimer erkrankt wäre. Das ist doch immerhin sehr auffallend. Wobei ich aber glaube, dass jede geistige Tätigkeit, die einen fordert, gut ist. Nicht umsonst haben ja auch die Philosophen teilweise das ewige Leben gepachtet. Das Schachspielen kann also gut sein in dieser Hinsicht, und es ist eben auch unterhaltsam. Noch etwas ist mir in diesem Zusammenhang wichtig, das man heute immer mehr merkt und das ebenfalls durch Studien belegt ist: Ich meine das Schul-Schach. Wenn Kinder bereits in der Grundschule Schach lernen, dann werden ihre Schulleistungen insgesamt besser.“

(Dr. Helmut Pfleger, Großmeister u. Schachkolumnist, Interview Bayerischer Rundfunk, 12. März 2013)

Keine Wissenschaft


Veröffentlicht am 11. November 2014

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„Für mich war Schach nie Wissenschaft, sondern alles andere: Sport, Kampf, Psychologie und Kunst.“

(Viktor Kortschnoi, Großmeister, FAZ-Interview, 9. Januar 2005)

The Great Magnus


Veröffentlicht am 7. November 2014

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Magnus Carlsen und Viswanathan Anand kämpfen um die Schachkrone

Der Norweger Magnus Carlsen ist das A und O im internationalen Schach, ein Weltmeister von Format und Esprit, der an die ganz großen seines Fachs wie Bobby Fischer, Gary Kasparow und Alexander Aljechin gemahnt. Die Egozentrik dieser drei Giganten ist ihm nicht gegeben, der 23 Jahre alte Norweger kommt wesentlich dezenter durchs Leben. Im Spiel ist er diesen großen Spielern der Schachgeschichte aber längst ebenbürtig, wenn nicht schon voraus. In Sotschi am Schwarzen Meer wird der amtierende Schachweltmeister nun erneut auf Viswanathan Anand als Gegner im Titelkampf treffen. Der 44-Jährige Inder verlor im November 2013 in seiner Heimatstadt Chennai den Weltmeisterschaftskampf gegen den damaligen Herausforderer Magnus Carlsen. Dieser WM-Kampf war auf zwölf Partien angelegt, Carlsen hatte nach zehn Partien mit drei Siegen und sieben Remis bereits alle nötigen Punkte zusammen, Anand damit also entthront. Es spricht für den Inder, nicht resigniert zu haben. Mit Elan stürzte er sich sofort wieder ins Schach und gewann souverän das erforderliche Kandidatenturnier, welches den Herausforderer ermittelte. Anand ist nun in dieser Rolle der Gegner des Weltmeisters. Weiterlesen