Schlagwort-Archive: Turnier

Auf nach Frankreich


Veröffentlicht am 13. Oktober 2015

Es ist vollbracht: Erstmals nimmt Wales an einer Europameisterschaft teil. Aaron Ramsey (rechts) bejubelt sein Führungstor im letzten Qualifikationsspiel gegen Andorra.

Es ist vollbracht: Erstmals nimmt Wales an einer Europameisterschaft teil. Aaron Ramsey (rechts) bejubelt sein Führungstor im letzten Qualifikationsspiel gegen Andorra.

Abschluss der EM-Qualifikation

Die deutsche Gruppe nebst Leistung wurde an dieser Stelle schon gewürdigt und beleuchtet, nun ein kurzer Blick auf das Ende der EM-Qualifikation in den anderen Gruppen. Starke Auftritte besonders von Österreich und England. Die Sensation der Qualifikation heißt Albanien. Der große und peinliche Verlierer eindeutig die Niederlande. Beim Betrachten der Konkurrenz darf es schon heute gesagt werden, der Titel in Frankreich 2016 ist für Deutschland durchaus drin. Weiterlesen

Fußball und Schach – ein Vergleich


Veröffentlicht am 13. Mai 2015

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Ein Gastbeitrag von André Schulz (Chefredakteur www.chessbase.de)

Fußball und Schach – gibt es da überhaupt Gemeinsamkeiten? Fußball wird mit den Füßen gespielt, Schach mit dem Kopf – zwei Körperteile, die weit voneinander entfernt sind. Allerdings betonen Experten immer wieder, dass ein Fußballspiel im Kopf entschieden wird und auch beim Schach wird bisweilen mit den Füßen getreten, unter dem Tisch nach dem Gegner – natürlich nur unabsichtlich. Beim Fußball wird viel gelaufen, beim Schach  sehr wenig. Wenn der Gegner am Zug ist, stehen viele Schachspieler aber doch mal, laufen herum und kümmern sich für einen Moment nicht um ihre Partie. Ein solches Verhalten, abschalten, wenn der Gegner in Ballbesitz ist, gibt es beim Fußball auch, gehört aber nicht unbedingt zur höheren Schule. Weiterlesen

Rechtes Alsterufer gegen Linkes Alsterufer


Veröffentlicht am 12. April 2015

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Hamburger Schachjugend olympiareif

Für 2.500 schachbegeisterte Schülerinnen und Schüler in Hamburg bot das traditionsreiche Schachturnier „Rechtes Alsterufer gegen Linkes Alsterufer“ in der vergangenen Woche eine willkommene Abwechslung zum Bildungsalltag auf den Schulbänken. Die spürbare Freude in den Gesichtern der jungen Schachfreunde, gepaart mit unbedingtem Siegeswillen und hoher Konzentration sorgten für eine einzigartige und olympiareife Atmosphäre im Hamburger Congress Center. Mit dabei – als Schirmherr des von Barclaycard in Zusammenarbeit mit der Deutschen Schachjugend ausgerichteten internationalen Schulschachturniers „Yes2Chess“ – natürlich auch Felix Magath. Der HSV-Europapokalheld von 1983 ist selbst ein langjähriger Freund der 64 Felder, weiß um die Bedeutung des Spiels für die Entwicklung lösungsorientierter Denkansätze bei Kindern und Jugendlichen und tritt deshalb regelmäßig als bekennender Befürworter der Schulschachidee auf. Das weltgrößte Schulschachturnier – unterstützt von Barclaycard, ChessBase und dem Hamburger Schachverband – startete der Fußballlehrer an der Alster mit dem Eröffnungszug. Weiterlesen

Der Mann aus Markranstädt


Veröffentlicht am 25. Januar 2015

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Nur ein Deutscher leitete jemals ein WM-Endspiel

Dieser FIFA-Präsident war noch Fußball und guter Stil, Marketing und Geld dominierten nicht das Spiel und dessen Umfeld. Daher kümmerte sich der Engländer Sir Stanley Rous persönlich um das von den Endspielteilnehmern aufgeworfene Problem der Schiedsrichterbesetzung des bevorstehenden WM-Finales im Aztekenstadion. Das am 21. Juni 1970 in Mexiko-Stadt stattfindende Ereignis brauchte dringlich einen Unparteiischen. Die Italiener wollten keinen Schiedsrichter aus Südamerika akzeptieren, die Brasilianer verweigerten sich gegen die prominenten Schiedsrichter aus den europäischen Spitzenverbänden. Der Spielraum also äußerst gering. Bei Stanley Rous war nicht nur der Weltverband in guten Händen, er verstand auch etwas von den Regeln und Notwendigkeiten. Immerhin war der Mann in seiner Jugend ein erfolgreicher Schiedsrichter, leitete in seiner aktiven Zeit 34 Länderspiele und als Höhepunkt dieser Karriere das FA Cup Endspiel 1934 in Wembley. Weiterlesen

Auf nach Paris


Veröffentlicht am 6. September 2014

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Start der Qualifikation für das EM-Turnier 2016 in Frankreich

Das nächste Großturnier wirft erste Schatten. Der Weg dorthin beginnt für Europas Fußballnationen am Wochenende. Am 10. Juli 2016 – 21:00 Uhr im Stade de France – endet er für zwei von der Sorte mit dem Anpfiff zum Endspiel. Vor Mitternacht ist der Europameister in der Pariser Sommernacht dann gekürt. Frankreich genügt der Gastgeberpflicht, darf sich den öden Qualifikationsweg sparen. Andere müssen Gruppenzeugnis ablegen und sich die Fahrkarte verdienen. 53 Nationen spielen die verbleibenden 23 Plätze in 9 Gruppen aus. Dieses Turnier nicht zu erreichen stellt fast ein Kunststück dar. Die Franzosen haben gute Erfahrungen, als EM- wie WM-Gastgeber holten sie 1984 und 1998 den Titel vor heimischer Kulisse. Im Juli 2016 werden sich diese Glücksmomente für die Équipe Tricolore wohl nicht wiederholen. Einen deutschen EM-Triumph wird niemand verhindern können, anderes wäre eine ziemliche Sensation. Der Weg des Weltmeisters Richtung Frankreich ähnelt einer Kaffeefahrt. Gruppengegner wie Schottland, Irland und Polen sind von ehemaliger Fußballgröße entfernt. Die Zeiten der Law, Dalglish, Bremner, der Keane, Staunton, Bonner, der Lato, Deyna, Boniek sind längst verhalt. Ein Steven Fletscher, ein James McCarthy und ein Robert Lewandowski machen keinen neuen Frühling. Georgien und Gibraltar vervollständigen die Gruppe D als Zählkandidaten. Nach einer spektakulären Weltmeisterschaft mit globalem Massencharakter muss der Fußballalltag von Spielern und Zuschauern erst wieder angenommen werden. Die erste EM-Qualifikationsrunde verspricht kein Feuerwerk, läuft ohne eine spektakuläre Paarung an. Deutschland beginnt seine Schaulauf-Tournee Richtung Paris mit einem Heimspiel in der temperamentsvollsten Fußballstube unseres Landes. Sonntag-Abend gibt sich der Weltmeister im Signal-Iduna-Park zu Dortmund gegen Schottland die Ehre. Der Rahmen stimmt.

Redaktion Magath & Fußball

Gewohnte Gesichter


Veröffentlicht am 6. Juli 2014

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Vier Fußballgrößen bestreiten WM-Halbfinale

Argentinien konnte die aufstrebenden Belgier abwehren, Holland brauchte das Elfmeterschießen gegen Costa Rica. Halbfinale vollzählig. Die Etablierten blieben übrig, man trifft auf gewohnte Gesichter der Fußballfamilie. Mit Costa Rica verabschiedeten sich, ähnlich wie vorher Chile, Mexiko und Kolumbien, die neuen Himmelstürmer. Nun also vier Arrivierte unter sich. So ähnlich hatten es Fans und Experten vor der WM erwartet und so ist es, trotz aller Überraschungen auf der Wegstrecke auch gekommen. Costa Rica hat eine Heldengeschichte im Meer der großen Fische geschrieben. Das Ende war ehrenhaft, man trug es tapfer und mit Stil, die neue Tränenwelle des Fußballs erfasste die charakterstarken Sportsmänner aus Mittelamerika nicht. Tolle Sportler, angeführt von einem großen Trainer. Der akribische Arbeiter Jorge Luis Pinto verblüffte und überraschte mit seinem Team wie keine andere Mannschaft bei diesem Turnier. Weiterlesen

Und wieder Luis Suárez


Veröffentlicht am 20. Juni 2014

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Englands Fußballer des Jahres entscheidet Duell England gegen Uruguay

„Wenn der Ofen einmal aus, kann nichts auf dieser Welt ihn mehr anblasen“, so lautet ein berühmtes Filmzitat, gesprochen von Peter Falk im siebziger Jahre Kult-Film „Eine Leiche zum Dessert“. Die Fans der Three Lions mussten sich auch wie an einem kalten Ort fühlen, keine Wärme in der Niederlage, als sich ausgerechnet Englands Fußballer des Jahres das gute, alte England zu seinem Dessert erkor und genussvoll verspeiste, die Herzen der Uru-Fans in Hitzewallung brachte. Weiterlesen

Na endlich !


Veröffentlicht am 13. Juni 2014

Es ist vollbracht. Seit heute wird über Fußball nicht nur geredet, nun wird er auch gespielt. Vor uns liegt – ein entspannender Nebeneffekt – offensichtlich eine WM ohne infernalische Vuvuzelas, die Ohren gehören damit zu den ersten Gewinnern. Außerdem, Wetterberichte hin oder her, gibt es auch in Brasilien offenkundig angenehme Fußballtemperaturen. São Paulo hatte diese freundlich zu bieten. Nach der Eröffnungsfeier endlich Fußball. Beim 3:1 Auftaktsieg von Brasilien über Kroatien erledigte der Gastgeber die Tore auf beiden Seiten, hinterließ uns der Schiedsrichter einen merkwürdigen Nachgeschmack in Sachen Strafstoß, wackelte die Seleção des Öfteren und konnte Kroatien nicht wirklich von einem glücklichen Tag reden. An der Seitenlinie des Gastgebers, Luiz Felipe Scolari in erwarteter Manier. Ein engagierter Zampano, der unprätentiös im Trainingsanzug seine Truppe dirigierte und mit der Ausbeute zufriedener sein wird als mit der Leistung. Vieles lag im Argen. Die brasilianische Turnierdramaturgie nimmt jedenfalls Fahrt auf, noch befeuert durch zwei Neymar-Tore. Auftakt gelungen. Nun sind die anderen Favoriten am Zug. Für neutrale Betrachter war die Partie nicht unbedingt etwas für die Geschichtsbücher des Fußballs, was Auftaktspiele selten sind. Die Kombattanten einer Eröffnungspartie haben immer ein dickes Brett zu bohren. Aber auch aus einem mäßigen Fußballspiel kann ein großes Turnier erwachsen. Die gastfreundlichen Menschen in Brasilien sind dazu offenkundig bereit.

Redaktion Magath & Fußball

Lehrer mit Prinzipien


Veröffentlicht am 25. März 2014

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Ein Trainer geht seinen Weg

Er klingt wie die begehrteste Filmtrophäe der Welt. Nichts ist Óscar Tabárez allerdings ferner als Glamour. Erkenntnis zieht er dem schönen Schein vor. Im Sport wie im Leben hat er es so gehalten. Sein Weg nicht nur von Erfolgen gekränzt. Die Leichtigkeit seines Trainervorbildes César Luis Menotti war ihm fremd, Tabárez stets ein Mann der Arbeit. In Uruguay machte ihn dies zur nationalen Instanz, weit über seinen Sport hinaus genießt er inzwischen hohes Ansehen. Die Uruguayer lieben Óscar Tabárez, für sie ist er „El Maestro“, ihr „Lehrer“. Tabárez war früher wirklich Lehrer. Seine Hand für junge Leute liegt auch in dieser Pädagogenzeit begründet. Längst gilt er als einer der besten Fußballtrainer der Welt. Sein kleines Land machte er zu einer der ersten Adressen des globalen Fußballs. Der zweimalige Weltmeister Uruguay ist wieder wer, wankt nicht mehr unter der Last der Vergangenheit. Alles dank Óscar Washington Tabárez. Weiterlesen