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Robustheit auf dem Rückzug


Veröffentlicht am 29. März 2015

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„Ein anständiges Tackling gehörte lange zum Repertoire jedes Defensivkünstlers. Es kann, formvollendet ausgeführt, ebenso viel Beifall bringen wie ein Pass in die Tiefe oder ein Hackentrick. Doch die Grätsche ist bedroht. Ein zweiter Grund für das Grätschensterben sind die Regeln. Laut FIFA sollen Spieler bestraft werden, wenn sie mit ‚überzogener Härte‘ grätschen, selbst wenn sie den Ball spielen und ihren Gegenspieler nicht einmal berühren. Tacklings von hinten werden mittlerweile automatisch mit Platzverweisen geahndet. Verständlich, weil diese Attacken gesundheitsgefährdend sind. Doch was ist mit dem Tackling von der Seite oder von vorne, mit ritterlich offenem Visier? Die Firma Impire wertet seit mehreren Jahren Statistiken zu Fußballspielen aus. Gab es 1998 in der Bundesliga noch 1.043 sogenannte Grätschenfouls, sank die Zahl seitdem kontinuierlich. Im Jahr 2012 wurden nur noch 367 gezählt. Es ist damit zu rechnen, dass die FIFA die Regeln weiter verschärft. Sie schützt damit die Offensiven, die Künstler. Keinesfalls aber aus Gutmenschentum, sondern vor allem des schnöden Mammons wegen. Die Offensivspieler sind es, die für Tore und Schlagzeilen sorgen. Sie bringen dem Fußball die Milliarden. Ein grätschender Verteidiger lässt sich nicht gut verkaufen.“

(Die Zeit, „Das Ende der Blutgrätsche“, Auszug, 14. Februar 2013)

Nie der Blick zurück


Veröffentlicht am 20. März 2015

„Ich möchte den Verein weiter in einer starken und gesunden Position belassen, mit guten Spielern, mit guter Jugend und dabei etwas entwickeln. Der Mann, der einmal nach mir kommt, wird in einer sehr guten Lage sein, etwas Außergewöhnliches abzuliefern. Ich glaube, dass die größte Qualität in einem Top-Club diejenige ist, die guten Ergebnisse zu halten. Ich hoffe, wenn ich dann irgendwann mal ins Emirates-Stadion komme, um ein Spiel zu sehen, kann ich glücklich sein, weil ich ein qualitativ hochwertiges Team erlebe. Ich schaue nie zurück. Mir ging es immer um die menschliche Seite beim Fußball und weniger um Medaillen. Wenn ich ehemalige Spieler treffe, erinnere ich mich mehr daran, was für Leute sie waren als was ich mit ihnen gewonnen habe. 2004, 2005 und 2006 hatte ich Chancen und Angebote, den Verein zu verlassen, aber ich ging mit dem Club die Herausforderung an, zum Beispiel den Bau des neuen Stadions. Es war eine sehr sensible Phase für den Club, aber ich glaube, ich habe meine Arbeit stets in einer sehr engagierten und loyalen Art abgeliefert.“

(Arsène Wenger, BBC-Interview, 7. März 2015)

Chelsea FC – Manchester City 1:1 (1:1)


Veröffentlicht am 31. Januar 2015

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Spitzenspiel der Premier League kann Erwartungen nicht erfüllen

Ein besonderer Blick im Vorfeld galt Frank Lampard, der auf der Bank von Manchester City an die Stamford Bridge zurückkehrte. Die Zuneigung der Blues-Fans war ihm gewiss, 13 Jahre guter und verlässlicher Dienst in den Farben des FC Chelsea nicht vergessen. Schon sein Aufwärmen war ein Spalier von Applaus. Ab Mitte der zweiten Halbzeit durfte die Chelsea-Legende im Man City Trikot dann am Spiel aktiv teilhaben. Bei Einwechslung eine jubelnde Verbeugung des Heimpublikums in Gleichklang mit den Gästefans. In England achtet man Verdienste mit Respekt und Dank. Very British! Fernsehstationen aus 175 Ländern hatten das Spiel auf dem Schirm. Es stand die vermeintlich saisonentscheidende Partie auf dem Programm. Solch Erwartungshaltung wird selten erfüllt, was sich an diesem Tag eindrucksvoll bestätigte. Vor dem Anpfiff hatte Spitzenreiter Chelsea ein Punktpolster von fünf Zählern auf seinen ärgsten Verfolger, Titelverteidiger und Meister Manchester City. Die Citizens in Zugzwang. Alle Betrachter waren sich einig, der nächste Meister ist in diesem Spiel auf dem Rasen. Es kann aber nur einen geben. Weiterlesen

Bundesliga startet in Saison 2014/15


Veröffentlicht am 22. August 2014

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Im Weltmeisterland beginnt der Ligalltag

Robert Lewandowski macht ein Team besser und es Gegnern schwerer. Insofern haben die Bayern den ersten Schlag der Saison gegen den BVB gewonnen, den zweiten Hieb – das Supercupendspiel – landeten aber die Dortmunder und schickten die Bayern 2:0 und Matthias Sammer rotgesichtig in den Süden zurück. Das Duell der beiden Großklubs wird auch die Saison 2014/15 bestimmen. Rhetorische Stilblüten und gegenseitige Pfeile von Funktionären aus beiden Vereinen werden uns als Begleitmusik zur Seite stehen, sehr zum Händerieb für Medien aller Arten. Aber auch spielerische Klasse und ungebrochene Magnetkraft fürs Publikum werden diese zwei Giganten bieten. Man muss kein Prophet sein, wenn es die Münchner für richtig halten, wird auch der Aderlass außergewöhnlicher Dortmunder Fußballer Richtung Bayern längst nicht beendet sein. Man weiß bei den Bayern, solche Karten treffsicher zu spielen, Mitbewerber zu schädigen. Die Antwort auf die Frage, ob Jürgen Klopp mit seinem BVB ein großes Stück der Strecke, bis zum Ende oder überhaupt nicht mithält, entscheidet über eine spannende oder eher langweilige Saison. Weiterlesen

Adventszeit im Phytoland


Veröffentlicht am 21. Dezember 2013

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Liebe Leser, Freunde, Fans und Fußballinteressierte,

hier einige Fotoeindrücke von meinem Advents-Besuch im „Phytoland-Gelsenkirchen“ und unserer dortigen, kleinen Weihnachtsfeier. Das „Phytoland“ möchte mit seiner Spielwelt den Kindern bei ihrer persönlichen Entfaltung zur Seite stehen und ihre körperliche, geistige und seelische Entwicklung fördern, als eine Anlaufstelle für Kinder dienen, die ihre Freizeit auf der Straße verbringen und sich kaum altersgerecht entwickeln können. Unser Engagement gilt den einsamen, kranken oder schutzbedürftigen Kindern, die besonderer Zuwendung bedürfen. Die „Phytokids-Stiftung“ möchte mit ihrem Engagement und dem Phytoland dazu beitragen, dass Kinder wieder Lebensfreude und Hoffnung schöpfen. Zweck der Stiftung ist es, weltweit Kinder und Jugendliche in sozialen und medizinischen Einrichtungen sowie Heimen zu betreuen, zu fördern und zu unterstützen. Gerade Kinder sollten unseren besonderen Schutz und Zuwendung erfahren. Es war mir eine Herzensangelegenheit dort Zeit zu verbringen. Weiterlesen