Schlagwort-Archive: Sport

HSV und VfB unverzichtbar


Veröffentlicht am 20. Mai 2015

„Sportlich wäre es ungerecht, wenn ich sagen würde, mir wäre es lieber Paderborn und Freiburg würden absteigen und der HSV und Stuttgart blieben drin. Das ist gegen die Gesetze des Sports. Aber wir machen uns doch nichts vor – für das Produkt Bundesliga sind natürlich solche Branchengrößen wie der HSV und VfB unverzichtbar.“

(Heribert Bruchhagen, Sky, 20. Mai 2015)

Fußball und Schach – ein Vergleich


Veröffentlicht am 13. Mai 2015

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Ein Gastbeitrag von André Schulz (Chefredakteur www.chessbase.de)

Fußball und Schach – gibt es da überhaupt Gemeinsamkeiten? Fußball wird mit den Füßen gespielt, Schach mit dem Kopf – zwei Körperteile, die weit voneinander entfernt sind. Allerdings betonen Experten immer wieder, dass ein Fußballspiel im Kopf entschieden wird und auch beim Schach wird bisweilen mit den Füßen getreten, unter dem Tisch nach dem Gegner – natürlich nur unabsichtlich. Beim Fußball wird viel gelaufen, beim Schach  sehr wenig. Wenn der Gegner am Zug ist, stehen viele Schachspieler aber doch mal, laufen herum und kümmern sich für einen Moment nicht um ihre Partie. Ein solches Verhalten, abschalten, wenn der Gegner in Ballbesitz ist, gibt es beim Fußball auch, gehört aber nicht unbedingt zur höheren Schule. Weiterlesen

Turin zeigt hässliches Gesicht


Veröffentlicht am 27. April 2015

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„Es tut mir leid, was passiert ist. Auf dem Platz hatten wir ein faires, fesselndes Spiel. Daran sollte allen am Sport Beteiligten gelegen sein. Leider aber sind wir in Italien noch immer hinterher – und bis die Verantwortlichen beginnen, die nötigen Maßnahmen einzuleiten, wird das auch so bleiben. Das gilt für den Fußball wie für unsere ganze Nation. Wir müssen viele Dinge verbessern, damit die Leute wieder ins Stadion kommen. Bei allem, was momentan in italienischen Stadien passiert, würde wohl nur ein Verrückter seine Kinder mit zu den Spielen nehmen.“

(Massimiliano Allegri, Trainer Juventus Turin, The Guardian, 27. April 2015)

Chance und Hoffnung


Veröffentlicht am 16. März 2015

Gewinner und Verlierer sollte es nicht geben. Nicht nur die Bürger einer Stadt oder einer Region sollten sich um den Gedanken Olympia versammeln, ein ganzes Land sollte sich zum Sport und zur Olympiade bekennen. Was 2006 in Sachen Fußball möglich war, muss auch bei diesem Weltsport-Ereignis machbar sein. Ein demokratisches und friedliches Gemeinwesen kann sich und seine Bürger in aller Welt präsentieren. Diese tolle Chance sollten sich auch alle fiskalischen und moralischen Bedenkenträger, der klassische Wutbürger und die sportfernen Mitbürger verdeutlichen. Niemand möchte sich doch Olympia als ein Ereignis wünschen, welches nur noch von Potentaten, Oligarchen, Scheichs und Ölbaronen realisiert werden kann und in der Hand von Funktionären als reiner Spielball für kommerzielle Interessen daherkommt. Natürlich sind viele negative Entwicklungen auch im Sport nicht mehr umkehrbar. Allerdings wird es mal wieder Zeit, die Menschen und Sportler in den Mittelpunkt Olympischer Spiele zu stellen. Der Versuch ist es wert. Wenn nicht wir, wer dann? Gemeinsam mit Gästen aus aller Welt sind wir in Deutschland zu einem fröhlichen und weltoffenen Volksfest in der Lage. Der Fußball hat es einst bewiesen. Auf geht’s.

Redaktion Magath & Fußball

Einer liegt nicht im Staub


Veröffentlicht am 16. März 2015

„Bayern ist einer der größten Vereine der Welt – auch völlig zu Recht. Das darf im Umkehrschluss aber nicht bedeuten, dass alle anderen automatisch klein beigeben und sich selbst kleinmachen. Man darf auch ruhig mal etwas gegen Bayern sagen und sich zur Wehr setzen, wenn es nötig ist – auf einem normalen Niveau, nicht unter der Gürtellinie. Wenn du Sport treibst, solltest du den Ehrgeiz haben, deine Spiele zu gewinnen – und nicht den Anspruch, gegen einen Gegner nur ein wenig auf die Nase zu bekommen. Ich würde mich nie für eine Klatsche bedanken.“

(Max Eberl, Interview, BamS, 15. März 2015)

„Beim Fußball kein Sushi, sondern Bratwurst“


Veröffentlicht am 20. Februar 2015

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Wolfgang Bosbach, Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestags im Interview

Dieser Mann hat Courage und redet Klartext. Ein Politiker mit Leib und Seele, ein eigenständiger Kopf und Kämpfer in allen Lebenslagen. Wolfgang Bosbach, der einst als Lehrling im Supermarkt begann, das Abitur nachgemacht und Jura studiert hat, ist heute wohl der profilierteste Innenpolitiker der Bundesrepublik Deutschland. Ein Ausnahmepolitiker von Format, wie die Demokratie sie dringend benötigt. Intensiv kümmert sich der CDU-Mann um seinen Wahlkreis und die Anliegen seiner Wähler und Mitbürger. Vom Wahlkreis bis zur großen Bundespolitik legt der Vorsitzende des Innenausschusses des Deutschen Bundestags ein leidenschaftliches Engagement an den Tag. Trotz schwerster Krankheit bürdet dieser Politiker sich einen 16-Stunden-Tag auf, wirkt dabei so energiegeladen als sei er einem Jungbrunnen entstiegen. Eine empfehlenswerte Biographie über Wolfgang Bosbach, der viele Leser zu wünschen sind, trägt den kämpferischen Titel „JETZT ERST RECHT!“. Der kraftvollen Lebensbejahung von Wolfgang Bosbach muss man großen Respekt zollen. Sein tägliches Arbeitspensum sollte einmal mit dem von Fußballprofis verglichen werden, die es mittlerweile schon als Zumutung empfinden, zweimal am Tag zu trainieren. Seine Familie, Frau und Kinder sowie Eltern sind für Wolfgang Bosbach ein steter Kraftquell, ihnen gehört seine ganze Liebe. Neben dieser Liebe gibt es für den Vollblutpolitiker natürlich den Karneval und eine lebenslange aktive Sportbegeisterung, hier sind besonders Tennis und Fußball genannt. Die ewige Treue zu seinem 1. FC Köln, in dessen Beirat wie in der AG Fankultur er mitwirkt, gehört zu den Selbstverständlichkeiten im Leben des Wolfgang Bosbach. Die Redaktion Magath & Fußball erlebte einen sach- und fachkundigen Fußballexperten, der über seinen Verein und die große Leidenschaft Fußball sprach. Im Interview kann man seine Sichtweise auf die Stadionatmosphäre zwischen Opernpublikum und Hardcore-Fans erfahren, wie auch von seiner Sympathie für Kölns Trainer Peter Stöger. An so manch denkwürdiger Begegnung auf dem Fußballplatz lässt Wolfgang Bosbach den Leser teilhaben, gibt freimütig Einblick in eigene Trainingserfahrungen und nimmt in Sachen FIFA selbstverständlich kein Blatt vor den Mund. Temperamentvoll lässt Wolfgang Bosbach auch ein Tennismatch mit eigener Beteiligung erneut aufleben. Weiterlesen

„Hauptsache nicht die Bayern“


Veröffentlicht am 30. Januar 2015

Dirk Wiese (links) heute wie damals zusammen mit seinem Bruder im Stadion.

Dirk Wiese (links) heute wie damals zusammen mit seinem Bruder im Stadion.

Große Liebe Fußball II – Dirk Wiese (BVB)

Dirk Wiese
Jahrgang 1983, lebt im Sauerland und arbeitet in Berlin
BVB-Fan seit den 1990er Jahren
Mitglied im Deutschen Bundestag, SPD-Fraktion

Innerhalb und außerhalb von Vereinen engagieren sich Fans für ihre Clubs, geben Arbeits- und Freizeit für den Verein ihres Herzens, leben für den Fußball. Dem Lieblingsverein ist man lebenslang verbunden, hält in Höhen und Tiefen Treue und Unterstützung, freut sich bei Siegen, leidet in der Niederlage. In dieser Interview-Serie wollen wir in loser Folge diese Fans in Sachen „Große Liebe Fußball“ zu Wort kommen lassen. Zum Start in die Bundesliga-Rückrunde setzen wir unsere Serie fort – mit dem Abgeordneten des Deutschen Bundestags Dirk Wiese aus dem Hochsauerlandkreis, einem eingefleischten Fan von Borussia Dortmund. Weiterlesen

Linien


Veröffentlicht am 17. Dezember 2014

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„Linien sind immer wichtig für mich. Auch der Fußballplatz besteht ja eigentlich zum größten Teil auf…aus Linien. Es gibt zwei Halbkreise und einen ganzen Kreis, und sonst ist alles Linien. Und irgendwo ist das wahrscheinlich so’n bisschen, ja, hier oben im Kopf drinnen, alles auf Linien auszurichten, aber okay. Ab und zu darf auch mal was anders stehen, also so ist es nicht. Weil, man kann ja keinen Kreis als Linie hinstellen. Aber Kreise hintereinander kann man wieder als Linie hinstellen. Sagen wir mal so: Wenn ich jetzt wirklich weiß, das sind die gleichen Joghurts, und das eine läuft zwei Wochen früher ab, dann stell ich das natürlich nach vorne. Aber wenn was verfallen ist, schmeiß ich’s auch weg. Aber das ist eben im Supermarkt auch genauso. Im Supermarkt greift man am besten nach hinten, dann hat man das Joghurt in der Hand, das länger Haltbarkeit hat. Also, das ist eigentlich schon ganz normal. Ich glaube, das machen viele so. Ich glaube nicht, dass ich der Einzige bin, weil jeder will ja wissen, was im Kühlschrank steht. Und wenn ich weiß, was vorne steht, steht auch der hintere. Dann habe ich eine Übersicht. Übersicht ist mir wichtig, wie eben auch bei meinem Sport. Ich habe auch als Spielgestalter, als Mittelfeldspieler, als Antreiber hab ich ja auch eine gewisse Übersicht gehabt über das ganze Feld. Beim Autofahren hab ich auch eine Übersicht über den Straßenverkehr. Ich schau nicht nur das nächste Auto an, sondern ich möchte wissen: Was passiert vor dem Auto, das vor mir fährt? Weil: Dort kann ja was passieren, dass er vielleicht bremst. Der bremst ja nicht, wenn vorne nichts ist. Und deswegen ist es für mich schon wichtig, dass ich so ’ne Übersicht habe. Und die schaffe ich mir natürlich mit einer gewissen Ordnung. Und diese Ordnung habe ich im Kühlschrank.“

(Lothar Matthäus, VOX, „Lothar – Immer am Ball“, 2012)

Keine Wissenschaft


Veröffentlicht am 11. November 2014

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„Für mich war Schach nie Wissenschaft, sondern alles andere: Sport, Kampf, Psychologie und Kunst.“

(Viktor Kortschnoi, Großmeister, FAZ-Interview, 9. Januar 2005)