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Alex Ferguson über:


Veröffentlicht am 14. Oktober 2015

José Mourinho
„Für José ist es wahrscheinlich das erste Mal in so einer Situation. Fünftletzter in der Tabelle, unglaublich. Aber große Manager finden Lösungen. Er wird eine Lösung finden. Es kann aber einige Wochen dauern. Was ich immer an ihm bewunderte war wie seine Teams bereit sind, für ihn zu spielen. Er muss das Team jetzt wieder auf den richtigen Weg bringen und ich glaube, er wird es tun.“

Jürgen Klopp
„Ich kenne Jürgen sehr gut von unseren Treffen mit den Elite-Trainern in Genf. Er ist eine gute Wahl, ich bewundere ihn. Eine starke Persönlichkeit. Er ist sehr hartnäckig, zielstrebig. Seine Karriere in Dortmund war ein schillernder Aufstieg an die Spitze. Ich denke, er wird sich sehr gut machen. Und ich sage das nicht gerne. Schließlich geht es um Liverpool.“

Transferkomitee FC Liverpool
„Wenn du deinem Manager nicht vertraust, warum hast du ihn dann verpflichtet? Er ist der Mann, der entscheiden sollte, welche Spieler er haben will. Für welche Position er sie haben will, welchen Charakter sie haben sollen. Der Manager weiß mehr als jeder andere. Die Moneyball-Idee, der ständige Blick auf Statistiken ohne die Gedanken des Trainers zu berücksichtigen – in meinen Augen ist das falsch. Warum jemandem einen Job geben, wenn er ihn nicht ausführen kann?“

(Sir Alex Ferguson, Interview ESPN, 9. Oktober 2015)

FC Chelsea – Manchester United 1:0 (1:0)


Veröffentlicht am 19. April 2015

„Das Spiel war genau das, was wir wollten. Wenn es uns gelingt, das Spiel, das wir spielen wollen zu spielen, ist es fantastisch. Das Spiel lief genau so, wie wir es uns erarbeitet und  für diese Partie vorgenommen haben. Das Team war fantastisch.“

(José Mourinho, Pressekonferenz nach Spiel, London, 18. April 2015)

„Ich bin sehr stolz auf mein Team. Wir spielten das beste Spiel dieser Saison, aber im Fußball kann man als die bessere Mannschaft auch verlieren. Es ist erstaunlich, wie wir hier gespielt haben. Wenn Sie die Statistiken sehen, es ist unglaublich, dass das Ergebnis 1-0 gegen uns. Wir zählen darauf, dass wir einen großen Schritt in unserer Entwicklung gemacht haben. Aber die Fans fühlen die Niederlage und Manchester United hat nun mal verloren. Trotz Chelseas Abwehrorganisation haben wir mehr Chancen herausgespielt. Das ist eine unglaubliche Leistung – aber lesen Sie die Partiedaten.“

(Louis van Gaal, Pressekonferenz nach Spiel, London, 18. April 2015)

 

Robustheit auf dem Rückzug


Veröffentlicht am 29. März 2015

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„Ein anständiges Tackling gehörte lange zum Repertoire jedes Defensivkünstlers. Es kann, formvollendet ausgeführt, ebenso viel Beifall bringen wie ein Pass in die Tiefe oder ein Hackentrick. Doch die Grätsche ist bedroht. Ein zweiter Grund für das Grätschensterben sind die Regeln. Laut FIFA sollen Spieler bestraft werden, wenn sie mit ‚überzogener Härte‘ grätschen, selbst wenn sie den Ball spielen und ihren Gegenspieler nicht einmal berühren. Tacklings von hinten werden mittlerweile automatisch mit Platzverweisen geahndet. Verständlich, weil diese Attacken gesundheitsgefährdend sind. Doch was ist mit dem Tackling von der Seite oder von vorne, mit ritterlich offenem Visier? Die Firma Impire wertet seit mehreren Jahren Statistiken zu Fußballspielen aus. Gab es 1998 in der Bundesliga noch 1.043 sogenannte Grätschenfouls, sank die Zahl seitdem kontinuierlich. Im Jahr 2012 wurden nur noch 367 gezählt. Es ist damit zu rechnen, dass die FIFA die Regeln weiter verschärft. Sie schützt damit die Offensiven, die Künstler. Keinesfalls aber aus Gutmenschentum, sondern vor allem des schnöden Mammons wegen. Die Offensivspieler sind es, die für Tore und Schlagzeilen sorgen. Sie bringen dem Fußball die Milliarden. Ein grätschender Verteidiger lässt sich nicht gut verkaufen.“

(Die Zeit, „Das Ende der Blutgrätsche“, Auszug, 14. Februar 2013)

Auf den Gabentisch – kurz vor Schluss


Veröffentlicht am 23. Dezember 2014

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Furioser Roman über Liverpool-Legende Bill Shankly

Statistiken behaupten, der Großteil der Fußballfans ist männlich und die Mehrheit der Leser von Romanen weiblich. Kurz vor dem Weihnachtsfest der Versuch einer Zusammenführung. David Peace ist einer der spannendsten Autoren unserer Zeit, seine Kriminalromane führen uns tief in den Abgrund menschlicher Taten, knapp die Sprache, düster die Handlung, es gibt kein Gut und Böse, jeder trägt Schuld. Der Leser braucht Nerven, dafür wird er nie gelangweilt. Aufwühlend und verstörend kommen diese Meisterwerke daher. Seine von realen Ereignissen angeregten Romane brennen unter der Haut, gehen an Grenzen. Wer das „Red Riding Quartett“ über den Yorkshire Killer oder die „Tokyo-Krimis“ gelesen, der war Gast in der Apokalypse. Ein leidenschaftlicher Schreiber ist dieser Brite aus Ossett. Mit weniger Blut aber gleichermaßen Spannung springt uns David Peace in Sachen Fußball an, seiner zweiten Obsession. Vor Jahren beschäftigte ihn die Trainerlegende Brian Clough in dem Roman „Damned United“, nun huldigt er einem anderen Trainerdenkmal, dem Schotten Bill Shankly. Ein Meisterwerk mit allem was Fußball ausmacht, ein Werk voller Leidenschaft, von Größe und tiefem Fall. „Red or Dead“ ist ein wunderbarer Fußballroman. Was will man mehr? Weiterlesen

Auf den Gabentisch – Weihnachtsempfehlung II


Veröffentlicht am 17. Dezember 2014

Dauerkarte und Schachgenie

Reportagen, Interviews, Essays, Kurzgeschichten, Kritiken sowie guter Journalismus – und nicht zu vergessen Hans Meyer. In 11Freunde ist der denkende Fußballfan wohlig aufgehoben und wird dennoch nicht eingelullt. Wer an Biederkeit, Herabsetzungen und Plattheiten interessiert, der sollte besser die Finger von 11Freunde lassen. Die Macher und Schreiber von 11Freunde animieren den Geist des Menschen und nicht den inneren Schweinehund, geben dem Verstand Nahrung und nicht den niederen Instinkten. Der denkende Leser und Fußballfan ist Adressat der Redaktion. Wer Lust an allen Verästelungen des Fußballs, wer sich für die Dinge hinter dem Ball und der Vermarktungsmaschinerie interessiert, sich lesend erfreuen möchte, staunen kann und neugierig bleibt, der kommt so richtig auf seine Kosten. Weiterlesen

Ausblick


Veröffentlicht am 2. Januar 2014

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„Statistiken sind ganz schön, haben mich aber noch nie so recht interessiert. Ich lebe nicht in der Vergangenheit, ich beschäftige mich nicht damit, was ich alles schon erreicht habe. Ich orientiere mich immer nach vorne zur nächsten Auf­gabe. Wo auch immer ich im Fußball arbeite, will ich Erfolg haben und Meister werden. Diese Perspektive muss da sein. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich gebraucht werde und die Auf­gabe reizvoll ist, dann bin ich sofort bereit. Es kann im Ausland sein, es kann in verschiedenen Positionen sein. Ich habe mein ganzes Leben lang im Fußball verbracht, als Aktiver in der zweittiefsten Klasse gespielt, in der obersten Amateurliga, in der zweiten Liga und in der Bundesliga, habe meine Karriere mit dem WM-Finale 1986 beendet. Ich war Trainer im Amateurbereich, Co-Trainer und Chef­coach bei den Profis, habe als Trainer die Champions League erlebt. Suchen Sie mal jemanden, der über dieses breite Spektrum verfügt. Ich bin bereit. Ausschließen will ich gar nichts.“

(Felix Magath, Interview Nürnberger Zeitung, 1. Januar 2014)