Schlagwort-Archive: Schalke

Wesentlicher Unterschied


Veröffentlicht am 22. Dezember 2015

„Ich sehe keinen Verfolger, der den BVB noch von Platz zwei verdrängen könnte, trotz der Niederlage in Köln. […] Schalke steuert auf eine weitere verschenkte Saison zu.“

(Felix Magath, Kolumne tz-München, 21. Dezember 2015)

Die hässliche Fratze des Fußballs


Veröffentlicht am 27. Oktober 2015

Mindestens genau so hässlich wie die Aktion von Geis war die Reaktion der mitgereisten Schalke-Fans. Die verabschiedeten Hahn nicht nur mit einem höhnischen „Auf Wiedersehen“, als dieser mit der Trage vom Spielfeld getragen wurde. Nein, sie feierten sich auch noch dafür und reagierten auf die Pfiffe des Gladbacher Publikums mit der gleichzeitig erschreckenden wie passenden Selbsteinschätzung: „Wir sind Schalker, asoziale Schalker!“

(Ronald Tenbusch, Beitrag „Hahn schwer verletzt“, Welt.de, 26. Oktober 2015)

Ruhrpott gegen Griechenland


Veröffentlicht am 2. Oktober 2015

Drei Tore für ein Halleluja: Franco Di Santo schoss Schalke zum klaren Heimsieg über Tripolis.

Drei Tore für ein Halleluja: Franco Di Santo schoss den FC Schalke 04 zum klaren Heimsieg über Tripolis.

Schalke besiegt Tripolis, BVB spielt Unentschieden in Saloniki, Augsburg unterliegt Partizan

Acht Mannschaften sind nach dem zweiten Spieltag der Europa League Gruppenphase noch mit einer weißen Weste ausgestattet. Darunter auch der FC Schalke 04, der nach seinem 3:0-Auftaktsieg gegen APOEL Nikosia auch das Heimspiel gegen Asteras Tripolis problemlos für sich entschied. Ein lupenreiner Hattrick von Franco Di Santo vor der Pause (28., 37., 45.) sowie ein Treffer von Klaas-Jan Huntelaar in der Schlussphase (84.) besiegelten den hochverdienten 4:0-Erfolg vor über 42.000 Zuschauern in der heimischen Veltins-Arena. Die überforderten hellenischen Gäste mit diesem Ergebnis sogar noch überaus gut bedient, denn Königsblau ließ einige weitere Hochkaräter ungenutzt. Mit sechs Punkten und 7:0 Toren besitzen die formstarken Schalker nun gemeinsam mit dem SSC Neapel, der sein Auswärtsspiel bei Legia Warschau nach Toren von Dries Mertens und Gonzalo Higuaín mit 2:0 gewann, die beste Bilanz aller 48 im Wettbewerb vertretenen Mannschaften. Borussia Dortmund sah sich unterdessen einem weitaus stärkeren griechischen Kontrahenten gegenüberstehen, erkämpfte sich mit einer Art B-Elf bei PAOK aber immerhin noch ein 1:1. Der FC Augsburg dagegen verlor seine Europa-Premiere im eigenen Stadion, wenn auch sehr unglücklich mit 1:3 gegen Partizan Belgrad. Weiterlesen

Bunter Europa League Auftakt


Veröffentlicht am 18. September 2015

Europa League statt Königsklasse: Anderlecht und der AS Monaco trennten sich 1:1.

Europa League statt Königsklasse: Anderlecht und der AS Monaco trennten sich 1:1.

48 Mannschaften aus 24 Ländern auf dem Weg nach Basel – Wettbewerb weiter im Schatten der Champions League

Selten war das Teilnehmerfeld in der Europa League derart hochkarätig besetzt wie in dieser Saison. Klangvolle Namen wie der FC Liverpool, Olympique Marseille, Ajax Amsterdam, Celtic Glasgow, AS Monaco oder der SSC Neapel versprühen zumindest einen Hauch von Champions League Atmosphäre im meist stiefmütterlich behandelten Wettbewerb. Da passt es ganz gut, dass die UEFA das Gesamtpreisgeld im Vergleich zum vergangenen Spieljahr um knapp 64 Prozent auf satte 381 Millionen Euro angehoben hat. Was auf den ersten Blick wie ein klares Bekenntnis für „den kleinen Bruder“ wirkt, relativiert sich jedoch bei genauerem Betrachten. Denn vor den in der Champions League nunmehr ausgelobten, astronomischen 1,257 Milliarden Euro kommt der Prämientopf der Europa League weit weniger eindrucksvoll daher, trägt eher den Charakter einer Sparbüchse, man darf es leicht überspitzt formulieren. Das ökonomische Gefälle zwischen den einschlägigen Spitzenclubs und ihren wenigen nationalen Konkurrenten wird dadurch nicht flacher – dies von den Fußball-Granden aber natürlich längst so gewollt. Die Unterschiede bisweilen dennoch grotesk: Während ein Sieg in der Europa League Gruppenphase 360.000 Euro bringt, garantiert schon ein Remis in der Champions League Gruppenphase mit 500.000 Euro deutlich höhere Einnahmen, ein einziger Sieg in der Königsklasse bringt den Clubs gar 1,5 Millionen Euro. Wo bitteschön bleibt da die Verhältnismäßigkeit? Dass vor diesem Hintergrund der sportliche Wert der Europa League für die Clubs und mithin ihre Attraktivität und Akzeptanz unter den Fußballfans nicht in dem Maße gegeben ist, wie es manch Verbandsfunktionär großspurig einfordert, sollte niemanden verwundern. Weiterlesen

Felix Magath zum Wechsel von Julian Draxler


Veröffentlicht am 15. September 2015

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„Bei Schalke 04 ist Julian in den letzten Jahren stagniert. Und da tut ein neuer Impuls gut. […] In Wolfsburg hat er Mitspieler, die ihn weiterbringen können. Von daher hat er es richtig gemacht. […] Auf der zentralen Mittelfeldposition hat er bei Schalke nicht mehr die Möglichkeiten gehabt. Das ist seine beste Position. Dafür hat man ihn nach Wolfsburg geholt. […] Die Mannschaft der Wolfsburger wird aber ein bisschen mehr auf ihn eingehen müssen. Er ist ein anderer Spielertyp als Kevin De Bruyne. […] Es war ein Fehler, dass er zu früh schon das Gesicht des FC Schalke wurde. Er wurde immer wieder in den Blickpunkt gerückt. Das ist für einen jungen Spieler schon eine Belastung. Diese Störfeuer wird er nun beim VfL Wolfsburg nicht mehr haben. Er wird nicht so im Fokus stehen wie bei Schalke. Das wird ihm gut tun.“

(Felix Magath, Interview SID, 15. September 2015)

Trümmerhaufen


Veröffentlicht am 12. Mai 2015

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Bei Schalke 04 läuft nichts rund

„Er ist ein Glücksgriff“, gestand Horst Heldt im September 2013 dem Spiegel in Sachen Kevin-Prince Boateng. Nun hat er seinen Glücksgriff geschasst, degradiert oder freigestellt und ein „nie wieder auf Schalke“ macht die Runde. So etwas ist im Fußball und bei Schalke nicht neu. Zum Handwerkszeug von Horst Heldt gehören das Bauernopfer und die martialische Drohung von Konsequenzen, womit er stets Trainer und/oder Spieler in keinem Fall natürlich sich und seine Arbeit meint, die gerade den FC Schalke aus den europäischen Rängen und ins tabellarische Mittelmaß der Tabelle trümmert, die Fans verzweifeln lässt. Man wähnt sich gerne vor Dortmund und auf Augenhöhe mit den Großen des europäischen Clubfußballs, eigene Hybris versteht sich als der einzige neben den Bayern vorhandene Gigant des deutschen Fußballs. In der Nüchternheit des Alltags ist die Champions League Teilnahme längst vergeigt und ringt man mit dem FC Augsburg um einen Europa League Platz; wobei Augsburg die bessere Figur macht. Der Erzrivale in Schwarz-Gelb sitzt den Knappen auch im Nacken, Dortmund steht kurz davor, die Schalker auch noch vom letzten internationalen Rang der Tabelle zu verjagen. Das Grauen für den Schalker Anhang kennt offenbar weder Ende noch Erbarmen. 984.000 Zuschauer waren im Saisonverlauf bisher im Schalker Stadion, damit hinter Borussia Dortmund und Bayern München die Nummer drei im Land, in dieser Tabelle immer noch Spitze. Diese treue Masse hat sicher mehr verdient, als billige Sündenböcke und Ausreden. Die Fans haben wenig Freude und das Team zu wenig Punkte. Irgendwann wird deswegen auch Roberto di Matteo dran glauben müssen. Nachhaltigkeit gehört nicht zum Schalker Wortschatz und Treueschwüre für Trainer enden stets in dessen Ende. Auch den nächsten Trainersturz wird Horst Heldt, der Überlebensstratege in eigener Sache unbeschadet verkaufen und seine Glücksgriff-Handschrift weiter dem FC Schalke 04 aufs Auge drücken. Glück auf.

Redaktion Magath & Fußball

Belastung aushalten


Veröffentlicht am 5. Mai 2015

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„Die Verletztensituation ist schon bedrückend. Es gibt schon ziemlich viele Spieler, die ausfallen. Wobei ich sagen muss, dass ich bei meinen Mannschaften – wenn ich für Vereine wie Bayern München gearbeitet habe – immer darauf Wert gelegt habe, dass man eben auch eine Drei- oder Vierfachbelastung aushalten kann. Deshalb wundere ich mich über die Anzahl – es ist ja nicht nur beim FC Bayern, sondern auch bei Schalke 04 und Borussia Dortmund so, dass alle über Verletzungsprobleme klagen. Diese Erfahrung konnte ich als Trainer nicht machen.“

(Felix Magath, Audi Star Talk, 4. Mai 2015)

Nicht gut für Liga


Veröffentlicht am 15. März 2015

„Wir alle haben vielleicht doch unterschätzt, was es bedeutet, wenn die Bayern kilometerweit vorneweg marschieren. Die Leute diskutieren eben am allerliebsten darum, wer die Schale bekommt. Das Thema Meisterschaft ist aber nun im dritten Jahr in Folge wahrscheinlich frühzeitig erledigt. Dazu kommt, dass seit einer Teilnahme von Werder Bremen vor fünf Jahren immer die gleichen Klubs in der Champions League mitspielen: Bayern, Dortmund, Schalke und Leverkusen. Das ist in den Leuten drin, dass die Bundesliga nicht mehr so viel Überraschendes liefert. Dazu vertieft diese Konstellation natürlich die finanziellen Gräben und verfestigt die Zustände. Das ist nicht gut für die Liga.“

(Christian Heidel, Manager Mainz 05, Interview FAZ, 7. März 2015)

Königsblau königlich


Veröffentlicht am 11. März 2015

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Schalke siegt im Bernabéu und verabschiedet sich mit erhobenem Haupt

In der jüngeren Vergangenheit wurde über den FC Schalke 04 nicht selten mit Hohn und Spott berichtet, auch an dieser Stelle gerne und oft die sportlichen Auftritte vor dem Hintergrund vollmundiger Kampfansagen oder das bisweilen höchst seltsam daherkommende Gebaren der Führungsriege aufs Korn genommen. Was S04 am Dienstagabend aber im Rückspiel des Champions League Achtelfinales beim Titelverteidiger auf den königlichen Rasen brachte, war aller Ehren wert. Zwar fehlte dem königsblauen Husarenstück im Bernabéu letztlich das Happy End. Selbst die größten Gegner und beharrlichsten Kritiker des Revierclubs aber ertappten sich dabei, wie sie sich mit den stark aufspielenden Schalkern unweigerlich bis in die Nachspielzeit solidarisierten, ihnen beide Daumen hielten, durchaus verblüfft ob der unerwartet dominanten wie spielerisch anspruchsvollen Darbietung. Weiterlesen