Schlagwort-Archive: Shankly

Er ist wieder da


Veröffentlicht am 8. Oktober 2015

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Jürgen Klopp in den Schuhen von Bill Shankly

Nun wächst zusammen, was zusammen gehört. Liverpool brauchte Jürgen Klopp wohl dringlicher als er die Reds. Nun ist es aber offensichtlich eine Liebeshochzeit. Ein Fußballverrückter an einer der emotionalen Hauptadern des Fußballuniversums. Könnte passen und birgt Gefahren. Klopp muss dem aktuellen Team schnell neues Leben einhauchen, das legendäre Erbe von Bill Shankly bewahren, sich dabei an den unterschiedlichen Erfolgen von Bob Paisley, Kenny Dalglish und Rafael Benítez messen lassen. Halb England erwartet schon ein Dortmund II und den Zauber eines Neuanfangs, die Wiedergeburt von fußballerischer Größe. Anfield und die Medien stehen Kopf. Kein leichtes Erbe und extrem hohe Erwartungen. Klopp war nie furchtsam oder kleinlaut, scheint seine Dinge an- und eingebracht zu haben. Konkrete Vorstellungen in Sachen Trainerstab und Transferverantwortung hat er offenkundig durchgesetzt. Ein starker und selbstbewusster Beginn. Nach dem Traualtar wartet bekanntlich immer der Alltag, für Flitterwochen bleibt im Falle Klopp und Reds keine Zeit. Das Tagesgeschäft ruft und entscheidet, wie lange der Glockenklang der Begeisterung anhält. Verein und Klopp wollen sicher kein Mittelmaß verwalten, sondern latent Höhenluft genießen, eine Ära prägen. Ob sie die Konkurrenz einholen und eines Tages von ihrem verdammten Ast sägen, wird sich zeigen. Fast messianische Heilserwartungen von Fans und Medien sind sicher weniger hilfreich, werden den neuen Manager des FC Liverpool vom Start weg begleiten. Klopp muss nicht übers Wasser gehen – aber Titel sollen her. Er wird es versuchen und eine Menge geben. Ob es reicht, wird sich zeigen. Die Premier League ist jedenfalls schon jetzt um eine Persönlichkeit reicher.

Redaktion Magath & Fußball

Eine ehrenwerte Leiche


Veröffentlicht am 8. Juli 2015

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Europapokal der Pokalsieger

Die diesen Wettbewerb mordeten und 1999 abschafften, haben sich nicht um den Fußball verdient gemacht. Fans, Spieler und Zuschauer mochten ihn, die Endspiele hatten oft mehr Spannungsgehalt und manchmal wesentlich mehr Klasse, als ihr Pendant bei den Landesmeistern. Es waren Funktionäre, die den Pokalsiegerwettbewerb nicht mehr wollten und nicht das Publikum oder die Sportler. Zwischen ausufernder Geldgier sowie einem aufgeblasenen Wettbewerb in Sachen Champions League und dem ständigen Herumexperimentieren an der Europa League, dem einstigen UEFA Cup, ist der Europapokal der Pokalsieger auch 16 Jahre nach seinem Ableben noch in vielen Fanherzen lebendig und seine großen Momente unvergessen. Es begann und endete italienisch. Der erste Sieger hieß 1960/61 AC Florenz, der letzte Triumphator war 1998/99 Lazio Rom. Dazwischen gesellten sich ehrenvolle und große Namen des europäischen Clubfußballs. Was Real Madrid bei den Landesmeistern, wurde der FC Barcelona bei den Pokalsiegern: man holte die meisten Titel. Aus sechs Endspielteilnahmen kehrte Barça viermal als Sieger heim. Jeweils zwei Triumphe gelangen Dynamo Kiew, dem RSC Anderlecht, dem AC Milan und dem FC Chelsea. Der FC Barcelona hatte auch Anteil am wohl legendärsten wie spannendsten Endspiel des Wettbewerbs. Vor 58.000 Zuschauer im St. Jakob-Stadion zu Basel setzte der krasse Außenseiter und deutsche Pokalsieger Fortuna Düsseldorf dem Barça-Ensemble schwer zu und kämpfte wirklich bis zum letzten Atemzug. Erst in der Verlängerung konnte die Fortuna von den Katalanen mit 4:3 niedergerungen werden. Thomas Allofs und zweimal Wolfgang Seel sorgten für die Düsseldorfer Tore. Auch andere deutsche Clubs färbten die Leinwand der Pokalsiegergeschichte bunt. Weiterlesen

Sir Thomas „Tom“ Finney (5. April 1922 – 14. Februar 2014)


Veröffentlicht am 17. Februar 2014

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„Tom Finney would have been great in any team, in any match and in any age…even if he had been wearing an overcoat.“

(Bill Shankly)

„Tom Finney überragte alle. Er hat nie die Aufmerksamkeit bekommen, die ihm gerecht geworden wäre, weil er immer nur bei Preston North End gespielt hat. Man hat ihn regelmäßig in Grund und Boden getreten, aber er ist stets wieder aufgestanden, hat sich das Hemd abgeklopft und weitergespielt. Ich habe nie einen bescheideneren und vorbildlicheren Menschen getroffen als Tom.“

(Bernd Trautmann)

Redaktion Magath & Fußball