Schlagwort-Archive: Trapattoni

Und jährlich grüßt das Murmeltier


Veröffentlicht am 3. September 2015

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RB Salzburg kommt nicht von der Stelle

Dieses Déjà-vu ist kein Traum, sondern wiederkehrende Realität im Fußballuniversum FC Red Bull Salzburg. Man bekommt international keinen Fuß auf die Erde – was in der Heimat strahlt, wirkt auf europäischem Parkett nur blass und desaströs, pendelt zwischen Fiasko und Blamage. In zehn Jahren haben es eine Heerschar von dauerhaften und wechselnden Verantwortlichen nicht geschafft, dem Verein eine unbedingte Siegermentalität einzuimpfen, die für das Bestehen auf internationalem Parkett unabdingbar. Im April 2005 übernahm die Red Bull GmbH die Salzburg Sport GmbH, in der Folge auch den SV Austria Salzburg, der unter neuem Namen und mit fürstlichen Mitteln ausgestattet das Paradepferd der roten Brause in Sachen Fußball werden sollte. Unter dem Namen Red Bull Salzburg holte man seither sechs österreichische Meistertitel und drei heimische Pokalsiege. Toll. Der alte Verein schaffte in den 90er Jahren ohne Energiedrink allerdings auch drei Meistertitel. Red Bull ist natürlich die Fußballmarke in Österreich, eine Art Abonnementmeister. Aber die Musik der Champions League, immer Anspruch eines Weltkonzerns, der dem Fußball üppige Zuschüsse anvertraut, hört man nur von ferne klingen, in den Konzertsaal der Großen gibt es keinen Zutritt. Weiterlesen

Zwischen Ruhm und Schande


Veröffentlicht am 12. Juli 2015

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Roberto Boninsegna

Anhängern der Gladbacher Borussia treibt sein Name bis heute Zornesröte ins Gesicht. Seine große Zeit war der Beginn der Siebziger Jahre. 1970/71 wurde er mit Inter Mailand erstmals italienischer Meister und gleichzeitig Torschützenkönig der Serie A. Die Rede ist von Roberto Boninsegna, dem 1943 im lombardischen Mantua geborenen Stürmer. Bei der legendären Weltmeisterschaft 1970 in Mexiko war er einer der Torschützen im Jahrhundertspiel Deutschland – Italien, hatte dort die frühe 1:0-Führung für die Italiener besorgt, die anhielt bis „ausgerechnet Schnellinger“… Im Endspiel gelang Boninsegna für Italien der 1:1-Ausgleichstreffer gegen den späteren Weltmeister Brasilien. Damals stand noch eine Seleção auf dem Platz, die niemand aufhalten konnte, Italien ging chancenlos mit 1:4 unter. Boninsegna wurde 1971/72 nochmals Torschützenkönig der Serie A und machte bis zum Ende seiner Inter-Zeit insgesamt 171 Tore für den Nobelclub aus Norditalien. Bis heute Platz drei der ewigen Inter-Bestenliste. Boninsegnas 1976 erfolgter Wechsel zu Juventus Turin – als Wunschspieler von dessen Trainer Giovanni Trapattoni – brachte ihm noch zwei italienische Meistertitel und den Sieg im UEFA Cup. An seine große Zeit von 1970 bis 1972 konnte er aber nicht mehr anknüpfen. 1980 beendete Boninsegna in Verona seine aktive Laufbahn, die ihm auch 22 internationale Einsätze für die Squadra Azzurra bescherte, in denen er neun Treffer erzielte. Weiterlesen

HSV – Triumph vor 30 Jahren


Veröffentlicht am 21. Mai 2013

„Fantastico Gol, forza Magath!“

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Michel Platini schritt, eine Mischung aus französischer Präsident und italienischer Feldherr, über den Rasen des Olympiastadions zu Athen, als gelte es die Champions League-Trophäe ohne Spiel und Aufwand gleich mitzunehmen. In feinem Zwirn und teuren Schuhen gewandet, nahm er den Rasen so beiläufig ab wie sein Blick unbeteiligt über die HSVler in ihren Trainingsanzügen glitt. Auch Felix Magath schenkte er keine größere Beachtung, dieser allerdings prägte sich nicht nur jeden Grashalm, sondern auch die Gesten und Gesichter der Konkurrenz ein. Sein Trainer Happel hatte ihm und einigen ausgewählten Spielern vor wenigen Stunden etwas mit auf den Weg gegeben, „konzentriert euch“. Magath nahm seinen Trainer beim Wort. Der Angstschweiß vom Mittagsschlaf war vergessen, die unbesiegbare Juventus-Startruppe auch nur eine Mannschaft. Aber was für eine! Im Tor eine lebende Legende, Dino „Nazionale“ Zoff, an seiner Seite eine Garde Weltmeister, Tardelli, Scirea, Rossi, Cabrini und Gentile, außerdem die beiden Weltklassespieler Boniek und Platini. Wie konnte man denen ans Leder? Happel: „Die Italiener haben das Spiel schon abgehakt. Die sind sich zu sicher.“ Weiterlesen