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Dein Lauf rettet Leben!


Veröffentlicht am 9. März 2019

Organspende im Fokus – 8. Takeda Organspendelauf im Englischen Garten in München.

Bereits zum achten Mal fällt am Mittwoch, 27. März 2019, um 18 Uhr der Startschuss zu einer ganz besonderen Sportveranstaltung: Im Englischen Garten in München, im Nordosten der bayerischen Landeshauptstadt am Westufer der Isar, treffen sich 1.000 Läuferinnen und Läufer aller Altersklassen zum Takeda Organspendelauf der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Bestzeiten und Podiumsplatzierungen treten an diesem Abend bei allen Teilnehmern zugunsten eines weitaus bedeutenderen Zwecks in den Hintergrund: Zentrales Anliegen des Laufs ist es, das Thema Organspende und Organtransplantation noch weiter in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Mit dabei ist auch Felix Magath, der in seiner Heimatstadt selbst die Laufschuhe schnüren wird.

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* 4. Juli 1926 – † 7. Juli 2014


Veröffentlicht am 7. Juli 2014

Alfredo Di Stéfano.

Alfredo Di Stéfano.

Er war ein Einzelkönner von hohen Graden mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, seine individuelle Klasse machte ihn zu einem Ausnahmespieler. Für den im Januar diesen Jahres verstorbenen Eusébio war er der größte Fußballer aller Zeiten. Persönlicher Erfolg war für den in Buenos Aires geborenen Alfredo Di Stéfano nie wichtig, er suchte den Erfolg des Teams als dieser Begriff noch nicht inflationär missbraucht wurde. Mit dem Begriff Star konnte er nichts anfangen, die heutige Spezis dieser Couleur kann ihm nicht das Wasser reichen. Deren Eitelkeiten und Auftritte wirken im Vergleich zum großen Gentleman und Charismatiker des Fußballs lächerlich und kindisch. Di Stéfano stand immer im Dienst seiner Mitspieler und war Teil einer Mannschaft. Diese Mannschaft und deren Zusammenhalt standen ihm stets über allem: „Der Fußball hat mir alles gegeben. Ich habe ihn immer als Mannschaftsspiel verstanden und deutlich gemacht, dass ich nicht vergöttert werden will, sondern spielen. Und dazu muss man laufen und schwitzen.“ Europas zweifacher Fußballer des Jahres die Real-Ikone schlechthin. Er wird es bleiben solange sich Menschen an Fußball erinnern. Er lief für drei Nationen auf den Rasen, machte Länderspiele für Argentinien, Kolumbien und Spanien, war der kongeniale Partner des legendären Ferenc Puskás und stand wie niemand vor oder nach ihm für das „Weiße Ballett“. Sein Andenken gehört zu den großen Kapiteln des Weltfußalls und wird ihn überdauern. Alfredo Di Stéfano starb hochbetagt im Alter von 88 Jahren.

Redaktion Magath & Fußball

Hillsborough-Stadion, Sheffield, 15. April 1989


Veröffentlicht am 15. April 2014

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Fast unbemerkt, sich dann eruptiv ins Bewusstsein brechend, nahm die Katastrophe ihren Lauf, offenbarte am Ende des Tages ihre grausigen Ausmaße. Während des FA Cup Halbfinalspiels am 15. April 1989 zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest im Hillsborough-Stadion in Sheffield fanden 96 Menschen den Tod, hunderte Fans wurden schwer verletzt. Der Tod veränderte schlagartig die Chronik des Ereignisses. Technische Unzulänglichkeiten, menschliches Versagen und Panik im Angesicht des Dramas führten zu einer Verkettung tragischer Umstände, in deren Verlauf viele Menschen, in einem für die Liverpooler Fans vorgesehenen Block, erdrückt und totgetrampelt wurden. Die Abläufe sind hundertfach geschildet, das Unfassbare in Worte gekleidet worden. Im Augenblick des Todes gibt es einen Moment des Innehaltens. Auch mit gedenkender Rückschau sollte kein Lärm verbunden sein. 25 Jahre nach der Katastrophe gebührt ehrendes und mahnendes Gedenken einzig den Opfern und Respekt wie Mitgefühl den Angehörigen, ihnen gehört der Augenblick der Stille.

Die Erschütterung, die von diesem Sterben ausging, hält bis heute an. Diese Toten gehören seither zum Leben in Liverpool und auf ewig zur Fußballfamilie der Reds. Im Erinnern an die Opfer liegt ein Stück Menschlichkeit, sie wurden nie vergessen. Noch lange werden ihre Leben vielerorts spürbar sein und nachwirken. Die Sprache wird immer ein unzulängliches Instrument bleiben, wenn es um die Erinnerung an dieses Ereignis geht. Eindrucksvoll und mit großer Würde gedachten der englische Fußball und seine Protagonisten am vergangenen Spieltag der Toten von Hillsborough, knüpften ein Band der Zusammengehörigkeit von Rasen und Tribüne. Vor Anpfiff jeder Partie, tiefes und spürbares Schweigen in einem ergreifenden Moment völliger Ruhe. Eine Gedenkminute von beeindruckender Schlichtheit und stiller Größe. Auch hier mögen die Worte nun enden und mit einem Satz von Elias Canetti der Toten gedenken:

„Den Tod widerstehen, das heißt: sich erinnern.“

Redaktion Magath & Fußball

Árpád Weisz


Veröffentlicht am 8. November 2013

Der Ungar mit den drei Scudetto

Gedenktafel für Árpád Weisz in Mailand

Gedenktafel für Árpád Weisz in Mailand

Das Gegenteil von Gleichgültigkeit ist Erinnerung. Jahrzehnte nach seinem Tod attestierte man ihm, er wäre seiner Zeit voraus gewesen. Erfolgreiche italienische Trainer beriefen sich lange auf seine Methoden. Árpád Weisz sah und behandelte den Fußball ganzheitlich, überließ nichts dem Zufall. Heute ist der Mann außerhalb von Mailand und Bologna fast vergessen, dort wird inzwischen ehrend an ihn gedacht. Die Vereine Inter Mailand und der FC Bologna zollen Respekt. Weisz Schicksal ist in anderen Fußballkreisen dagegen kaum noch bekannt, nur Insidern oder Historikern ein Begriff. Mit drei gewonnenen Meisterschafen zählt Weisz bis heute zu den erfolgreichsten Trainern der Serie A Geschichte. Weiterlesen

„Mäcki“


Veröffentlicht am 24. Oktober 2013

Reinhard Lauck (DDR)

Reinhard Lauck

Ein Fußballer aus der Lausitz

Auf den Straßen Berlins ein sterbender Olympiasieger. Manches Leben erweist sich in seinem Ende als Katastrophe von biblischem Ausmaß. Das Jahr 1997 neigte sich, der Oktober war nicht goldig, eher kühl und abweisend. Sprache der Ämter fröstelt, wenn sie uns Menschen greift. Lapidar heißt es im Polizeibericht „eine hilflose Person mit schweren Kopfverletzungen auf der Straße“. Gefunden in einer Häuserecke, sehr viel Alkohol im Blut und kein erwachen aus dem Koma. Eine Notoperation konnte dieses Leben nicht mehr retten, wenige Tage nach Einlieferung in die Klinik war Reinhard Lauck tot. Weiterlesen