Schlagwort-Archive: Spieler

Fußball: Spiel von Menschen


Veröffentlicht am 29. Dezember 2018

„Was ich als Problem sehe in der Bundesliga, ist diese systematische Spielweise, die seit Jahren Einzug gehalten hat. Ich bin immer ein Vertreter der Ansicht, Fußball wird von Menschen gespielt und Menschen entscheiden, was zu tun ist und nicht das System. Mir ist die Spielweise längst zu schematisch. Ich glaube, es ist auch ein Grund, warum wir uns international in der Breite nicht mehr durchsetzen. Es liegt leider an der DFB-Politik, die in den Nachwuchsleistungszentren bestimmt wie trainiert wird und alle müssen sich daran halten. Es gibt Punkte, wenn man es so macht, wie der DFB es will und Geldabzug, wenn es jemand anders macht. Ob man so Spieler auf den Platz bekommt, die in der Lage sind sich international durchzusetzen, möchte ich bezweifeln.“

(Felix Magath, Gast bei Sky 90, 23. Dezember 2018)

Klare Ansage


Veröffentlicht am 8. Oktober 2018

„Spieler agieren nicht für den Job des Trainers. Das ist lächerlich. Wenn sie für den Manager spielen würden, wären sie keine guten Profis.“

(José Mourinho, Äußerung nach dem 8. Premier League Spieltag, ESPN, 6. Oktober 2018)

Blick hinter die Raute


Veröffentlicht am 4. September 2018

Der Niedergang des HSV als Sachbuchkrimi

„Vermutlich reicht das eine Buch nicht aus, um die jahrzehntelange Misswirtschaft des Vereins aufzeigen zu können! Mein Exemplar wird morgen zugestellt!“  (Facebook User)

Dieser User kann getrost sein. „Der Abstieg: Wie Funktionäre einen Verein ruinierenwird ihn eines Besseren belehren. Nicht jedes Buch wird einem dramatischen Sachverhalt vollumfänglich gerecht. Dem Autorengespann ist dieses gelungen. Ihr Buch seziert den Abstieg des HSV, betreibt klare Analyse und benennt Verantwortung. Dabei beherrschen die Autoren die Fülle des Materials, stützen sich auf Fakten und lassen sich nicht von persönlichen Ressentiments oder Sympathien leiten. Das Buch denunziert nicht, es zeigt vielmehr anhand von belegbaren Sachverhalten das Wirken und Handeln einer Führungselite unter dem Deckmantel der Raute. Kapitel um Kapitel gehen Tobias Escher und Daniel Jovanov einem hausgemachten Abstieg nach, beleuchten die falschen Weichenstellungen. Dabei werten sie nicht vorschnell, sondern geben den Blick frei auf Standpunkte und Handlungsweisen, lassen ihren Lesern Raum für eigene Wertungen. Darin liegt eine besondere Stärke des Buches. Die Spieler dieser Ära bekommen von den Autoren keinen Freibrief, auch ihre Verantwortung wird nicht unerwähnt gelassen. Weiterlesen

Ein gelungener Abend


Veröffentlicht am 15. April 2018

Fußball in der „Langen Nacht“

Die Fußballrunde der ZEIT

Moderator Christof Siemes hatte Fragen, seine Gäste Antworten und Einsichten. Die Hamburger füllten den „resonanzraum“ und ließen sich von einem nassen Tag nicht abhalten. Der Dramatiker Moritz Rinke gestand freimütig, trotz ihn schmerzender Fehlentwicklungen, auf Fußball kann er nicht verzichten. Fußball will er weiter aktiv spielen, als Zuschauer im Stadion und vor der Glotze dabei bleiben. Das Spiel sei für ihn neben dem Schreiben die große Konstante in seinem Leben. Der Philosoph Gunter Gebauer machte sich vernehmlich Sorgen um die Einflüsse der Emire und Oligarchen, deren ungehemmten Einsatz von Geld er als politisches Mittel zu vielerlei Zwecken einstufte. Die Praktiker des Abends, Ewald Lienen und Felix Magath waren naturgemäß näher am Ball und Rasen. Sorge um die Entwicklung im deutschen Fußball einte beide.

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Irischer Ex-Fulham Spieler über Felix Magath


Veröffentlicht am 13. April 2018

„I can’t thank him enough for what he did for me. He gave me my full debut in the Championship, which was putting big trust in me as I was only 20. I look back on my time working under him fondly because he started me in a few games.”

(Sean Kavanagh, Shamrock Rover FC, Interview, The42, 12. April 2018)

„Erfahrung ist ein ganz wichtiges Kriterium“


Veröffentlicht am 16. März 2018

Anlässlich seines Besuches in der Oberpfalz traf sich Felix Magath mit Josef Maier, Fabian Leeb und Frank Werner von den Oberpfalz-Medien zum Interview. Dabei ging es nicht nur um die jüngste Entwicklung des deutschen Fußballs, sondern insbesondere auch um die prekäre Situation des Hamburger Sport-Verein in der Bundesliga. Auch die Aufstiegschancen des 1. FC Nürnberg in Liga zwei wurden diskutiert. Nachfolgend lesen Sie den kompletten Interviewtext.

Felix Magath, Ihr alter Verein, mit dem Sie die größten Erfolge feierten, macht gerade den Abflug Richtung zweite Liga. Jetzt wurde auch noch ihr langjähriger Co-Trainer Bernd Hollerbach entlassen. Wie sehen Sie das HSV-Drama?

Felix Magath: Der HSV wurde die ganzen letzten Jahre schlecht geführt. Man hat schon viele Trainer vor Bernd Hollerbach verbraucht. Ohne dass sich die Situation beim HSV dadurch verbessert hätte.

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Kleine und große Revolutionen


Veröffentlicht am 16. März 2016

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Zwischen Aufbruch und Routine – Fußballwelt im Wandel

Leicester City macht sich unter dem italienischen Trainer Claudio Ranieri Richtung englischer Meistertitel auf. Mit Enthusiasmus und Erfolg sorgt das Team aus den Midlands für eine kleine Revolution im englischen Ligabetrieb. Der geldschweren und traditionsbeladenen Restmeute in der Premier League gehen langsam die Spiele aus um den aufmüpfigen Außenseiter noch vom anvisierten Titelthron zu stoßen. Englands Fußballeliten blamieren sich dabei im Wochentakt und mutieren nebenher in den europäischen Cupwettbewerben zum belächelten Fallobst. Reich aber unfähig lautet das fatale Zeugnis. Ranieri und seine Jungs schwimmen nicht im Geld, frönen keiner Zeitgeistwelle, schwadronieren weder von Matchplänen noch über Ballbesitzstatistiken. Leicester City spielt kompromisslosen Fußball auf der Basis harter Arbeit und der Konzentration auf den zu erledigenden Job. Der 1951 in Rom geborene Ranieri steht auch als ein erfolgreicher Gegenentwurf zu den Bundesligatrainern neuer Färbung, die immer öfter als schwache Verfügungsmasse von manövrierenden Sportmanagern ausgewählt und aus Nachwuchsabteilungen oder direkt vom Schulhof rekrutiert werden. Ranieri lebt und kann Fußball aus dem Effeff. Sein Team versprüht keinen Glanz für die Galerie, scheffelt aber eine Menge Punkte für den Gipfel der Tabelle. Otto Rehhagels Diktum bleibt ewig jung und richtig: Modern ist, wer gewinnt! Ein bewundernswertes Team, mit einem gestandenen Trainer, in einem bemerkenswerten Club, mischt die graue Einförmigkeit der immer wiederkehrenden Standardbilder des englischen und europäischen Fußballs auf. Weiterlesen

Andere Sicht der Dinge


Veröffentlicht am 24. Dezember 2015

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„Ich denke, die Premier League wird Mourinho vermissen. Ich muss niemanden vermissen. Dennoch bevorzuge ich die Premier League mit Mourinho als ohne ihn. Die besten Spieler und die besten Trainer arbeiten hier. Ich trainiere ganz anders als er. Ich würde viele Dinge anders machen als er. Das bedeutet jedoch nicht, dass er kein guter Trainer ist.“

(Manuel Pellegrini, Pressekonferenz, 18. Dezember 2015)

Andrés Iniesta


Veröffentlicht am 20. Dezember 2015

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„Vergessen Sie die Lionel Messi gegen Cristiano Ronaldo Debatte. Andrés Iniesta ist der beste Spieler der Welt. Er hat ein enormes Verständnis für das Spiel und lenkt damit seine Mannschaft. Kaum jemand versteht das Spiel so wie er. Andrés gibt dem Team Kraft. Messi ist ein kompletter Spieler, er kann ein Spiel alleine entscheiden. Genau wie Ronaldo mit seinen unterschiedlichen Eigenschaften. Spieler wie Andrés Iniesta oder Xavi haben jenseits ihrer Fähigkeiten außerdem noch ein großes Verständnis des Spiels und führen damit das Team an.“

(Jorge Sampaoli, Nationaltrainer Chile, Interview univision.com, 18. Dezember 2015)