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Remembrance poppy


Veröffentlicht am 7. November 2015

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Roter Mohn der Erinnerung

Die ins Auge springende Blume ist jedem Zuschauer von Premier League Spielen und Beobachtern des englischen Fußballs ein bekannter Blickfang. Wer kennt ihn nicht, den stilisierten roten Mohn? Ob an Trikots, am Mantelkragen von Trainern, auf der Anzeigetafel oder Plakaten der Fans, jener blutrote Mohn gehört zum Fußball auf der Insel. Als remembrance poppies bezeichnet man im angelsächsischen Raum diese künstlichen Mohnblumen, welche dort ein Symbol des Gedenkens und der Trauer sind. Das Ritual der roten Mohnblume wird in den Wochen vor dem Kriegstotengedenktag im Commonwealth praktiziert, gehört in Britannien zum festen Bestandteil von Nation und Geschichte. In Kanada pflegt man ebenfalls diese Art der Trauerkultur. Bei der Amtseinführung der neuen Regierung von Premierminister Justin Trudeau trugen alle neuen Minister selbstverständlich die remembrance poppy an ihrer Kleidung. Ähnlich dem deutschen Volkstrauertag, wird beim Remembrance Day vor allem der Kriegstoten gedacht. In England ist der 11. November dieser Remembrance Day, der Tag des Waffenstillstandes am Ende des 1. Weltkrieges. Ihren Ursprung als nationales Symbol findet die rote Mohnblume in einem Gedicht des kanadischen Leutnants John McCrae. Dieser verfasste es unter dem Titel „In Flanders Fields“ im Mai 1915. Er verarbeitet darin den Verlust gefallener Kameraden während der Zweiten Flandernschlacht im April 1915. Zwischen den notdürftig aufgestellten Grabkreuzen für die gefallenen Soldaten blühte in Flandern schnell der rote Mohn. So beginnt das Gedicht auch mit den Zeilen „In Flanders fields the poppies blow, between the crosses, row on row…“. Seither ist die Mohnblüte vor allem das erinnernde Symbol für gefallene Kriegstote. Auch der Leutnant John McCrae überlebte den 1. Weltkrieg nicht. In einem Militärlazarett in Nordfrankreich verstarb er am 28. Januar 1918 an Entkräftung und einer einsetzenden Lungenentzündung. Seine Zeilen haben ihn und seine Kameraden unvergesslich gemacht und gehören heute zur Identität von Great Britain. Der Fußball auf der Insel und seine Protagonisten verbeugen sich an Spieltagen mit dem tragen der Mohnblüte und gedenken damit auf öffentliche Weise den gefallenen Soldaten, insbesondere den Opfern aus zwei Weltkriegen. Ehre ihrem Angedenken.

Redaktion Magath & Fußball

Jimmy Murphy – Sachverstand mit Herz


Veröffentlicht am 20. September 2013

Triumphe und Tragödien eines Fußballlebens

Sir Matt Busby (links) zusammen mit Jimmy Murphy (damals noch Co-Trainer) während einer FA-Cup-Begegung in der Saison 1957/1958.

Sir Matt Busby (links) zusammen mit Jimmy Murphy (damals noch Co-Trainer) während einer FA-Cup-Begegung in der Saison 1957/1958.

Es gab auch große Fußball-Waliser vor Gareth Bale. John Toshack, Ryan Giggs und Jimmy Murphy, dieser heute fast schon vergessen. James Patrick „Jimmy“ Murphy, geboren am 8. August 1910, war ein guter Fußballspieler, der schon mit 17 Jahren für West Bromwich Albion aktiv war und über 200 Spiele machte, dazu noch 15 Länderspiele für Wales. Murphy hatte ein Auge für Mitspieler, interessierte sich für jeden Mannschaftsteil und besaß enormes Spielverständnis sowie nimmermüde Leidenschaft auf dem Platz. Seine große Zeit sollte aber nach der Spielerkarriere kommen. Weiterlesen