Schlagwort-Archive: Sergio Agüero

Premier League mit minderer Qualität?


Veröffentlicht am 5. Oktober 2015

„Wenn Sie sich die Qualität der Spieler anschauen, die nach England kommen, dann denke ich nicht, dass wir hier die besten Spieler Europas oder der Welt haben. Die besten Spieler sind bei Real Madrid, dem FC Barcelona oder Bayern München. Ein Level darunter stehen wahrscheinlich Paris Saint Germain und Juventus. Und darunter ist die Qualität der englischen Klubs anzusiedeln. Ich halte das für keine große Überraschung. Denken Sie über die Qualität der Spieler nach. Glauben Sie, dass irgendein Spieler von unseren Top-Klubs aktuell in Barcelonas Mannschaft spielen würde? Das möchte ich stark bezweifeln. Sie wären auch bei Real Madrid oder Bayern München nicht im Team. Einzig Sergio Agüero ist vielleicht eine Ausnahme.“

(Paul Scholes, Livekommentar BT Sports, 30. September 2015)

Die Sache mit dem Elfer…


Veröffentlicht am 1. Oktober 2015

Sicher verwandelt: Juan Mata lässt sich die Chance zum Ausgleich aus elf Metern nicht entgehen.

Sicher verwandelt: Juan Mata lässt sich die Chance zum Ausgleich nicht entgehen.

Wölfe und Fohlen mit knappen Niederlagen gegen Manchester – Ein Überblick über den zweiten Spieltag in der Champions League Gruppenphase

Mit einem Paukenschlag begann die Partie im Old Trafford: Die grün-weißen Gäste aus Wolfsburg kombinierten sich sehenswert durch die Abwehrreihe der Red Devils und gingen bereits nach fünf Minuten durch Daniel Caligiuri in Front – da staunten die knapp 75.000 Zuschauer in Manchester nicht schlecht. Als hätten die Mannen von Louis van Gaal ein solches Hallo-Wach-Signal unbedingt gebraucht, spielte bis zur Halbzeitpause fortan nur noch United. Wayne Rooney ließ die große Chance zum Ausgleich noch liegen, kurz darauf aber deutete Schiedsrichter Viktor Kassai aus Ungarn auf den Punkt. Torschütze Caligiuri bekam das Spielgerät im eigenen Sechzehner aus kurzer Distanz an den Unterarm geflankt – Absicht oder nicht, eine schwierige Entscheidung. Der Spanier Juan Mata jedenfalls blieb eiskalt und vollstreckte sicher links unten. Die Wölfe mit dem Stand von 1:1 beim Gang in die Kabine sicher nicht unzufrieden, nach dem Seitenwechsel allerdings ging das Anrennen des Premier League Tabellenführers unvermindert weiter. Einen abgeblockten Schussversuch des starken Bastian Schweinsteigers verlängerte wieder Mata geistesgegenwärtig und mit der Hacke über die VfL-Defensive in den Strafraum, wo Innenverteidiger Chris Smalling am schnellsten geschaltet hatte und das Leder ins Tor bugsierte. Mit der 2:1-Führung im Rücken zog sich Manchester United jetzt unerklärlich weit zurück, wenig bis nichts war mehr zu sehen von der millionenschweren Luxus-Offensive der Engländer. Wolfsburg nun mit der zweiten Luft und dem Mute der Verzweiflung, der eingewechselte André Schürrle und Ricardo Rodríguez kamen dem Ausgleich noch einmal ganz nah. Unterm Strich stand für den Bundesliga Vizemeister in Manchester letztlich trotz guter Leistung eine knappe Niederlage, einen Punkt aber hätte sich der VfL allemal verdient gehabt. Ganz ähnlich erging es derweil der Gladbacher Borussia im Duell mit Uniteds Stadtrivalen. Weiterlesen

Der Topfavorit erwacht


Veröffentlicht am 1. Juli 2015

imago20292330m_c

Argentinien nach 6:1-Kantersieg über Paraguay im Finale

Trotz dreier Siege und einem Remis war es bislang nicht die ganz große Show, die Argentinien bei der Copa América in Chile bot. Lediglich vier Tore brachte die als Topfavorit angetretene Albiceleste in ihren vier Partien gegen Paraguay, Uruguay, Jamaika und Kolumbien zu Wege – ohne dabei wirklich zu überzeugen. Gegen die Cafeteros ging es torlos sogar bis ins Elfmeterschießen, der Halbfinaleinzug alles andere als eine klare Angelegenheit. In Concepción hieß der Gegner in der Vorschlussrunde wie schon während der Gruppenphase Paraguay – und erstmals im Turnierverlauf demonstrierte Gerardo Martinos Team eindrucksvoll, was angesichts einer Offensivreihe um Lionel Messi, Ángel Di María, Sergio Agüero oder Javier Pastore möglich ist. Der tapfer kämpfende Finalteilnehmer von 2011 hatte nicht den Hauch einer Chance, aufseiten der Albirroja mussten zudem noch während des ersten Durchgangs Shootingstar Derlis González und Spielführer Roque Santa Cruz verletzt vom Platz. Argentinien beim überdeutlichen 6:1 (2:1) insgesamt aber mindestens zwei Klassen besser und endlich auch mit jener Zielstrebigkeit und spielerischen Leichtigkeit unterwegs, die bislang noch eher selten zutage trat. Weiterlesen

Erstaunliche Ruhe


Veröffentlicht am 21. Juni 2015

imago19949088m_c

Bei Manchester City soll das Team runderneuert werden

Ihm gab man keine Chance mehr, Nachfolgephantasien durchfluteten die Sportredaktionen dieses Kontinents. Schlagzeile türmte sich auf Schlagzeile: Rafael Benítez, Pep Guardiola, Jürgen Klopp hießen die auflagenstarken Namen. Der chilenische Ingenieur und Fußballtrainer Manuel Pellegrini wirkte in diesem medialen Wirbelsturm wie immer – ein Fels in der Brandung, der durch Stille beruhigt. Verbales Benzin in eine lodernde Berichterstattung gießen war seine Sache nie. Nicht nur er blieb ruhig, dies taten auch seine Arbeitgeber, was doch etwas erstaunt. Den Besitzern der Citizens um Scheich Mansour Bin Zayed Al Nahyan muss allerdings attestiert werden, seit der Club in ihren Händen liegt, haben sie kein Oligarchen- oder Ölbaronverhalten an den Tag gelegt und bei Misserfolgen umgehend den Trainer vor die Tür gesetzt. Roberto Mancini durfte vier Jahre arbeiten, Manuel Pellegrini ist seit 2013 im Job. Die Titellosigkeit der letzten Saison und das erneute Versagen in der Champions League werden von den Verantwortlichen auch der Mannschaft angelastet und bleiben nicht allein am Trainer kleben. Gemeinsam mit Txiki Begiristain, dem seit 2012 amtierenden Sportdirektor, und einem Haufen Geld soll Pellegrini nun den Grundstein für ein neues Meisterteam legen, inklusive den Aufbau einer Mannschaft organisieren, die dem Champions League Titel nahe kommt, diesen holen kann. Die Ansprüche der Scheichs sind nicht geschrumpft. Der nächste Wurf muss für Pellegrini wie für Begiristain ein Treffer werden. Das Fußballauge ruht also auf den Transferaktivitäten von Manchester City und deren Begehrlichkeiten. Weiterlesen

Schleppender Auftakt


Veröffentlicht am 14. Juni 2015

imago20143494m_c

Noch fehlen der Copa 2015 Schwung und Leidenschaft

Gastgeber Chile, Mitfavorit Argentinien und Titelverteidiger Uruguay gaben bei der Copa ihren Einstand. Die Chilenen sehen sich reif für den ersten Titel, eine begeisterungsfähige Fußballgemeinde glaubt daran. Die Nationalmannschaft gestaltete das Eröffnungsspiel gegen Ecuador. In einer mäßigen Partie tat sich das Team des temperamentvollen Trainers Jorge Sampaoli dabei schwer. Ecuador hielt die Partie lange offen. Der späte Sieg durch Tore von Arturo Vidal, der in der 67. Minute einen Foulelfmeter zur 1:0-Führung verwandelte, und der entscheidende 2:0-Treffer von Eduardo Vargas in der 84. Minute war am Ende allerdings hochverdient. Für den angestrebten Titel ist eine deutliche Steigerung der Gastgeber wohl nötig. Weiterlesen

Favoritensiege in der Premier League


Veröffentlicht am 4. Dezember 2014

imago18353221m_c

Chelsea und City im Gleichschritt souverän, Paris verpasst den Sprung an die Tabellenspitze

Es war nicht der Spieltag der Überraschungen in der Premier League, die fünf vermeintlichen Topclubs siegten allesamt, in der unteren Tabellenhälfte dagegen konnte einzig Aston Villa dreifach punkten und sich so ein wenig Luft verschaffen. In Frankreich ließen sowohl Spitzenreiter Marseille als auch Verfolger Paris Punkte liegen, Saint-Étienne und Rennes konnten jeweils siegreich deshalb den Abstand verringern. Die Gefahr jedoch, dass aus dem sich anbahnenden Duell um den Titel bald ein Drei- oder Vierkampf erwächst, besteht nicht. Weiterlesen

Premier League schlägt zurück


Veröffentlicht am 27. November 2014

imago18284638m_c

Alle vier Bundesligavertreter unterliegen, nur Schalke gefährdet

Spieltag fünf in der Gruppenphase der Champions League verlief so gar nicht nach dem Geschmack der Bundesligisten. Alle drei deutsch-englischen Duelle gingen verloren, Leverkusen unterlag Monaco vor heimischem Publikum. Während Bayer 04 und Borussia Dortmund ihre Gruppe noch immer anführen, der FC Bayern Platz eins sogar schon in der Tasche hat, sind die Schalker auf Rang drei zurückgefallen und müssen nun um den Achtelfinaleinzug bangen. Geschichte wurde derweil auf Zypern geschrieben: Beim 4:0-Sieg Barcelonas gegen APOEL Nikosia traf Lionel Messi dreifach und ist nunmehr alleiniger Rekordtorjäger des Wettbewerbs. Mit astronomischen 74 Toren in 91 Partien verwies der Argentinier Raúl auf Platz zwei, der es zu seiner Zeit auf 71 Treffer in 142 Spielen gebracht hatte. Ebenfalls sein 71. Champions League Tor markierte Cristiano Ronaldo beim 1:0-Sieg Real Madrids im St.-Jakob-Park zu Basel. Der Weltfußballer allerdings hat schon 17 Einsätze mehr auf dem Konto, als sein großer Widersacher im Barca-Trikot. Weiterlesen

Keine Revanche


Veröffentlicht am 3. September 2014

imago16953232m_c

„Es ist eine Art Revanche, ja. Aber wenn wir gewinnen, bringt das auch nichts.“
(Sergio Agüero, kicker Sportmagazin, 1. September 2014)

„Es ist vielleicht so etwas wie ein guter Test vor der EM-Qualifikation, bevor es sozusagen im Alltag wieder richtig zur Sache geht und wir uns dort wieder neu beweisen müssen. Wir wollten einen starken Gegner, das sah unsere Planung vor. Ich glaube, man kann den Leuten das Gefühl des WM-Finales ein bisschen zurückgeben. Aber es hat natürlich nicht diesen Stellenwert. Es gibt keine Revanche für Argentinien, kann es nicht geben, denn der WM-Titel ist wichtiger als alles andere.“
(Joachim Löw, Videointerview ZDFsportonline, 2. September 2014)

„Es ist schon eine Herausforderung, dieses erste Spiel als Trainer – und das gegen den Weltmeister. Das Spiel hat nichts mit dem WM-Finale zu tun. Das Ergebnis können wir nicht wiedergutmachen.“
(Gerardo Martino, Pressekonferenz Düsseldorf, 2. September 2014)

„Ich finde es schade, dass das Spiel jetzt stattfindet. Zum jetzigen Zeitpunkt hat es keine Bedeutung. Dafür sind die Eindrücke aus Brasilien noch zu frisch. […] Vielleicht ist es für die Argentinier eine Motivation, so schnell wieder gegen Deutschland spielen zu können. Sie sind sich immer noch bewusst, dass sie die deutsche Mannschaft hätten besiegen können – ja, vielleicht müssen. Ich war im Stadion und habe es hautnah miterlebt. Die Argentinier werden sich noch jahrelang ärgern, dass sie ihre Chancen nicht genutzt haben. Sie hatten die klareren Möglichkeiten. […] Es ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass Deutschland beim Abseitstor von Higuain Glück hatte. Auch als Manuel Neuer ihn abgeräumt hat, war es Glück, dass es kein Rot gab.“
(Jens Lehmann, Interview Die Welt, 3. September 2014)

„Deutschland war die konstanteste, reifste Mannschaft. Im Finale hat Argentinien seine beste Turnierleistung gezeigt. Und wenn sie am Anfang das Tor machen, dann holen sie vielleicht den Titel. Aber Deutschland war das beste Team der WM, spielte am besten, am intelligentesten, verstand es, seine Pläne umzusetzen. Sie haben gelernt aus den letzten WM-Turnieren.“
(César Luis Menotti, kicker Sportmagazin, 1. September 2014)