Schlagwort-Archive: Tag

Zwischenfeld


Veröffentlicht am 31. Januar 2015

„Nach einem anstrengenden Tag möchte man sich nicht mit unverarbeiteten Vorgängen und Gedanken in einen vielleicht etwas unruhigen Schlaf retten. Mit dem Schachspiel kann man dann ein Zwischenfeld einlegen zwischen den Ereignissen des Tages und der Ruhe der Nacht.“

(Richard von Weizsäcker, Die Zeit, Kolumne Helmut Pfleger, 05. Mai 2010)

Kein Esel


Veröffentlicht am 22. August 2014

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„Wenn ich 55 Minuten lang Autogramme gegeben habe, muss ich nicht auch noch irgendwo posten: War ein toller Tag heute. […] Ich bin froh, dass die Leute in meinem Umfeld nicht so fanatisch sind. Meine Eltern haben mich zwar immer zum Training gefahren, sich aber dann ins Vereinsheim gesetzt und Kaffee getrunken. Sie sind heute noch bei den Heimspielen. Sie fragen anschließend nur, ob ich Spaß hatte. Wenn ich Ja sage, war es ein guter Tag. […] Mein Lieblingsspieler war immer der Engländer Steven Gerrard. Der lief immer schon jedem Ball hinterher, mit großen Schritten. Er war vielleicht nicht der begnadetste Fußballer, aber überall auf dem Platz präsent, hat gegrätscht und gekämpft. […] Wenn ich irgendwo nicht spielen möchte, spiele ich da nicht. Das versichere ich Ihnen. Da kann ein Vertrag aussehen, wie er will. Ganz generell, ich sage das nicht mit Blick auf einen bestimmten Verein, fühle ich mich in dem Geschäft manchmal wie in einem modernen Menschenhandel. Doch am Ende entscheide immer noch ich. […] Ich bin kein anderer Mensch als vorher. Ich achte genau darauf, dass mir keiner unterstellen kann, ich sei arrogant. Ich habe dazugelernt. […] Weltmeister, das ist nicht vergänglich. Wahrscheinlich kann ich mich noch mit 40 in ein TV-Studio stellen und von damals reden – vorausgesetzt, ich verkaufe mich nicht wie ein Esel.“

(Christoph Kramer, Interview Auszüge Der Spiegel, 18. August 2014)

Na endlich !


Veröffentlicht am 13. Juni 2014

Es ist vollbracht. Seit heute wird über Fußball nicht nur geredet, nun wird er auch gespielt. Vor uns liegt – ein entspannender Nebeneffekt – offensichtlich eine WM ohne infernalische Vuvuzelas, die Ohren gehören damit zu den ersten Gewinnern. Außerdem, Wetterberichte hin oder her, gibt es auch in Brasilien offenkundig angenehme Fußballtemperaturen. São Paulo hatte diese freundlich zu bieten. Nach der Eröffnungsfeier endlich Fußball. Beim 3:1 Auftaktsieg von Brasilien über Kroatien erledigte der Gastgeber die Tore auf beiden Seiten, hinterließ uns der Schiedsrichter einen merkwürdigen Nachgeschmack in Sachen Strafstoß, wackelte die Seleção des Öfteren und konnte Kroatien nicht wirklich von einem glücklichen Tag reden. An der Seitenlinie des Gastgebers, Luiz Felipe Scolari in erwarteter Manier. Ein engagierter Zampano, der unprätentiös im Trainingsanzug seine Truppe dirigierte und mit der Ausbeute zufriedener sein wird als mit der Leistung. Vieles lag im Argen. Die brasilianische Turnierdramaturgie nimmt jedenfalls Fahrt auf, noch befeuert durch zwei Neymar-Tore. Auftakt gelungen. Nun sind die anderen Favoriten am Zug. Für neutrale Betrachter war die Partie nicht unbedingt etwas für die Geschichtsbücher des Fußballs, was Auftaktspiele selten sind. Die Kombattanten einer Eröffnungspartie haben immer ein dickes Brett zu bohren. Aber auch aus einem mäßigen Fußballspiel kann ein großes Turnier erwachsen. Die gastfreundlichen Menschen in Brasilien sind dazu offenkundig bereit.

Redaktion Magath & Fußball

Glanz und Elend


Veröffentlicht am 11. März 2014

Gewogen und für zu leicht befunden. Wieder einmal wurde der FC Schalke 04 auf großer Bühne vorgeführt.

Gewogen und für zu leicht befunden. Wieder einmal wurde der FC Schalke 04 auf großer Bühne vorgeführt.

Champions League und andere Aufgeregtheiten

Die Weichenstellungen der Achtelfinal-Hinspiele waren doch schon sehr deutlich, Petersburg, Schalke und Leverkusen nur Zählkandidaten ohne jede Chance, Manchester City, Arsenal und Milan schon in heimischen Gefilden aus allen Träumen gerissen. Daran werden die Rückspiele wohl kaum noch rütteln. Ein deutsches Duo wird im Viertelfinale der Champions League wohl auf ein spanisches Trio treffen und natürlich das Team aus Paris. Ob diese Viertelfinalpartien dann noch mit türkischer und griechischer Beteiligung, muss sich zeigen, hängt stark vom Schicksalsfaden zweier Premier League Teams ab. Chelsea kann noch berechtigte Hoffnungen hegen und Manchester United ein wenig an ein kleines Fußballwunder glauben. Zumindest José Mourinho wird wohl die Ehre der Insel und der Premier League hochhalten, der Auswärtstreffer für Chelsea in Istanbul scheint Gold wert. Weiterlesen

Alles tun


Veröffentlicht am 10. März 2014

Kieran Richardson

„Wir sind relativ fit, aber in Anbetracht unserer Lage sind wir verpflichtet, fitter zu sein und alles zu tun, was es braucht, um in der Premier League zu bleiben. Wir sind bereit, die Extra-Meilen zu laufen, um in der Premier League zu bleiben und ich denke, jeder der Jungs weiß im Kopf, worum es geht. Wenn es heißt, wir müssen zweimal am Tag trainieren, dann werden wir es tun, weil wir wissen, wie wichtig dies ist. Felix Magath ist gekommen, um den Job zu erledigen und er erzielt Ergebnisse bei uns. Manche Dinge sind schwer, aber wir wollen keine einfachen Dinge in unserer Situation. Wir konzentrieren uns, gehen als Team in jede Partie und versuchen, gute Ergebnisse zu erzielen.“

(Kieran Richardson, Spieler Fulham FC, Website Fulham FC, 28. Februar 2014)

Alistair Mackintosh: Wunderbarer Tag


Veröffentlicht am 18. Februar 2014

Alistair Mackintosh

„Ein wunderbarer Tag für den Klub. Ich bin froh, dass ich nun so einen erfahrenen Mann wie Felix Magath an meiner Seite habe, wir werden uns gut ergänzen und prima zusammenarbeiten.“

(Alistair Mackintosh, CEO Fulham FC, Homepage Fulham FC, 14. Februar 2014)

Neujahr


Veröffentlicht am 2. Januar 2014

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„Der erste Tag des neuen Jahres hat seit jeher für mich zwei Konstanten – das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker und das Neujahrsspringen aus Garmisch-Partenkirchen. Beides konnte ich bislang leider immer nur im TV verfolgen. Ich wollte immer schon einmal live vor Ort dabei sein, habe es aber – obwohl wir ja in Deutschland eine Fußball-Winterpause haben – nie geschafft. Mich beeindruckt neben den technischen Schwierigkeiten vor allem der Mut, den diese Sportler aufbringen. Sich eine steile Sprungschanze mit 90 Stundenkilometern herunterzustürzen? Da bin ich doch ganz froh, dass ich Fußballer geworden bin.“

(Felix Magath, Die Welt, 31. Dezember 2013)

Brasilien WM 2014 (IV) – „Mythos Maracanã“


Veröffentlicht am 11. November 2013

Im „Maracanã“ Stadion findet das Endspiel der WM 2014 statt

Karneval in Rio

Wahrzeichen von Rio de Janeiro, ein historisches Monument inmitten der Millionenmetropole. Fußballer und Fans bekommen glasige Augen, wenn sie den Namen „Maracanã“ hören. Nirgendwo sonst ist die Atmosphäre so einzigartig wie dort. Helden und Legenden des brasilianischen Fußballs sind in der Arena allgegenwärtig. Erbaut wurde es für die WM 1950. 11.000 Arbeiter aus allen Ecken des großen Landes werkten an diesem Symbol der Nation. Der Stolz quoll den Brasilianern aus dem Herzen. „Seit heute hat Brasilien das größte und beste Stadion der Welt, und damit eine wahrhaft einzigartige Bühne, auf der es der Welt seine sportliche Erhabenheit und sein überlegenes Können demonstrieren kann“, titelte Brasiliens größte Sportzeitung in völliger Bescheidenheit.  Weiterlesen

Inneren Schweinehund überwinden!


Veröffentlicht am 25. September 2013

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„Ohne Felix Magath wäre ich heute nicht der, der ich bin. Er hat mir gezeigt, dass es im Fußball nicht immer nur aufwärts geht. Ich habe mich Tag für Tag angeboten, im Training Gas gegeben und mich der Situation gestellt, auch wenn ich nicht immer im Kader stand. Er wollte, dass ich jeden Tag meinen inneren Schweinehund überwinde.“

(Daniel Baier, FC Augsburg, Interview BILD, 20. September 2013)