Schlagwort-Archive: Steven Gerrard

Die Widersprüche des Stevie G.


Veröffentlicht am 15. September 2015

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Steven Gerrard
„Ich glaube, er mochte mich als Person nicht. Ich bin mir nicht sicher, weshalb, aber das ist das Gefühl, das ich habe. Auf Pressekonferenzen nannte er andere Spieler bei ihrem Vornamen, ich aber war immer ‚Gerrard‘. In der Kabine war es dasselbe. Ich kann nach dem Telefon greifen und all meine ehemaligen Liverpool-Trainer sprechen – außer Rafa. Es ist beschämend, denn wir erlebten gemeinsam wahrscheinlich den größten Abend unserer Karrieren, den Champions League-Sieg 2005 in Istanbul. Doch es gibt zwischen uns keine Verbindung. Unsere Beziehung war absolut professionell und sein kühles Wesen brachte mich dazu, ein besserer Spieler zu werden. Ich hatte den Hunger, von ihm ein Kompliment zu erhalten. Aber es war auch der Hunger danach, ihn wissen zu lassen, dass er mich als Spieler wirklich braucht. Wir waren wie Feuer und Eis. Es hätte mich nicht besser spielen lassen, wenn er plötzlich damit begonnen hätte, mich ‚Stevie‘ zu nennen. Ich wollte nur das nächste Spiel gewinnen und wusste, dass Rafa uns in der Regel dabei helfen konnte. Er war taktisch der beste Trainer, mit dem ich in Liverpool und England gearbeitet habe, deshalb hat es mich nicht beschäftigt, wie er mich rief. Auf menschlicher Ebene bevorzuge ich einen sympathischen Trainer wie Gerard Houllier oder Brendan Rodgers, aber in Sachen Fußball habe ich wirklich nichts dagegen, mit einem kälteren Menschen zusammenzuarbeiten. Eine emotionslose und distanzierte Beziehung kann manchmal mehr Erfolg produzieren.“

(Steven Gerrard, My Liverpool Story, Headline Book Pub Ltd., 2015)

Rafael Benítez
„Gerrard täuscht sich. Aufgrund des Respekts, den ich vor ‚Stevie‘ habe, werde ich nichts sagen. Aber ich bin jetzt Trainer von Real Madrid und dadurch verkauft es sich besser.“

(Rafael Benítez, Pressekonferenz, Madrid, 14. September 2015)

Last Exit to Anfield


Veröffentlicht am 16. Mai 2015

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„In our team he was Gerrard – our captain, a legend.”
(Rafa Benítez)

STEVEN GEORGE GERRARD
geb. 30. Mai 1980
FC Liverpool
Premier League Debüt: 29. November 1998
17 Jahre beim FC Liverpool
708 Spiele
185 Tore
Fußballer des Jahres: 2001 (Fans), 2006 (Spieler), 2009 (Journalisten)
UEFA Fußballer des Jahres: 2005
Champions League Sieger: 2005
UEFA Cup Sieger: 2001
FA Cup Sieger: 2001, 2002
Länderspiele für England: 114

„Ich habe ihn immer respektiert und bewundert, er ist ein historischer Spieler für Liverpool und die Premier League.“ (José Mourinho)

Redaktion Magath & Fußball

Kein Titel zum Abschied


Veröffentlicht am 20. April 2015

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Arsenal und Aston Villa im FA Cup Finale

Das größte Geschenk zu seinem 35. Geburtstag hätte sich Steven Gerrard am 30. Mai wohl am liebsten selbst gemacht – an ebendiesem Samstag in sechs Wochen steigt im Wembley Stadion das Endspiel um den FA Cup. Das 90.000 Zuschauer fassende Rund im Londoner Stadtbezirk Brent wäre für die Liverpooler Clublegende die perfekte Bühne gewesen, um sich nach 26 äußerst verdienstvollen Jahren mit einer Trophäe in den Händen gebührend von seiner großen Fußballliebe zu verabschieden. Für den FC Liverpool hätte sich eine schwierige Saison mit mehr Tiefen als Höhen auf den letzten Metern doch noch zum Guten wenden sollen, der erste Titel seit dem League Cup-Gewinn 2012 im Finale gegen Cardiff City stand im Raum und war irgendwie auch fest eingeplant. Doch daraus wird nichts. Mit einer überraschenden 1:2-Niederlage gegen Aston Villa – ausgerechnet in jenem Stadion, wo das Drehbuch für den langjährigen Kapitän der Reds eigentlich ein Happy End vorgesehen hatte – fand dieser Traum ein bitteres Ende. Weiterlesen

Sonntag der Klassiker


Veröffentlicht am 23. März 2015

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Bayern unterliegt Gladbach, Barca bezwingt Real, Manchester United triumphiert an der Anfield Road

Anders als in der Primera División hatte das Bundesliga-Spitzenspiel am Sonntagabend keinerlei Bedeutung für das Meisterschaftsrennen, wohl aber seinen unverminderten nostalgischen Wert. Einst in den Siebziger Jahren der große Klassiker des deutschen Fußballs – zwischen 1969 und 1977 wurde Borussia Mönchengladbach fünfmal Deutscher Meister, der FC Bayern viermal – sind die Voraussetzungen beider Clubs heute gänzlich unterschiedlicher Natur. Während die Münchner gemeinsam mit Real Madrid und dem FC Barcelona das europäische Top-Trio bilden, im Geld schwimmen und sich einen echten Luxuskader leisten können, beschreiten die Fohlen einen anderen Weg. Einen, der unter Max Eberl insbesondere von kluger wie kreativer Personalpolitik gekennzeichnet ist und der dank Lucien Favre trotz des traditionellen personellen Aderlasses Jahr für Jahr aufs Neue Erfolg verspricht. In der kommenden Saison könnte nun die Champions League Hymne erstmals auch am Niederrhein erklingen, die Ausgangssituation vor dem Saisonfinale ist besser denn je. Erst recht nach dem überraschenden aber keinesfalls unverdienten 2:0-Sieg in der Allianz Arena, der unter gütiger Mithilfe von Welttorhüter Manuel Neuer zustande kam. Weiterlesen

Traum-Viertelfinale perfekt


Veröffentlicht am 17. Februar 2015

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Manchester United trifft auf den FC Arsenal

Als letzte von acht Mannschaften löste Manchester United am späten Montagabend mit einem Kraftakt sein Ticket für das FA Cup Viertelfinale. Auswärts beim Drittligisten Preston North End gelang den Red Devils unter den Augen von Nationaltrainer Roy Hodgson trotz 0:1-Rückstand noch ein mühevoller 3:1-Sieg. Scott Laird hatte die Lilywhites unmittelbar nach dem Seitenwechsel in Führung gebracht, doch Ander Herrera, Marouane Fellaini und in den Schlussminuten Wayne Rooney per Elfmeter drehten die Partie an traditionsreicher Stätte im Prestoner Stadtteil Deepdale – Preston North End niemand sonst als der erste englische Fußballmeister und Double-Gewinner aus dem Jahre 1889. Bereits im Vorfeld dieser letzten Achtelfinalpartie waren die Viertelfinalpaarungen ausgelost worden. Weiterlesen

Pokal-Wahnsinn auf der Insel


Veröffentlicht am 15. Januar 2015

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Sieben Wiederholungsspiele komplettieren die dritte Hauptrunde im FA Cup

Nirgendwo sonst stehen derart viele Pokalspiele auf dem Plan wie im Mutterland des Fußballs. Neben dem FA Cup wird alljährlich auch noch der League Cup ausgespielt. Während sich das Starterfeld im League Cup auf die 92 Mannschaften aus den oberen vier Profiligen begrenzt, können am FA Cup zusätzlich zumindest in der Theorie alle Amateurclubs teilnehmen, die über eine angemessene und sichere Spielstätte verfügen und sich darüber hinaus durch eine nahezu endlose Schleife an Qualifikationsrunden spielen. Die 44 Mannschaften aus der Premier League und der Football League Championship steigen traditionell erst zu Jahresbeginn in der dritten FA Cup Runde ein. Gemeinsam mit den 20 verbliebenen Teams, die aus den ersten beiden Hauptrunden siegreich hervorgegangen sind, bilden sie dann einen Pool von 64 Mannschaften, der in vier weiteren K.O.-Runden bis zum großen Finale im Wembley Stadion den Sieger im wohl ältesten Pokalwettbewerb des Weltfußballs – zur ersten Austragung kam es bereits in der Spielzeit 1871/72 – ermittelt. Damit allerdings ist der Terminhatz noch nicht Genüge getan, denn um den kaum enden wollenden Pokalrunden zusätzliche Dramaturgie zu verleihen, gibt es im Falle unentschiedenen Spielstandes nach 90 Minuten nicht etwa Verlängerung und Elfmeterschießen, sondern vielmehr ein Wiederholungsspiel. Erst, wenn auch im Rückspiel – das Heimrecht kehrt sich um – in der regulären Spielzeit kein Sieger gefunden wurde, schließen sich „Extra Time“ und „Penalties“ an. Weiterlesen

Spannende Kost vor der Länderspiel-Tristesse


Veröffentlicht am 8. November 2014

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Brisante Partien in Bundesliga, Premier League und Ligue 1

Borussia Dortmund empfängt die ungeschlagenen Gladbacher, Chelsea reist an die Anfield Road und Olympique Marseille muss sich in Paris behaupten. Es sind ohne Frage die Highlights des bevorstehenden Fußballwochenendes, Spannung und eine Menge Zündstoff garantiert. Bevor in der nächsten Woche ungleiche EM-Qualifikationsduelle manchem Fußballfan die Gelegenheit bieten, auf andere Gedanken zu kommen und dem heimischen Fernsehgerät eine Ruhepause zu verordnen, geht es in den nächsten Tagen überall in Europa noch einmal hoch her. Weiterlesen

Kapitäne gehen von Bord


Veröffentlicht am 22. Juli 2014

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Philipp Lahm und Steven Gerrard beenden Karriere im Nationaltrikot

Einfach ist es nicht, den richtigen Zeitpunkt für einen Rücktritt zu erwischen. Auch dieser allerletzte Schritt einer großen Karriere will wohl überlegt sein, das Zeitgespür eine Kunst, die mitentscheidend dafür sein kann, mit welchem Zungenschlag ein Sportlerleben im Nachgang rekapituliert wird. Oft zu spät, manchmal zu früh, bisweilen den allgemeinen Erwartungen entsprechend, hin und wieder für alle überraschend – ein Rücktritt bleibt immer auch Kontroverse, insbesondere in der zitatengeschwängerten Fußballwelt ein gerne und viel diskutiertes Medienthema. Jüngst reihten sich erst Philipp Lahm und drei Tage später Steven Gerrard in den erlauchten Kreis verdienstvoller Ex-Nationalspieler: Zwei große Kapitäne quittierten den Dienst für ihr Land auf dem Rasen. Weiterlesen