Schlagwort-Archive: Spielerkarriere

Vieles im Argen


Veröffentlicht am 21. Juli 2015

Andrey Arshavin: Nur eines von vielen nicht eingelösten Versprechen.

Andrey Arshavin: Nur eines von vielen nicht eingelösten Versprechen.

Russlands Fußball versinkt in der Bequemlichkeit seiner Spieler

Ohne Schwung stolpert der russische Fußball Richtung Heimvorteil des WM-Turniers 2018. Der ungeliebte wie auch erfolglose Nationaltrainer Fabio Capello ist nicht mehr im Amt. Öffentlich verbreitete Abfindungszahlen machen weiter die Runde, pendeln sich zwischen elf und 14 Millionen Euro ein. Viele Gerüchte, niemand weiß genaues, aber gerade dann wird ja gerne viel und oft geschrieben. Die Person Capello dient dabei auch als gutes Ablenkungsmanöver von den wirklichen Problemen. Als der Italiener sich von seiner Nationalmannschaft in einem für den Anlass angemieteten Moskauer Edellokal verabschieden wollte offenbarte seine Ex-Truppe erneut ihr egoistisches Gesicht. Außer einigen Betreuern der medizinischen Abteilung kamen ganze vier Spieler zum Abendessen. Capello mag eine Menge falsch gemacht haben, die russische Seele – was immer das sein mag – ist auch für einen Italiener nur schwer zu ergründen. Aber am desaströsen Eindruck der russischen Nationalmannschaft sind vor allem bequeme und satte Fußballer Schuld, deren höchstes Anliegen finanzstarke Verträge sind und nicht mehr die zu erbringende sportliche Leistung. Weiterlesen

Ein spannender Mensch


Veröffentlicht am 9. Dezember 2014

„Mit Felix Magath habe ich auch außerhalb des Platzes sehr, sehr gute Gespräche geführt. Ein spannender Mensch. Auf dem Platz war er immer sehr eigen, seine Trainingsmethoden waren nicht immer lustig. Aber im Anschluss konnte ich mich stets wunderbar mit ihm unterhalten. Ich erinnere mich an ein Trainingslager mit Werder Bremen, Ende der Neunziger, wir sind damals über eine Stunde spazieren gegangen und haben uns über Gott und die Welt unterhalten. Ein offenes und unheimlich interessantes Gespräch. Wenn man offen auf ihn zugeht, sich auf seine Art einlässt und normal mit ihm spricht, dann kann man wunderbare Momente erleben. Glauben Sie mir, Felix Magath ist kein Monster. Man kann mit ihm eine Menge Spaß haben, der Mann hat Humor. Wir haben uns nach meiner Spielerkarriere einige Male getroffen. Leider habe ich ihn lange nicht mehr gesehen. Es wäre schön, wenn ich ihn mal wieder treffen könnte.“

(Christian Brand, Trainer Jahn Regensburg, Interview 11Freunde, 8. November 2014)