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Football and Crime


Veröffentlicht am 8. November 2015

Philip Kerrs Fußballthriller spielt in London.

Philip Kerrs Fußballthriller spielt in London.

Ein spannender Fußballkimi ist auf dem Markt

Auf den Außenstehenden wirkt die kollektive Hysterie des Fußballs stets etwas sonderbar. Die Fußballgemeinde dagegen ist enthusiasmiert und hält alles für völlig normal. Zwischen diesen Polen liegt der Stoff für gute Geschichten. Von einer interessanten Variante soll hier erzählt werden. Assistenztrainer Scott Manson ist beim Fußballclub London City unter Vertrag, einem der wichtigsten Vereine in der Premier League. Dort arbeitet er unter dem portugiesischen Startrainer und Manager João Gonzales Zarco, der größte Trainerzampano auf dem globalen Fußballmarkt. Es ist Weihnachten, schwierige Transfers müssen geregelt werden und der Boxing Day steht vor der Tür. Wir tauchen mit Wucht in den Alltag des englischen Fußballs und einer Welt, die den Ball für den Mittelpunkt der Erde hält. Trainiert wird bei London City in Hangman’s Wood, das hypermoderne Stadion am Silvertown Dock nennen die Londoner Crown of Thorns. Der vierzigjährige Scott Manson bewundert seinen eloquenten wie reizbaren Chef Zarco und hasst Weihnachten. Für beides hat er allerdings wenig Zeit. Erst erhängt sich ein langjähriger Freund, mitten im Crown of Thorns wird dann auch noch der große Zarco tot aufgefunden. Mord liegt in der Luft. Der ukrainische Oligarch Viktor Sokolnikow, seines Zeichens Milliardär und fußballverrückter Besitzer des Clubs London City, weiß um die Spürnase seines Co-Trainers und mag keine Polizei. Scott Manson macht er schnell zum Zarco-Nachfolger und verpflichtet ihn zu internen Ermittlungen im Verein. Weiterlesen

Selbstaufgabe


Veröffentlicht am 16. Oktober 2015

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Bundesliga verabschiedet die Meisterschaft

Die Zwerge kapitulieren. Den Bayern ist kein Vorwurf zu machen, sie haben sich das hereinbrechende Gesamtlob verdient, erspielt und über Jahre erarbeitet. Das nötige Kleingeld für Mario Götze, Robert Lewandowski, Diego Costa, Arturo Vidal und allem was sonst an Personal nötig selbstverständlich stets zur Hand. En passant haben sie nun auch den Kampfgeist in der Liga des Weltmeisters gebrochen und pulverisiert, eine neue Qualität, so noch nicht dagewesen. Die Kapitulation der ehemaligen Gegner, vielleicht die größte Leistung der Bayern. Die Bundesliga ist von Angst befallen, in einer Art vorauseilendem Gehorsam gehen keine sportlichen Kampfansagen Richtung München, sondern nur noch der kollektive Kotau. Ein Mix aus Huldigungs- und Ergebenheitsadressen erreicht den Tabellenführer im Minutentakt. Vermeintliche Konkurrenten für wenigstens ein Spiel senden Gesten der Selbstaufgabe. Die Übungsleiter schauen aus dem Trainingsanzug wie verirrte Lämmer vor der Schlachtbank, huldigen dem Bayern-Spiel und dessen Trainer schon vor Anpfiff. Staunend, wie Kleinkinder im Spielzeugladen, bedanken sie sich artig, wenigstens dabei sein zu dürfen. Zauberlehrlinge bestaunen Merlin. Wie wirkt dieses Verhalten der Verantwortungsträger eigentlich auf die ihnen anvertrauten Spieler und Mannschaften? Von denen darf doch der Fan und Zuschauer Leistung, Kampf und Einsatz sowie Tore, Siege und Punkte erwarten. Wo ist im Bundesliga-Alltag des Jahres 2015 nur die Courage früherer Herausforderer geblieben? Weiterlesen