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Die Crux mit Messi und Tévez


Veröffentlicht am 31. Juli 2015

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„Seit vielen Jahren gibt es Dinge, die offenbar stören. So etwas muss man im Training beheben. Ein Team ist eine Idee, wie Musiker in einem Orchester müssen sie einen gemeinsamen Ton erzeugen. Ein Akkordeon und eine Geige können nicht allein aufspielen, sondern immer gemeinsam in einem Orchester. Wäre ein Team mit Di Stéfano, Pelé, Cruyff und anderen Koryphäen aufgestellt, würden viele Menschen fragen, ob es funktioniert. Di Stéfano hat diese Frage einmal beantwortet: „Das Einzige, was ich weiß, ist, dass ich glücklich war neben und mit Ferenc Puskás und Héctor Rial zu spielen.“ Messi und Tévez sind gute Menschen. Der erste ist großzügig, wenn er den Ball besitzt, denkt er zuerst an sein Team. Carlito [Tévez] ist ihm darin gleich. Ich sehe nicht, warum sie nicht miteinander spielen konnten. Dann muss man es eben trainieren und es nicht dem Zufall überlassen. Wenn es nicht funktioniert, bleibt alles weiter allein an Messi hängen. Ich hörte einen Mann sagen, dass Messi zwölf Sekunden ohne Ballberührung gewesen sei und ihn darüber mit heimischen Journalisten reden. Was für eine schreckliche Definition. Messi ist in der Welt unumstritten. Er wurde zehn Blocks von den CA Newell’s Old Boys geboren aber man ließ ihn einfach gehen, weil man die 20 Pesos für seine Behandlung nicht bezahlen wollte. Heute ist er der Beste in der Welt. Und Punkt.“

(César Luis Menotti, mundoD Online, 29. Juli 2015)

Juve vs. Barca – Das große Finale


Veröffentlicht am 6. Juni 2015

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Wer gewinnt und warum?

Berlin erwartet ein Endspiel mit klingenden Namen. Exzellente Fußballer und bunte Stars füllen die Reihen des FC Barcelona wie die von Juventus Turin. Beide Vereine und deren Geschichte gehören längst zu den Ikonen des Weltfußballs. Eine Champions League Saison kann wahrlich schlechter enden. Das Potenzial reicht aus, um eine würdige, bei gutem Verlauf sogar grandiose Fußballinszenierung abzuliefern. Die Bühne des Berliner Olympiastadions ist für ein Fußballfest gerichtet. Wetterfrösche künden von einem Sommertag, der sich laut Prognosen kurz vor dem Spiel in einem heftigen Gewitter entlädt, welches mit Anstoß aber sein Grollen eingestellt haben soll und der Partie eine frische Brise vorausschickt. Dann liegt es endlich bei den Teams. Der FC Barcelona sicher in einer öffentlichen Favoritenrolle. Juventus Turin in der Wohlfühlposition eines Außenseiters mit Chancen. Oft halten Endspiele nicht, was große Namen versprechen, aber es gibt immer Ausnahmen. Hoffen wir auf einen Sieg des Fußballs. Möge der Bessere gewinnen und nicht Fehlentscheidungen den sportlichen Tag trüben. Magath & Fußball wirft einen Blick auf die möglichen Siegchancen beider Teams. So oder so, es riecht nach Triple. Zwei Teams – zwei Meinungen. Weiterlesen

Messi macht den Unterschied – Real enttäuscht


Veröffentlicht am 7. Mai 2015

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FC Bayern nach Horror-Schlussviertelstunde vor dem Aus – Juve bezwingt den Titelverteidiger

Große Spiele werden von großen Spielern entschieden, manchmal ist es so einfach. Auch der FC Bayern bot in Barcelona trotz des Ausfalls gleich mehrerer Schlüsselspieler über 75 Minuten eine gute wie taktisch disziplinierte Vorstellung, hatte sicher auch Glück, dass die Katalanen ihre Chancen vor der Pause nicht nutzten oder an Manuel Neuer scheiterten und der Partie deshalb bis in die Schlussphase hinein die Tore fehlten. Lange sah es in der zweiten Hälfte sogar so aus, als hätten Pep Guardiolas Münchner Barca den Zahn gezogen. Dann kam Lionel Messi. Der vierfache Weltfußballer lieferte binnen weniger Minuten einen eindrucksvollen Beleg seiner Klasse. Bestand nach dem Doppelschlag und den Champions League Treffern Nummer 76 und 77 des Argentiniers bis zuletzt noch ein Fünkchen Hoffnung auf den Finaleinzug, ist dieses spätestens nach Neymars Alleingang in der Nachspielzeit endgültig erloschen. Weiterlesen

Ein Quintett und viele Karten


Veröffentlicht am 6. Oktober 2014

Spannung in Spanien, Langeweile in Deutschland, Duell in London und heißer Tanz in Turin

Der FC Valencia ließ den Lorbeer von Meister Atlético Madrid in der Anfangsviertelstunde welken und erinnerte in Auftritt und Spiel an die große Zeit 2002 und 2004. Valencia sicherte sich in beiden Jahren den Meistertitel. Als der argentinische Innenverteidiger Nicolás Otamendi in der 13. Minute das 3:0 für Valencia besorgte, gefror sogar das heißblütige Temperamt von Gästetrainer Diego Simeone. Mehr als ein Tor zur Ergebniskorrektur war Atlético nicht mehr möglich, mit einem 1:3 kehrte man in die Hauptstadt zurück. Das Ausrufezeichen des FC Valencia wirkte weit über das Spiel. In den erwarteten Dreikampf von Real, Atlético und des FC Barcelona könnte sich in dieser Saison ein vierter Club drängen. Das Team von Trainer Nuno Santo und Kapitän Dani Pajero (Bild oben.) hinterließ bisher einen bärenstarken Eindruck, steht hinter dem FC Barcelona auf Tabellenplatz zwei der Primera División. Also ein Quartett im Kampf um Spaniens Fußballkrone? Weit gefehlt. Mit einem souveränen 4:1 gegen Aufsteiger Deportivo La Coruña pulverisierte Europa League Sieger FC Sevilla den Quartett-Gedanken, es läuft eher auf ein Quintett hinaus. Eine Saison im Krimiformat beginnt offenbar ihren Lauf zu nehmen. Die Bundesliga hat ein derartiges Spannungsmoment nicht zu bieten, dafür sind keine prophetischen Gaben nötig. Weiterlesen