Schlagwort-Archive: Thron

24


Veröffentlicht am 30. November 2014

Happy Birthday, Schachweltmeister!

Happy Birthday, Schachweltmeister!

Schachweltmeister Magnus Carlsen feiert Geburtstag

Friedrich Schiller legte seinem Don Carlos den berühmten Satz in den Mund „Dreiundzwanzig Jahre, und nichts für die Unsterblichkeit getan“. Keine Ahnung wie es Norweger mit dem deutschen Romantiker und Dichterfürsten halten, aber ihr nationales Idol Magnus Carlsen hat am Tag seines 24. Geburtstages das Soll eines Dreiundzwanzigjährigen weit übererfüllt. Längst ist er dem traurigen Don Carlos weit voraus, hat schon alles für die Unsterblichkeit mögliche in seinem Fach getan. Und etwas unterschiedet Magnus Carlsen noch vom ehemaligen spanischen Infanten, er ist auf eine angenehme Weise normal und bodenständig geblieben. Sehr zum Unwillen manch sensationslüsterner Medien gibt er nicht den Entertainer oder liefert Storys, sondern geht klug und sachlich mit seinem Leben und dem Erfolg um. Diese junge Lebensleistung ist staunenswert und trägt viele glanzvolle Facetten sportlicher Größe in sich. Weiterlesen

Auftritt Titelverteidiger – ein wahrer Monarch


Veröffentlicht am 7. Juni 2014

Seit 2011 darf er sich Marqués nennen. Gebrauch macht er davon nicht. Bei Anhäufung von Ehre verweist der Geachtete auf eine Lebensmaxime, man solle sich selbst bitte nicht zu wichtig nehmen. Spaniens König Juan Carlos hat dem Bescheidenen – der im Beruf der erfolgreichste spanische Fußballtrainer aller Zeiten – diesen Adelstitel verliehen. Juan Carlos dankt nun ab, der Thron geht an seinen Sohn. Die Spanier sind nicht mehr glücklich mit ihrer Monarchie und ihren Monarchen. Wenn sie die Wahl hätten würden sie nur einen König akzeptieren, den Marqués. Diesen wohl mit einem Abstimmungsergebnis nahe 100 Prozent: Vicente del Bosque González, Marqués de Del Bosque. Weiterlesen

Brasilien WM 2014 (IX) – Tiger mit dem Goldfuß


Veröffentlicht am 14. Dezember 2013

Arthur Friedenreich – Tore, Tore, Tore

Guter Recherche ist es zu verdanken, dass selbst Pelé heute noch leicht ins Stocken gerät, wenn von Arthur Friedenreich (rechts) die Rede ist. Auf 1.329 Tore soll dieser einst gekommen sein – hier leistet Südamerikakorrespondent Fritz Hack (links) wertvolle Aufklärungsarbeit.

Guter Recherche ist zu verdanken, dass selbst Pelé heute noch ins Stocken gerät, wenn von Arthur Friedenreich (rechts) die Rede. Der deutsche Journalist Fritz Hack (links) rechnet nach und liefert eine Zahl zum Staunen.

Pelé hebt den Finger – „1.000 Tore, dann möge man ihn ansprechen“. Mitleidig blickt er auf das Auditorium, wie oft soll er es eigentlich noch sagen! Gemeint sind vor allem Maradona und Messi und damit wohl alle Nachbarn aus Argentinien. Bester Spieler aller Zeiten, wie kann man daran zweifeln, Edson Edison Arantes do Nascimento schüttelt milde den Kopf. 1.281 Tore zieren immerhin die Krone auf dem Haupt von „O Rei do Futebol“. Sie werden es noch lernen! Altersmilde und mit sportlich federndem Gang geht der Mann davon, der als erster Profi die Fußballmassen um den ganzen Globus bewegte. Doch bei mancher Veranstaltung rufen ihm Reporter „Friedenreich“ nach, meistens sind es englische Journalisten, die immer etwas frecher und sowieso niemals Respekt vor einem Thron. Brasilianer wissen wer gemeint, Europäer stutzen und grübeln! Ein Runzeln der Stirn wischt dann für Augenblicke das legendäre Pelé-Lächeln weg, um sich sofort wieder einzufinden. Dann gibt’s auch von ihm gnädige Worte, ein „großer Mann“ oder „wunderbarer Spieler“ und Abgang von der Szene. Richtig böse bleibt er nicht, Leistung im Fußball hat er noch immer anerkannt. Diese sowieso – zumal noch ein Landsmann. Weiterlesen