Schlagwort-Archive: Stimmung

Admira Eindrücke


Veröffentlicht am 12. Februar 2020

„Ich war im Trainingslager, um zu sehen: Was wird gemacht? Wie wird es gemacht? Und wie habe ich das einzuordnen? Die Stimmung war sehr gut, die Trainingsabläufe waren gut, es wurde gut gearbeitet. Ich weiß, dass jeder Trainer seine eigenen Ideen hat. Ich weiß aber auch, dass es verschiedene Wege zum Erfolg gibt. Ich kenne einen Weg, aber das ist nicht der einzige. Letztlich zählen die Ergebnisse.“ (…) „Ich war immer der Meinung, dass es in Österreich guten Fußball und gute Fußballer gibt. Und dennoch glaube ich, dass man ein bisschen was verbessern  und der Fußball noch ein bisschen professioneller werden kann.“

(Felix Magath, Kurier, Österreich, 12. Februar 2020)

Premiere unter Bekannten


Veröffentlicht am 29. Oktober 2019

Erstmals Union vs. Hertha in der 1. Bundesliga

Wenn der Berliner meckert, ist er gut drauf. Wenn er läuft, ist er zu spät dran oder Marathon in der Stadt. Es gibt viel zu erleben. Unaufhörliche Tourismusströme legen dafür Zeugnis ab. Es brummt nicht nur Berlin, es boomt auch der Sport. Die Füchse im Handball, Alba im Basketball und die Eisbären im Eishockey sind Spitzenteams. In der Stadt gibt es den größten Olympiastützpunkt Deutschlands und viele großartige Sportler. Selbst ein FC Bundestag tritt offiziell gegen den Ball. Union und Hertha kennt sowieso jeder, nicht nur jene, denen einmal ein Fußball um die Nase geflogen. An Sportbegeisterung nimmt es der Berliner mit jedem auf und hat viele Orte, wo er diese austoben kann. Für zusätzliche Euphorie gibt’s nun noch ein neues Feld. Berlin hat endlich wieder ein Fußballderby in der 1. Bundesliga. Und was für eins! Obwohl sie sich ewig kennen – woran auch die Mauer nichts geändert – nach Wende und Einheit auch ab und an die Klingen kreuzten, sieht man sich in der 1. Bundesliga erstmals und begeht gemeinsam diese Premiere. Berliner Derby. Endlich!

Weiterlesen

Hoffnung und Hilfe


Veröffentlicht am 19. August 2019

Meine Eindrücke von einer außergewöhnlichen Radsporttour

Vom 14. bis 18. August 2019 radelte und kämpfte sich die „Tour der Hoffnung“ durch Hessen und Nordrhein-Westfalen. Für krebskranke Kinder traten viele engagierte Menschen in die Pedale, darunter auch ehemalige Spitzensportler, Weltmeister und Olympiasieger, die sich allesamt in den Dienst der guten Sache stellten. Von den einstigen Spitzensportlern möchte ich besonders die frühere Biathlon Olympiasiegerin Petra Behle nennen, die als Schirmherrin der „Tour der Hoffnung“ für uns alle Vorbild und Anführerin im Kampf um die gute Sache war und sich seit Jahren enorme Verdienste beim Spendensammeln und bei der Tour erworben hat. Ihr gebührt höchste Anerkennung für dieses Engagement.

Magath und Schirmherrin Petra Behle

Für mich, der ich per Rad sonst eher im Gelände unterwegs, war die Tour eine Premiere als Straßenradrennfahrer. Als Neuling boten sich mir alte Hasen mit Rat und Tat an, denen ich für manchen Tipp danke. Bergauf quälte ich mich auf einige Gipfel, um den Erfolg dieser Anstrengung bei der Abfahrt umso mehr genießen zu können. An meiner Radsportkarriere werde ich auf jeden Fall weiter arbeiten, also fleißig trainieren. Das großartige Konzept „Tour der Hoffnung“ hat mich jedenfalls restlos begeistert. So etwas Tolles habe ich im Zusammenhang mit Hilfe und Hoffnung noch nie erlebt. Ich war sehr beeindruckt und dankbar, Teil dieser tollen Gemeinschaft gewesen zu sein. Jeder ordnete sich ein in diese Gemeinschaft und half mit seinem Engagement das Spendenaufkommen zu steigern. Weiterlesen

Fußball und Schach – ein Vergleich


Veröffentlicht am 13. Mai 2015

imago17491262m_c

Ein Gastbeitrag von André Schulz (Chefredakteur www.chessbase.de)

Fußball und Schach – gibt es da überhaupt Gemeinsamkeiten? Fußball wird mit den Füßen gespielt, Schach mit dem Kopf – zwei Körperteile, die weit voneinander entfernt sind. Allerdings betonen Experten immer wieder, dass ein Fußballspiel im Kopf entschieden wird und auch beim Schach wird bisweilen mit den Füßen getreten, unter dem Tisch nach dem Gegner – natürlich nur unabsichtlich. Beim Fußball wird viel gelaufen, beim Schach  sehr wenig. Wenn der Gegner am Zug ist, stehen viele Schachspieler aber doch mal, laufen herum und kümmern sich für einen Moment nicht um ihre Partie. Ein solches Verhalten, abschalten, wenn der Gegner in Ballbesitz ist, gibt es beim Fußball auch, gehört aber nicht unbedingt zur höheren Schule. Weiterlesen

„Beim Fußball kein Sushi, sondern Bratwurst“


Veröffentlicht am 20. Februar 2015

Bosbach_Portrait_c

Wolfgang Bosbach, Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestags im Interview

Dieser Mann hat Courage und redet Klartext. Ein Politiker mit Leib und Seele, ein eigenständiger Kopf und Kämpfer in allen Lebenslagen. Wolfgang Bosbach, der einst als Lehrling im Supermarkt begann, das Abitur nachgemacht und Jura studiert hat, ist heute wohl der profilierteste Innenpolitiker der Bundesrepublik Deutschland. Ein Ausnahmepolitiker von Format, wie die Demokratie sie dringend benötigt. Intensiv kümmert sich der CDU-Mann um seinen Wahlkreis und die Anliegen seiner Wähler und Mitbürger. Vom Wahlkreis bis zur großen Bundespolitik legt der Vorsitzende des Innenausschusses des Deutschen Bundestags ein leidenschaftliches Engagement an den Tag. Trotz schwerster Krankheit bürdet dieser Politiker sich einen 16-Stunden-Tag auf, wirkt dabei so energiegeladen als sei er einem Jungbrunnen entstiegen. Eine empfehlenswerte Biographie über Wolfgang Bosbach, der viele Leser zu wünschen sind, trägt den kämpferischen Titel „JETZT ERST RECHT!“. Der kraftvollen Lebensbejahung von Wolfgang Bosbach muss man großen Respekt zollen. Sein tägliches Arbeitspensum sollte einmal mit dem von Fußballprofis verglichen werden, die es mittlerweile schon als Zumutung empfinden, zweimal am Tag zu trainieren. Seine Familie, Frau und Kinder sowie Eltern sind für Wolfgang Bosbach ein steter Kraftquell, ihnen gehört seine ganze Liebe. Neben dieser Liebe gibt es für den Vollblutpolitiker natürlich den Karneval und eine lebenslange aktive Sportbegeisterung, hier sind besonders Tennis und Fußball genannt. Die ewige Treue zu seinem 1. FC Köln, in dessen Beirat wie in der AG Fankultur er mitwirkt, gehört zu den Selbstverständlichkeiten im Leben des Wolfgang Bosbach. Die Redaktion Magath & Fußball erlebte einen sach- und fachkundigen Fußballexperten, der über seinen Verein und die große Leidenschaft Fußball sprach. Im Interview kann man seine Sichtweise auf die Stadionatmosphäre zwischen Opernpublikum und Hardcore-Fans erfahren, wie auch von seiner Sympathie für Kölns Trainer Peter Stöger. An so manch denkwürdiger Begegnung auf dem Fußballplatz lässt Wolfgang Bosbach den Leser teilhaben, gibt freimütig Einblick in eigene Trainingserfahrungen und nimmt in Sachen FIFA selbstverständlich kein Blatt vor den Mund. Temperamentvoll lässt Wolfgang Bosbach auch ein Tennismatch mit eigener Beteiligung erneut aufleben. Weiterlesen

„Hauptsache nicht die Bayern“


Veröffentlicht am 30. Januar 2015

Dirk Wiese (links) heute wie damals zusammen mit seinem Bruder im Stadion.

Dirk Wiese (links) heute wie damals zusammen mit seinem Bruder im Stadion.

Große Liebe Fußball II – Dirk Wiese (BVB)

Dirk Wiese
Jahrgang 1983, lebt im Sauerland und arbeitet in Berlin
BVB-Fan seit den 1990er Jahren
Mitglied im Deutschen Bundestag, SPD-Fraktion

Innerhalb und außerhalb von Vereinen engagieren sich Fans für ihre Clubs, geben Arbeits- und Freizeit für den Verein ihres Herzens, leben für den Fußball. Dem Lieblingsverein ist man lebenslang verbunden, hält in Höhen und Tiefen Treue und Unterstützung, freut sich bei Siegen, leidet in der Niederlage. In dieser Interview-Serie wollen wir in loser Folge diese Fans in Sachen „Große Liebe Fußball“ zu Wort kommen lassen. Zum Start in die Bundesliga-Rückrunde setzen wir unsere Serie fort – mit dem Abgeordneten des Deutschen Bundestags Dirk Wiese aus dem Hochsauerlandkreis, einem eingefleischten Fan von Borussia Dortmund. Weiterlesen

Erlösung?


Veröffentlicht am 6. Dezember 2014

imago15972785m_c

Schweizer Fußballfan läßt Kommentatoren verstummen

Das Fußballmagazin 11Freunde brachte uns unlängst einen Mann näher, der für viele Fans und Liebhaber des puren Spiels offenbar eine Art Erlösung von mancher auf uns niederprasselnden Sprachpein zur Hand hat. Der Schweizer Tontechniker Martin Born hat ein Gerät entwickelt, welches den Kommentator einer Fußballübertragung ausblendet. „Nocommentators“ nennt er diese den Fan befreiende Erfindung. Der große Kommentator Rudi Michel konnte noch schweigen, vielen seiner Nachfolger ist diese Gabe nicht geschenkt. Martin Born weiß Rat. Weiterlesen

Im Schatten vergangener Tage


Veröffentlicht am 24. November 2014

imago18254652m_c

HSV besiegt und überflügelt Werder

Das 101. Nordderby der Bundesligageschichte zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen war alles andere als ein Fußball-Leckerbissen. Längst vorbei sind die Zeiten, als sich beide Rivalen im oberen Tabellendrittel begegneten und um die europäischen Plätze kämpften. Inzwischen sieht die Realität leider anders aus: Mittelmaß bestenfalls, Existenzängste und Abstiegskampf nicht ausgeschlossen. Die wenigsten hatten sich demnach am Sonntag im Volkspark ein fußballerisches Spektakel erhofft, für beide Kontrahenten stand zu viel auf dem Spiel. Heraus kam letztlich ein sicher leicht glücklicher, keineswegs aber unverdienter HSV-Erfolg. Die turbulente Schlussphase jedoch – erst in der letzten Viertelstunde übertrug sich die Derby-Atmosphäre auch auf den Rasen – entschädigte die Fans. Weiterlesen

Felix Magath vor Partie gegen Wolverhampton Wanderers


Veröffentlicht am 19. August 2014

„Man hat immer mehr Druck, wenn man ein Spiel verliert statt es zu gewinnen. Wir müssen jetzt nicht nur gut spielen sondern die Partie auch siegreich gestalten und drei Punkte gegen die Wölfe machen. Wenn wir gegen Ipswich und Millwall schlecht gespielt hätten, ich wäre wohl ein wenig nervös. Aber wir haben gut gespielt. Es ist mit Aufsteigern immer das gleiche – wenn Sie in den ersten Wochen gegen einen Aufsteiger spielen haben Sie immer Probleme, weil Aufsteiger immer in sehr guter Stimmung sind, sie haben Vertrauen zu sich, weil sie in der Vergangenheit viele Spiele gewonnen haben. Ich mag es nicht, gegen Aufsteiger in den ersten Wochen der Saison zu spielen, ziehe eine Begegnung in den letzten Wochen der Saison vor. Wenn wir ein gutes Spiel und ein gutes Ergebnis liefern, werden wir nicht so viel ändern. Wenn wir kein gutes Ergebnis erzielen, wie am Samstag, müssen wir etwas ändern.“

(Craven Cottage, Pressekonferenz, 19. August 2014)