Schlagwort-Archive: Stöger

Abgehobene Ansprüche


Veröffentlicht am 4. Oktober 2015

„Die Leute sind zu ungeduldig. Zumindest empfinde ich das so. Träumen ist erlaubt – aber man darf dann nicht beleidigt sein, wenn nicht alles in Erfüllung geht. Dann sind für mich die Ansprüche abgehoben. Das könnte das Problem hier in Köln sein. Man sollte sich daran erinnern, wo wir herkommen, was vor drei Jahren war. Wir gehen in den Oktober und haben das ganze Jahr zu Hause noch nicht verloren. Da haben sich die Jungs Kredit verdient – und den spüre ich nicht. Dagegen müssen wir uns wehren. Mich belastet das nicht. Wir gehen unseren Weg – und es war mir wichtig, dass auch die Mannschaft das weiß!“

(Peter Stöger, Express Köln, 27. September 2015)

Einheit ohne heiße Kohlen


Veröffentlicht am 9. Mai 2015

„Der Grundwesenszug eines Trainers sollte sein, gerne mit Menschen zusammenzuarbeiten. Die Spieler müssen das Gefühl haben, dass man sie versteht, dass man sie weiterbringen will. Wir müssen nicht über heiße Kohlen laufen oder eine Rafting-Tour zusammen machen, um zu zeigen, dass wir eine Einheit sind. Das tägliche Zusammensein ist entscheidend.“

(Peter Stöger, Trainer 1. FC Köln, Spiegel-Online, 30. Januar 2015)

„Beim Fußball kein Sushi, sondern Bratwurst“


Veröffentlicht am 20. Februar 2015

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Wolfgang Bosbach, Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestags im Interview

Dieser Mann hat Courage und redet Klartext. Ein Politiker mit Leib und Seele, ein eigenständiger Kopf und Kämpfer in allen Lebenslagen. Wolfgang Bosbach, der einst als Lehrling im Supermarkt begann, das Abitur nachgemacht und Jura studiert hat, ist heute wohl der profilierteste Innenpolitiker der Bundesrepublik Deutschland. Ein Ausnahmepolitiker von Format, wie die Demokratie sie dringend benötigt. Intensiv kümmert sich der CDU-Mann um seinen Wahlkreis und die Anliegen seiner Wähler und Mitbürger. Vom Wahlkreis bis zur großen Bundespolitik legt der Vorsitzende des Innenausschusses des Deutschen Bundestags ein leidenschaftliches Engagement an den Tag. Trotz schwerster Krankheit bürdet dieser Politiker sich einen 16-Stunden-Tag auf, wirkt dabei so energiegeladen als sei er einem Jungbrunnen entstiegen. Eine empfehlenswerte Biographie über Wolfgang Bosbach, der viele Leser zu wünschen sind, trägt den kämpferischen Titel „JETZT ERST RECHT!“. Der kraftvollen Lebensbejahung von Wolfgang Bosbach muss man großen Respekt zollen. Sein tägliches Arbeitspensum sollte einmal mit dem von Fußballprofis verglichen werden, die es mittlerweile schon als Zumutung empfinden, zweimal am Tag zu trainieren. Seine Familie, Frau und Kinder sowie Eltern sind für Wolfgang Bosbach ein steter Kraftquell, ihnen gehört seine ganze Liebe. Neben dieser Liebe gibt es für den Vollblutpolitiker natürlich den Karneval und eine lebenslange aktive Sportbegeisterung, hier sind besonders Tennis und Fußball genannt. Die ewige Treue zu seinem 1. FC Köln, in dessen Beirat wie in der AG Fankultur er mitwirkt, gehört zu den Selbstverständlichkeiten im Leben des Wolfgang Bosbach. Die Redaktion Magath & Fußball erlebte einen sach- und fachkundigen Fußballexperten, der über seinen Verein und die große Leidenschaft Fußball sprach. Im Interview kann man seine Sichtweise auf die Stadionatmosphäre zwischen Opernpublikum und Hardcore-Fans erfahren, wie auch von seiner Sympathie für Kölns Trainer Peter Stöger. An so manch denkwürdiger Begegnung auf dem Fußballplatz lässt Wolfgang Bosbach den Leser teilhaben, gibt freimütig Einblick in eigene Trainingserfahrungen und nimmt in Sachen FIFA selbstverständlich kein Blatt vor den Mund. Temperamentvoll lässt Wolfgang Bosbach auch ein Tennismatch mit eigener Beteiligung erneut aufleben. Weiterlesen

Fußballstreifzug nach Ostern


Veröffentlicht am 24. April 2014

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Ligen im Endspurt – WM am Horizont – Tage der Entscheidung

Helenio Herrera feiert fröhliche Auferstehung in Person von José Mourinho. Die Defensivtaktik des Portugiesen machte dem gloriosen Erfinder des Catenaccio alle Ehre. Die noch im Viertelfinale der Champions League mit eigener Defensivtaktik über Barca obsiegenden Mannen von Atlético Madrid, bissen sich nun im Halbfinalhinspiel auf eigenem Rasen die Zähne am FC Chelsea aus, versuchten offensiv viel, erreichten wenig. Mourinhos Wand wackelte, kostete ihm Personal aber sie hielt stand. Defensive um jeden Preis verdient selten Schönheitspreise, erntet gerümpfte Nasen, verboten ist sie nicht. Nun stehen die Weichen in Sachen Finaleinzug nicht schlecht für das Team von der Stamford Bridge. Unendlicher Ballbesitz oder die Mär vom schönen Spiel interessierten Mourinho schon immer wenig, er weiß den Erfolg einzufahren, davor wird sich auch der Finalgegner fürchten. Carlo Ancelotti ist Italiener und hat Defensive im Blut, die von Real sah wesentlich ästhetischer aus als Mourinhos Mauerwerk. Aber Gegner werden dann wohl doch die Bayern des Pepe Guardiola, der dem Spiel stets Bedeutung geben möchte. Der in Deutschland zu einer Art Fußballheiliger erhobene Guardiola ist einst mit Barcas Fußballzauber an einer meisterlichen Inter Defensive gescheitert, Trainer der Mailänder: José Mourinho. Dieser lebt die alte Fußballweisheit „Tore können Spiele entscheiden, die Defensive gewinnt Titel“. Wird Guardiola auf dem europäischen Parkett an seinem pragmatischen Widersacher aus London scheitern? Oder wird am Ende Atlético alle Pläne durchkreuzen und mehr aus dem heimischen 0:0 machen als momentan zu erwarten? Mit steigenden Frühlingstemperaturen und dem nahen Zieleinlauf der Champions League wissen wir mehr. Weiterlesen

Peter Stöger


Veröffentlicht am 24. April 2013

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„Wenn man als österreichischer Trainer die Möglichkeit bekommt, so ein Spiel (CL Halbfinale Bayern – Barca, d. Red.) live zu sehen und auch noch die Chance bekommt, sich mit Leuten wie Felix Magath zu unterhalten, dann ist das für mich eine Wahnsinns-Geschichte. Mit Magath habe ich über Strukturen im Verein, wo er oft die Alleinführung hatte, seine Trainertätigkeiten oder auch die Art und Weise, wie er sich eine Mannschaft zusammenstellt gesprochen.“

(Peter Stöger, Trainer Austria Wien, sport10.at, 24. April 2013)