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Diego Armando Maradona


Veröffentlicht am 25. November 2020

* 30. Oktober 1960 – † 25. November 2020

Solange auf dieser Erde Fußball gespielt wird, werden Menschen seinen Namen erinnern. Maradona. Im Fußballuniversum ein eigener Planet. Das zum Fußballer gehörende Leben war nicht einfach und es konnte irgendwann mit der Legende nicht mehr Schritt halten. Der Junge aus dem Vorort von Buenos Aires konnte und wollte nur Fußball und verlor sich irgendwann im danach. Aber mit dem, was er im Fußball konnte, griff er zu den Sport-Sternen und kam jenen so nah wie nur wenige. Fast im Alleingang führte er Argentinien zum Weltmeistertitel wie den SSC Neapel zum Scudetto. Darin ist er unerreicht. Unsterblich schon vor seinem Tod. Ob in den Armenvierteln von Buenos Aires oder denen in Neapel, dort glühten seine Anhänger für ihn. Er hat sie im Aufstieg wie im Fall nie vergessen. Bei ihnen spürte er die Ehrlichkeit, die er auf dem großen Karussell Fußball zu wenig fand. Von den Elenden hat er sich nie abgewandt. Das ehrt ihn lange über den Tod hinaus. Was er auf dem Platz war und konnte, es ist nicht in Worte zu fassen. Über alles andere sollte nun der Mantel des Schweigens gehüllt werden. Ehre seinem Andenken.

Redaktion Magath & Fußball

Im Auge des Vulkans


Veröffentlicht am 1. November 2014

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Präsident Aurelio De Laurentiis prägt den SSC Neapel

Der Vesuv sah Pompeji untergehen und hatte gerüttelt Maß Anteil daran. Dank Edward Bulwer-Lytton und Robert Harris können wir uns dahin zurücklesen, seit Hollywood fliegt uns die Lava kinematographisch um die Ohren. Mit ähnlich eruptiver Energie wie der feuerspeiende Vulkan am Golf von Neapel, ließ ein argentinischer Fußballer den blassen Fußballstern am Fuße des Berges zum Leuchten aufsteigen. In der Erfolgsgemeinschaft mit Diego Maradona gelangte der SSC Neapel zu europäischer Fußballgröße und wurde zur Nummer eins in Italien. Die Erinnerung hat sich längst losgelöst von der Realität und kommt mittlerweile verklärt daher, „Goldene Ära“ schwärmen sie in Neapel. Dem Verursacher werden in der Stadt bis zum heutigen Tag Heiligenschreine gewidmet, sein Besuch beim Abschiedsspiel von Ciro Ferrara im Sommer 2005 führte zu einer Maradona-Feierstunde, als dieser vor 70.000 Zuschauern seine alte Wirkungsstätte, das Stadion San Paolo, betrat. Vor Maradona war der SSC Neapel nur ein 1904 gegründeter Fußballverein von Hafenarbeitern, die natürlich aus England kamen. Belacht und mit hoher Nase in den Fußballhochburgen Rom, Turin und Mailand bedacht, spielte man keine Rolle im Konzert der Großen, diente nur als Beispiel des armen wie hinterherhinkenden Südens. Lediglich zwei Pokalsiege konnten vom Kuchen der Großclubs erkämpft werden, man gewann 1962 und 1976 die Coppa Italia. Der Fußballnorden Italiens musste sich wahrlich nicht bedroht fühlen durch diesen SSC Neapel. Weiterlesen